Florence + The Machine


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Biografie

Die wildesten Dinge können einer Tagträumerin passieren, und wenn eine ein Lied davon singen kann, dann Florence Welch: die 25-Jährige hat in den letzten Jahren mehr erlebt als manch einer in einem ganzen Leben. Ihr Debütalbum, das sie in ihrem Südlondoner Schlafzimmer erträumt hatte, fegte einmal rund um den Globus durch sämtliche Charts, verkaufte sich über drei Millionen Mal und bescherte ihr nicht nur den renommierten Preis in der Kategorie „Bestes Album“ bei den BRIT Awards, sondern auch einen Stammplatz im kollektiven Pop-Bewusstsein. Inzwischen ist sie wirklich überall gewesen: Diese ... Lesen Sie mehr

Die wildesten Dinge können einer Tagträumerin passieren, und wenn eine ein Lied davon singen kann, dann Florence Welch: die 25-Jährige hat in den letzten Jahren mehr erlebt als manch einer in einem ganzen Leben. Ihr Debütalbum, das sie in ihrem Südlondoner Schlafzimmer erträumt hatte, fegte einmal rund um den Globus durch sämtliche Charts, verkaufte sich über drei Millionen Mal und bescherte ihr nicht nur den renommierten Preis in der Kategorie „Bestes Album“ bei den BRIT Awards, sondern auch einen Stammplatz im kollektiven Pop-Bewusstsein. Inzwischen ist sie wirklich überall gewesen: Diese junge Dame hat die ganze Welt gesehen, und die ganze Welt hat sie gesehen – und bestaunt, bejubelt. Nach einigen Monaten, die sie zuletzt in ihrem geliebten London mit dem Schreiben von neuen Songs sowie im Studio zugebracht hat, meldet sich Florence nun zurück und präsentiert ihren zweiten Longplayer: „Ceremonials“ ist ein unglaublich rundes, in sich fast schon erschreckend schlüssiges Album, vorgelegt von einer experimentierfreudigen Künstlerin in Höchstform; es ist der ultimative Beweis für ihren „unverbesserlichen Hang zum Maximalismus“, wie Florence selbst sagt. Beispiele für diesen Hang: Der treibende Optimismus von „Spectrum“, einer Song gewordenen Epiphanie; die dicht gedrängten Reihen und der majestätische Galopp von Tracks wie „All This And Heaven Too“ und „Shake It Out“; dann triumphal-leidenschaftliche Schlachtrufe wie „No Light No Light“ und „Heartlines“ – lässt man „Ceremonials“ als Ganzes länger auf sich wirken, so fällt vor allem auf, mit wie viel Selbstbewusstsein sich diese junge Musikerin auf ihrem Zweitwerk präsentiert.

„Ich hab tatsächlich zum ersten Mal ein Album mit einem übergreifenden und zusammenhängenden Sound aufgenommen“, berichtet Florence. „So gesehen ist es im wahrsten Sinne des Wortes ein Studioalbum: eine Ansammlung von Songs, die zusammen ein Bild von dem Punkt ergeben, an dem ich momentan in meinem Leben stehe.“

„Ceremonials“ entstand diesen Sommer im legendären Studio 3 der Abbey Road Studios, wo sich Florence mitsamt ihrer Band für fünf Wochen einquartierte; eine entscheidende Rolle spielte dabei auch dieses Mal ihr Stammproduzent Paul Epworth. Gemeinsam mit ihm ist in diesen 35 Tagen ein massives Art-Pop-Feuerwerk entstanden, das einerseits extrem sanft und einfühlsam klingen kann, doch zugleich immer wieder abhebt und über einen hinwegschwappt wie eine gewaltige Flutwelle aus Emotion und Atmosphäre. „Ceremonials“ ist ein äußerst vielschichtiges Werk, das die Konventionen des klassischen Pop aufdröselt, sie kurzerhand durch ein schwarzes Loch feuert, um die Einzelteile dann wieder zu einem futuristisch-urwüchsigen Rundumschlag zu kombinieren. Untermauert und getragen wird das alles von Florences betörender, episch anmutender Stimme. Ein reifes Meisterwerk also, mit dem die Sängerin beweist, dass die Popkultur auf Dauer mit ihr rechnen darf.

