Bereits 2007 veröffentlichte Heidi Happy alias Priska Zemp ein unglaublich innovatives und mutiges Artpopalbum, doch bei all der Aufregung um ihre Landsfrau Sophie Hunger ging das Debüt "Back together" leider komplett unter. Jetzt erleichtert die Luzernerin uns den Zugang mit einem wesentlich ruhigeren zweiten Album. Unterstützt von Streichern, Kesselpauken und Vibrafon fokussiert sie sich voll und ganz aufs klassische Kunstlied. Erneut überzeugt Happy mit ihrem vielseitigen Gesang, der Vergleiche mit Norah Jones nicht scheuen muss; doch durch die Genreschärfung taucht plötzlich auch eine übermächtige Referenz auf: Joanna Newsom. Aber es soll ja Menschen geben, die sich ein mehrjähriges Studium zwecks Verständnis von Newsoms Platten nicht leisten können. Für die ist Heidi Happy ideal. (cs)
Kurzbeschreibung
Rund anderthalb Jahre sind vergangen seit „Back Together“, anderthalb im Leben von Priska Zemp alias Heidi Happy. Passiert ist viel. Die Höhen erfüllten die 27-jährige Singer/Songwriterin mit Euphorie, doch der künstlerische Erfolg konnte die Tiefen nicht ausblenden. Enttäuschungen, Liebesentzug und Heimatlosigkeit prägten Heidi Happy und flossen in ihre neuen Songs ein. Es sind zwischen Zerrissenheit und hintergründigem Humor angelegte, grossformatig arrangierte Stücke, die uns einbinden in die feinfühlige Welt der Chanteuse. Emotionen waren schon immer ein wichtiges Thema für Heidi Happy. Auf dem im November erscheinenden Album „Flowers, Birds and Home“ verarbeitet sie diese in leisen und einfühlsamen Tönen, aber auch in teilweise unverblümt direkten Texten. „Flowers, Birds and Home“ wurde von Heidi Happy in Eigenregie komponiert und arrangiert. Das Album spielte sie mit ihrer formidablen Band in den Soma Studios in Zofingen ein und wird Ende Oktober erscheinen.