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Flow statt Frust Taschenbuch – 31. März 2003


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 230 Seiten
  • Verlag: FinanzBuch Verlag; Auflage: 1. Aufl. (31. März 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898790339
  • ISBN-13: 978-3898790338
  • Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 15,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.883.671 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Er geistert zwar immer noch durch die Welt, aber es gibt ihn nicht, den Homo Oeconomicus. Das jedenfalls hat der Psychologe und Wirtschafts-Nobelpreisträger Daniel Kahnemann nachgewiesen. Und das Ausbleiben dieses lange Zeit so beliebten, weil strikt rational-wirtschaftlich denkenden Mustertypus an den Börsenplätzen dieser Welt macht das Aktienmarkt-Geschehen so schwer vorhersagbar. Hier wollen die Autoren dieses Buches Abhilfe schaffen: Flow statt Frust versprechen sie im Vorwort. Und neue Ansätze zum Erreichen dieses Ziels.

Flow im verhaltensbiologischen Sinne ist -- vereinfacht -- das Umwandeln von Unsicherheit in Sicherheit (beim Agieren an der Börse sicher nicht zu verachten). Welche Faktoren wie Neugier, aber auch Anerkennung oder Macht beim isoliert betrachteten Anleger im Entscheidungsprozess mitspielen (und letztlich in Summe die Börsentendenz insgesamt bestimmen) erfährt der Leser allgemein verständlich auf den ersten rund 30 Seiten dieses Buches. Und dann geht es nach dem Exkurs in den recht jungen Ansatz der "Behavioral Finance" in medias res: Technische Finanzmarktanalyse gilt als ein brauchbares Instrument, die Psycho-Erkenntnisse praktisch umzusetzen, sprich: Anlegers Unsicherheiten auszumerzen.

Bergold und Meyer stellen in einer Tour d'Horizon auf 100 Seiten verschiedene Verfahren vor und analysieren deren Möglichkeiten der Vorhersage und Einschätzung von Kursverläufen. Nach Techniken der Beobachtung von Marktentwicklungen beziehen die Autoren auch zeitorientierte Methoden in ihre Betrachtungen ein. Grundlagen der Zyklusanalyse, etwa der Elliott-Wave-Analyse oder mittel- bis langfristiger Zyklen wie dem Generationszyklus (75 Jahre) oder dem Juglar-Zyklus (neun Jahre) geben dem Leser ein gutes Gefühl dafür, wie Börsengeschehen analytisch fixiert werden kann.

Zum Nachdenken regt das Kapitel über das ebenfalls neue Verfahren der Sentiment-Analyse an: Es bezieht die allgemeine Stimmung der Marktteilnehmer in die Kursbetrachtungen mit ein. Interessant an dieser Lehre ist eine -- hier vereinfacht dargestellte -- Konsequenz: Anleger, die von steigenden Kursen überzeugt sind, haben zumeist bereits investiert und fallen als Nachfrager demzufolge aus. Ist dies die überwiegende Mehrheitsmeinung, muss der Kurs zwangsläufig fallen -- schlicht, weil es keine Nachfrage mehr gibt.

Quintessenz: Leser, die Spaß an (psycho-)logischen und teils recht kniffligen mathematisch-logischen Gedankengängen und Aufgabenstellungen haben und solche, die ihr Anlegerverhalten auch einmal selbstkritisch aus der Vogelperspektive betrachten wollen (eventuell, um daraus Lehren zu ziehen), kommen bei der Lektüre voll auf ihre Kosten. Weitere Leserzielgruppen, denen das Buch durchaus Freude bereiten dürfte: Connaisseure und (Prognose-)Zyniker. --Horst-Joachim Hoffmann

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Uwe Bergold, Jahrgang 1966, Dipl.-Betriebswirt (FH), leitet seit 2001 den Unternehmensbereich Vermögensverwaltung der Vereinigten Sparkassen Neustadt a. d. W.; er ist nebenberuflich Dozent im Bereich Asset Management & Research an der Fachhochschule Amberg-Weiden und an der Sparkassenakademie Bayern.