„Ich würde sagen, es ist ein Album von einer, die so langsam zu einer Frau heranwächst, die quasi erwachsen wird. Und es handelt natürlich auch von all den Problemen, die damit einhergehen“, so Florence. „‘Lungs’ war hingegen eher die Musik von einer, die damit kämpft, Teenager und Erwachsene zugleich sein zu wollen. Das hier ist wohl eher die Platte von einer, die nun erwachsen werden will – und es wahrscheinlich dann doch nicht so ganz schafft.“

Ein Wort zum Heranwachsen: Die heute 25-jährige Musikerin, die einst ihr Studium an der Kunstakademie hinschmiss, ist größtenteils im Strudel ihres internationalen Erfolgs und somit im Rampenlicht aufgewachsen. Im Jahr 2010 eroberte sie auch die Staaten auf spektakuläre Weise, als ihr Mega-Hit „Dog Days“ die Verkaufs- und Airplay-Charts gleichermaßen dominierte. Dann schrieb sie einen überwältigenden Song für den Soundtrack zum Film „Eclipse“ aus der „Twilight“-Saga und präsentierte „Dog Days“ bei der Verleihung der MTV VMAs – spätestens da schaute die ganze Welt auf sie. Knapp eine Milliarde Menschen verfolgte diese Performance am Bildschirm, und tags darauf war niemand so gefragt bei Google wie Florence...

Letztes Jahr konnte man sie dann auf den größten TV- und Live-Bühnen der Welt bewundern: bei „Saturday Night Live“, „Good Morning America“ und dem „Colbert Report“ genauso wie bei den Verleihungen der 53. Grammy Awards – hier präsentierte sie als Teil einer weiblichen All-Star-Gruppe eine Hommage an Aretha Franklin und war selbst als „Best New Artist“ nominiert –, der 83. Academy Awards oder auch bei Anna Wintours jährlichem Met Ball, ganz zu schweigen von der Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo, wo sie ebenfalls auftreten durfte. Die Redakteure des Time Magazine wählten sie auf Platz #51 der einflussreichsten Menschen des Jahres 2011. Zudem hat sich die Stil-Vorreiterin inzwischen offiziell als waschechte Fashion-Ikone etabliert. Florence hat mit ihren musikalischen Vorbildern und Helden abgehangen, hat deren Segen und Lobgesänge mit auf den Weg bekommen. Selbst Beyoncé hat kein Geheimnis daraus gemacht, dass der Sound von Florence + The Machine ihr letztes Album sehr stark geprägt hat.

„Auf jeden Fall ist das dieses Mal eine ganz andere Nummer, so ein Album aufzunehmen, von dem du weißt, dass viele Menschen darauf warten“, meint sie, „trotzdem habe ich zumindest versucht, einfach das zu tun, was ich so oder so getan hätte. Es ist ein schlichtweg ein Versuch, genau die Art von Musik zu machen, die ich selbst hören will: dramatische und überdimensionale und dabei irgendwie unheimlich klingende Musik. Am allerwichtigsten ist mir, dass man sich als Zuhörer erstmal überwältigt davon fühlt. Ich will also unbedingt erreichen, dass die Leute etwas dabei fühlen.“ Das lässt sich tatsächlich nicht vermeiden: Anstatt ein Zweitwerk vorzulegen, das wie sonst so oft nach dem Motto „sich verkaufen und ab sofort billigen Pop machen“ entstanden ist, legt Florence mit „Ceremonials“ ein sehr viel sperrigeres und experimentelleres Album vor: „Ich wollte die Aggression, die in dem Sound mitschwingt, noch weiter ausreizen“, berichtet sie. „Mehr Druck vom Schlagzeug, krassere Bass-Sounds: alles musste so groß und druckvoll wie möglich sein. Dazu haben wir dieses Mal auch viel mit elektronischen Sounds herumexperimentiert, allerdings sind wir insgesamt doch bei einem Album gelandet, das eher organisch klingt. Das Ganze ist eine Art organisiertes Chaos.“

Seit der Zeit, als Florence Welch noch zur Kunsthochschule und auf Partys in besetzten Häusern ging, sie in schäbigen Kneipen auftrat, ist extrem viel passiert: Ihr Erfolg hat sie locker um die Welt und ins All befördert. Mit „Ceremonials“ kehrt sie jedoch wieder zurück auf die Erde und tut das, was sie am besten kann: Sie macht Musik, die nach vorne schaut, sich nicht klassifizieren lässt, einen einfach nur aufwühlt und umhaut. Es gibt Künstler, die legen ein erfolgreiches Debütalbum vor und wenden sich dann mit ihrem Nachfolger bewusst gegen dieses Debüt; sie wehren sich quasi gegen alles, was den Leuten am Erstling gefallen hat. „Selbst wenn ich das wollte, würde ich das niemals schaffen!“, so Florence. „‘Lungs’ hat doch eher wie ganz viele Alben auf einmal funktioniert, deshalb könnte ich nie sagen, wovon ich mich da abwenden würde.“ Stattdessen hat Florence Welch all die unterschiedlichen Versprechen eingelöst, die sie auf „Lungs“ gemacht hat: „Es klingt also massiv und gewaltig? Tja, ich kann wohl nicht anders. Ich mag es nun mal, wenn einen etwas wirklich umhaut und einem die Schuhe auszieht. Wenn es möglich ist, dass ich mit derartigen Gefühlen auf diese Songs reagiere, dann kann es doch auch gut sein, dass sich andere Leuten ähnlich dabei fühlen. Und genau darum geht es doch wohl, oder etwa nicht?

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Die wildesten Dinge können einer Tagträumerin passieren, und wenn eine ein Lied davon singen kann, dann Florence Welch: die 25-Jährige hat in den letzten Jahren mehr erlebt als manch einer in einem ganzen Leben. Ihr Debütalbum, das sie in ihrem Südlondoner Schlafzimmer erträumt hatte, fegte einmal rund um den Globus durch sämtliche Charts, verkaufte sich über drei Millionen Mal und bescherte ihr nicht nur den renommierten Preis in der Kategorie „Bestes Album“ bei den BRIT Awards, sondern auch einen Stammplatz im kollektiven Pop-Bewusstsein. Inzwischen ist sie wirklich überall gewesen: Diese junge Dame hat die ganze Welt gesehen, und die ganze Welt hat sie gesehen – und bestaunt, bejubelt. Nach einigen Monaten, die sie zuletzt in ihrem geliebten London mit dem Schreiben von neuen Songs sowie im Studio zugebracht hat, meldet sich Florence nun zurück und präsentiert ihren zweiten Longplayer: „Ceremonials“ ist ein unglaublich rundes, in sich fast schon erschreckend schlüssiges Album, vorgelegt von einer experimentierfreudigen Künstlerin in Höchstform; es ist der ultimative Beweis für ihren „unverbesserlichen Hang zum Maximalismus“, wie Florence selbst sagt. Beispiele für diesen Hang: Der treibende Optimismus von „Spectrum“, einer Song gewordenen Epiphanie; die dicht gedrängten Reihen und der majestätische Galopp von Tracks wie „All This And Heaven Too“ und „Shake It Out“; dann triumphal-leidenschaftliche Schlachtrufe wie „No Light No Light“ und „Heartlines“ – lässt man „Ceremonials“ als Ganzes länger auf sich wirken, so fällt vor allem auf, mit wie viel Selbstbewusstsein sich diese junge Musikerin auf ihrem Zweitwerk präsentiert.

„Ich hab tatsächlich zum ersten Mal ein Album mit einem übergreifenden und zusammenhängenden Sound aufgenommen“, berichtet Florence. „So gesehen ist es im wahrsten Sinne des Wortes ein Studioalbum: eine Ansammlung von Songs, die zusammen ein Bild von dem Punkt ergeben, an dem ich momentan in meinem Leben stehe.“

„Ceremonials“ entstand diesen Sommer im legendären Studio 3 der Abbey Road Studios, wo sich Florence mitsamt ihrer Band für fünf Wochen einquartierte; eine entscheidende Rolle spielte dabei auch dieses Mal ihr Stammproduzent Paul Epworth. Gemeinsam mit ihm ist in diesen 35 Tagen ein massives Art-Pop-Feuerwerk entstanden, das einerseits extrem sanft und einfühlsam klingen kann, doch zugleich immer wieder abhebt und über einen hinwegschwappt wie eine gewaltige Flutwelle aus Emotion und Atmosphäre. „Ceremonials“ ist ein äußerst vielschichtiges Werk, das die Konventionen des klassischen Pop aufdröselt, sie kurzerhand durch ein schwarzes Loch feuert, um die Einzelteile dann wieder zu einem futuristisch-urwüchsigen Rundumschlag zu kombinieren. Untermauert und getragen wird das alles von Florences betörender, episch anmutender Stimme. Ein reifes Meisterwerk also, mit dem die Sängerin beweist, dass die Popkultur auf Dauer mit ihr rechnen darf.