Bernt Mayer, Jahrgang 1957, promovierter Organisations- und Wirtschaftspsychologe, arbeitet seit 1998 an der Fachhochschule Amberg-Weiden als Professor für Unternehmens- und Personalführung; er hält Seminare über Beraterkompetenz und Anlegerverhalten.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "fredkeller" am 30. August 2003
Format: Taschenbuch
Die Börse "wirklich" zu verstehen und deren teils seltsamen Verwindungen vorausbestimmen zu können wird wohl für immer der Traum eines jeden Investors bleiben. Aber wenn man "Flow statt Frust" gelesen hat, kommt man der komplizierten Materie doch ein gutes Stück näher, wird einem doch anschaulich erklärt, was die Kurse treibt: Gier und Angst. Anscheinend kommt man mit massenpsychiologischen Phänomenen der Wahrheit näher, als mit stupiden fundamentalen Bewertungskriterien. Genau genommen ist es nämlich nicht die Nachricht, die die Kurse macht, sondern die Reaktion der Marktteilnehmer auf eben diese Nachricht. Und genau an diesem Punkt setzt das Buch an. Bereits hier zahlen sich die massenpsychiologischen Mechanismen, die in diesem Buch wie in noch keinem anderen Buch, das ich gelesen habe, in dieser Prägnanz und Aussagefähigkeit dargestellt sind, in barer Münze aus. Endlich kann mir jemand schlüssig erklären, warum eine Yahoo sich erst vertausendfachen kann, um dann wieder mehr als 95% seines Wertes zu verlieren ... Gier und Angst regieren eben die Börsen, und jeder, der mit dem Gedanken spielt, jemals auch nur einen Euro an der Börse zu investieren, sollte dieses Buch gelesen haben! Ich habe schon viele Bücher zum Thema Börse und Technische Analyse gelesen, aber dies ist mit Sicherheit eines, das ich wärmstens empfehlen kann.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 18. Juni 2003
Format: Taschenbuch
Ich will ehrlich sein! Ich gehöre zu denjenigen, die glaubten, mit ein paar Mark Einsatz und ein paar tollen Geheimtipps an der Börse ein Vermögen zu verdienen. Irgendwie habe ich jedoch den Dreh nicht raus oder ich bin zu blöd dazu. Dabei habe ich alle wichtigen Börsensendungen gesehen und Börsenzeitungen gelesen. Immer war ich, wie die meisten meiner Bekannten auch, zwar im richtigen Bahnhof, aber der Zug rauschte ohne Halt am anderen Bahnsteig vorüber. Entweder zu früh oder zu spät, zu ängstlich oder zu gierig. Dann experimentierte ich mit Zertifikaten und Optionsscheinen, in der Hoffnung, die Verluste der Aktien durch die Hebelwirkung der Scheine in ein paar Tagen auszugleichen. Anfangs folgten 20% Gewinn, danach kamen 50% Verlust und mehr.
So konnte es nicht weiter gehen. Ich zog einen Strich und überlegte, was ich falsch machte, denn: wie bei jedem Geschäft/Handel muß es einen Käufer UND einen Verkäufer geben, ansonsten kommt ja kein Geschäft zustande. Da ich bei einer Transaktion meist der Verlierer war, stellte die Gegenpartei den Gewinner.
Zufällig fand ich in einer Buchhandlung das Buch "Flow statt Frust", welches mich von der ersten bis letzten Seite begeisterte. Endlich verstand ich, was Börsenpsychologe in der Praxis bedeutet. Wie man Massenmedien einsetzt, um das dumme Fußvolk steuern und somit Anlageentscheidungen beeinflussen kann. Im zweiten Abschnitt geht es um die Zyklen und Charttechniken. Auch hier werden verschiedene Ansätze vorgestellt und miteinander kombiniert. Das Buch richtet sich an diejenige, die durch mittel- bis langfristige Anlagetechniken selbst ihr Vermögen sichern und vermehren möchten. Für Kurzfristzocker ist es ungeeignet. Soros und Buffet - die erfolgreichsten Anleger aller Zeiten, haben ihr Vermögen mit Mittel- & Langfristiganlagen verdient.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "fredkeller" am 30. August 2003
Format: Taschenbuch
Die Börse "wirklich" zu verstehen und deren teils seltsamen Verwindungen vorausbestimmen zu können wird wohl für immer der Traum eines jeden Investors bleiben. Aber wenn man "Flow statt Frust" gelesen hat, kommt man der komplizierten Materie doch ein gutes Stück näher, wird einem doch anschaulich erklärt, was die Kurse treibt: Gier und Angst. Anscheinend kommt man mit massenpsychiologischen Phänomenen der Wahrheit näher, als mit stupiden fundamentalen Bewertungskriterien. Genau genommen ist es nämlich nicht die Nachricht, die die Kurse macht, sondern die Reaktion der Marktteilnehmer auf eben diese Nachricht. Und genau an diesem Punkt setzt das Buch an. Bereits hier zahlen sich die massenpsychiologischen Mechanismen, die in diesem Buch wie in noch keinem anderen Buch, das ich gelesen habe, in dieser Prägnanz und Aussagefähigkeit dargestellt sind, in barer Münze aus. Endlich kann mir jemand schlüssig erklären, warum eine Yahoo sich erst vertausendfachen kann, um dann wieder mehr als 95% seines Wertes zu verlieren ... Gier und Angst regieren eben die Börsen, und jeder, der mit dem Gedanken spielt, jemals auch nur einen Euro an der Börse zu investieren, sollte dieses Buch gelesen haben! Ich habe schon viele Bücher zum Thema Börse und Technische Analyse gelesen, aber dies ist mit Sicherheit eines, das ich wärmstens empfehlen kann.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "bluesbrother03" am 3. Juli 2003
Format: Taschenbuch
Vermögensverwalter Uwe Bergold und Wirtschaftspsychologe Prof. Bernt Mayer ist mit ihrem Werk „Flow statt Frust" eine perfekte Symbiose zwischen technischer Aktienanalyse und Börsenpsychologie gelungen.
Das Werk gibt sowohl einen kurzen und prägnanten als auch fundierten und verständlichen Überblick über die Grundprinzipien und Anwendungsmöglichkeiten der wichtigsten Grundpfeiler der Finanzmarktanalyse neben der klassischen Fundamentalanalyse.
Das Buch ist so konzipiert, dass sich jeder Marktteilnehmer (Einsteiger wie Profi) schnell und umfassend einen Überblick über die wichtigsten Gesetzmäßigkeiten der beiden Spezialgebiete der Finanzmarktanalyse verschaffen kann.
Sehr anschaulich werden die wichtigsten Trend-, Zyklen- und Sentiment-Analysemethoden erklärt.
Hierbei ist hervorzuheben, dass Vermögensverwalter Bergold auch auf die aktuelle dramatische Situation an den Finanzmärkten eingeht.
Das Buch liefert somit das richtige Handwerkszeug, um die „Millenniums-Baisse", die mit dem Jahr 2000 begonnen hat, zu meistern.
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