„Ich würde sagen, es ist ein Album von einer, die so langsam zu einer Frau heranwächst, die quasi erwachsen wird. Und es handelt natürlich auch von all den Problemen, die damit einhergehen“, so Florence. „‘Lungs’ war hingegen eher die Musik von einer, die damit kämpft, Teenager und Erwachsene zugleich sein zu wollen. Das hier ist wohl eher die Platte von einer, die nun erwachsen werden will – und es wahrscheinlich dann doch nicht so ganz schafft.“

Ein Wort zum Heranwachsen: Die heute 25-jährige Musikerin, die einst ihr Studium an der Kunstakademie hinschmiss, ist größtenteils im Strudel ihres internationalen Erfolgs und somit im Rampenlicht aufgewachsen. Im Jahr 2010 eroberte sie auch die Staaten auf spektakuläre Weise, als ihr Mega-Hit „Dog Days“ die Verkaufs- und Airplay-Charts gleichermaßen dominierte. Dann schrieb sie einen überwältigenden Song für den Soundtrack zum Film „Eclipse“ aus der „Twilight“-Saga und präsentierte „Dog Days“ bei der Verleihung der MTV VMAs – spätestens da schaute die ganze Welt auf sie. Knapp eine Milliarde Menschen verfolgte diese Performance am Bildschirm, und tags darauf war niemand so gefragt bei Google wie Florence...

Letztes Jahr konnte man sie dann auf den größten TV- und Live-Bühnen der Welt bewundern: bei „Saturday Night Live“, „Good Morning America“ und dem „Colbert Report“ genauso wie bei den Verleihungen der 53. Grammy Awards – hier präsentierte sie als Teil einer weiblichen All-Star-Gruppe eine Hommage an Aretha Franklin und war selbst als „Best New Artist“ nominiert –, der 83. Academy Awards oder auch bei Anna Wintours jährlichem Met Ball, ganz zu schweigen von der Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo, wo sie ebenfalls auftreten durfte. Die Redakteure des Time Magazine wählten sie auf Platz #51 der einflussreichsten Menschen des Jahres 2011. Zudem hat sich die Stil-Vorreiterin inzwischen offiziell als waschechte Fashion-Ikone etabliert. Florence hat mit ihren musikalischen Vorbildern und Helden abgehangen, hat deren Segen und Lobgesänge mit auf den Weg bekommen. Selbst Beyoncé hat kein Geheimnis daraus gemacht, dass der Sound von Florence + The Machine ihr letztes Album sehr stark geprägt hat.

„Auf jeden Fall ist das dieses Mal eine ganz andere Nummer, so ein Album aufzunehmen, von dem du weißt, dass viele Menschen darauf warten“, meint sie, „trotzdem habe ich zumindest versucht, einfach das zu tun, was ich so oder so getan hätte. Es ist ein schlichtweg ein Versuch, genau die Art von Musik zu machen, die ich selbst hören will: dramatische und überdimensionale und dabei irgendwie unheimlich klingende Musik. Am allerwichtigsten ist mir, dass man sich als Zuhörer erstmal überwältigt davon fühlt. Ich will also unbedingt erreichen, dass die Leute etwas dabei fühlen.“ Das lässt sich tatsächlich nicht vermeiden: Anstatt ein Zweitwerk vorzulegen, das wie sonst so oft nach dem Motto „sich verkaufen und ab sofort billigen Pop machen“ entstanden ist, legt Florence mit „Ceremonials“ ein sehr viel sperrigeres und experimentelleres Album vor: „Ich wollte die Aggression, die in dem Sound mitschwingt, noch weiter ausreizen“, berichtet sie. „Mehr Druck vom Schlagzeug, krassere Bass-Sounds: alles musste so groß und druckvoll wie möglich sein. Dazu haben wir dieses Mal auch viel mit elektronischen Sounds herumexperimentiert, allerdings sind wir insgesamt doch bei einem Album gelandet, das eher organisch klingt. Das Ganze ist eine Art organisiertes Chaos.“

Seit der Zeit, als Florence Welch noch zur Kunsthochschule und auf Partys in besetzten Häusern ging, sie in schäbigen Kneipen auftrat, ist extrem viel passiert: Ihr Erfolg hat sie locker um die Welt und ins All befördert. Mit „Ceremonials“ kehrt sie jedoch wieder zurück auf die Erde und tut das, was sie am besten kann: Sie macht Musik, die nach vorne schaut, sich nicht klassifizieren lässt, einen einfach nur aufwühlt und umhaut. Es gibt Künstler, die legen ein erfolgreiches Debütalbum vor und wenden sich dann mit ihrem Nachfolger bewusst gegen dieses Debüt; sie wehren sich quasi gegen alles, was den Leuten am Erstling gefallen hat. „Selbst wenn ich das wollte, würde ich das niemals schaffen!“, so Florence. „‘Lungs’ hat doch eher wie ganz viele Alben auf einmal funktioniert, deshalb könnte ich nie sagen, wovon ich mich da abwenden würde.“ Stattdessen hat Florence Welch all die unterschiedlichen Versprechen eingelöst, die sie auf „Lungs“ gemacht hat: „Es klingt also massiv und gewaltig? Tja, ich kann wohl nicht anders. Ich mag es nun mal, wenn einen etwas wirklich umhaut und einem die Schuhe auszieht. Wenn es möglich ist, dass ich mit derartigen Gefühlen auf diese Songs reagiere, dann kann es doch auch gut sein, dass sich andere Leuten ähnlich dabei fühlen. Und genau darum geht es doch wohl, oder etwa nicht?

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Die wildesten Dinge können einer Tagträumerin passieren, und wenn eine ein Lied davon singen kann, dann Florence Welch: die 25-Jährige hat in den letzten Jahren mehr erlebt als manch einer in einem ganzen Leben. Ihr Debütalbum, das sie in ihrem Südlondoner Schlafzimmer erträumt hatte, fegte einmal rund um den Globus durch sämtliche Charts, verkaufte sich über drei Millionen Mal und bescherte ihr nicht nur den renommierten Preis in der Kategorie „Bestes Album“ bei den BRIT Awards, sondern auch einen Stammplatz im kollektiven Pop-Bewusstsein. Inzwischen ist sie wirklich überall gewesen: Diese junge Dame hat die ganze Welt gesehen, und die ganze Welt hat sie gesehen – und bestaunt, bejubelt. Nach einigen Monaten, die sie zuletzt in ihrem geliebten London mit dem Schreiben von neuen Songs sowie im Studio zugebracht hat, meldet sich Florence nun zurück und präsentiert ihren zweiten Longplayer: „Ceremonials“ ist ein unglaublich rundes, in sich fast schon erschreckend schlüssiges Album, vorgelegt von einer experimentierfreudigen Künstlerin in Höchstform; es ist der ultimative Beweis für ihren „unverbesserlichen Hang zum Maximalismus“, wie Florence selbst sagt. Beispiele für diesen Hang: Der treibende Optimismus von „Spectrum“, einer Song gewordenen Epiphanie; die dicht gedrängten Reihen und der majestätische Galopp von Tracks wie „All This And Heaven Too“ und „Shake It Out“; dann triumphal-leidenschaftliche Schlachtrufe wie „No Light No Light“ und „Heartlines“ – lässt man „Ceremonials“ als Ganzes länger auf sich wirken, so fällt vor allem auf, mit wie viel Selbstbewusstsein sich diese junge Musikerin auf ihrem Zweitwerk präsentiert.

„Ich hab tatsächlich zum ersten Mal ein Album mit einem übergreifenden und zusammenhängenden Sound aufgenommen“, berichtet Florence. „So gesehen ist es im wahrsten Sinne des Wortes ein Studioalbum: eine Ansammlung von Songs, die zusammen ein Bild von dem Punkt ergeben, an dem ich momentan in meinem Leben stehe.“

„Ceremonials“ entstand diesen Sommer im legendären Studio 3 der Abbey Road Studios, wo sich Florence mitsamt ihrer Band für fünf Wochen einquartierte; eine entscheidende Rolle spielte dabei auch dieses Mal ihr Stammproduzent Paul Epworth. Gemeinsam mit ihm ist in diesen 35 Tagen ein massives Art-Pop-Feuerwerk entstanden, das einerseits extrem sanft und einfühlsam klingen kann, doch zugleich immer wieder abhebt und über einen hinwegschwappt wie eine gewaltige Flutwelle aus Emotion und Atmosphäre. „Ceremonials“ ist ein äußerst vielschichtiges Werk, das die Konventionen des klassischen Pop aufdröselt, sie kurzerhand durch ein schwarzes Loch feuert, um die Einzelteile dann wieder zu einem futuristisch-urwüchsigen Rundumschlag zu kombinieren. Untermauert und getragen wird das alles von Florences betörender, episch anmutender Stimme. Ein reifes Meisterwerk also, mit dem die Sängerin beweist, dass die Popkultur auf Dauer mit ihr rechnen darf.

„Ich würde sagen, es ist ein Album von einer, die so langsam zu einer Frau heranwächst, die quasi erwachsen wird. Und es handelt natürlich auch von all den Problemen, die damit einhergehen“, so Florence. „‘Lungs’ war hingegen eher die Musik von einer, die damit kämpft, Teenager und Erwachsene zugleich sein zu wollen. Das hier ist wohl eher die Platte von einer, die nun erwachsen werden will – und es wahrscheinlich dann doch nicht so ganz schafft.“

Ein Wort zum Heranwachsen: Die heute 25-jährige Musikerin, die einst ihr Studium an der Kunstakademie hinschmiss, ist größtenteils im Strudel ihres internationalen Erfolgs und somit im Rampenlicht aufgewachsen. Im Jahr 2010 eroberte sie auch die Staaten auf spektakuläre Weise, als ihr Mega-Hit „Dog Days“ die Verkaufs- und Airplay-Charts gleichermaßen dominierte. Dann schrieb sie einen überwältigenden Song für den Soundtrack zum Film „Eclipse“ aus der „Twilight“-Saga und präsentierte „Dog Days“ bei der Verleihung der MTV VMAs – spätestens da schaute die ganze Welt auf sie. Knapp eine Milliarde Menschen verfolgte diese Performance am Bildschirm, und tags darauf war niemand so gefragt bei Google wie Florence...

Letztes Jahr konnte man sie dann auf den größten TV- und Live-Bühnen der Welt bewundern: bei „Saturday Night Live“, „Good Morning America“ und dem „Colbert Report“ genauso wie bei den Verleihungen der 53. Grammy Awards – hier präsentierte sie als Teil einer weiblichen All-Star-Gruppe eine Hommage an Aretha Franklin und war selbst als „Best New Artist“ nominiert –, der 83. Academy Awards oder auch bei Anna Wintours jährlichem Met Ball, ganz zu schweigen von der Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo, wo sie ebenfalls auftreten durfte. Die Redakteure des Time Magazine wählten sie auf Platz #51 der einflussreichsten Menschen des Jahres 2011. Zudem hat sich die Stil-Vorreiterin inzwischen offiziell als waschechte Fashion-Ikone etabliert. Florence hat mit ihren musikalischen Vorbildern und Helden abgehangen, hat deren Segen und Lobgesänge mit auf den Weg bekommen. Selbst Beyoncé hat kein Geheimnis daraus gemacht, dass der Sound von Florence + The Machine ihr letztes Album sehr stark geprägt hat.

„Auf jeden Fall ist das dieses Mal eine ganz andere Nummer, so ein Album aufzunehmen, von dem du weißt, dass viele Menschen darauf warten“, meint sie, „trotzdem habe ich zumindest versucht, einfach das zu tun, was ich so oder so getan hätte. Es ist ein schlichtweg ein Versuch, genau die Art von Musik zu machen, die ich selbst hören will: dramatische und überdimensionale und dabei irgendwie unheimlich klingende Musik. Am allerwichtigsten ist mir, dass man sich als Zuhörer erstmal überwältigt davon fühlt. Ich will also unbedingt erreichen, dass die Leute etwas dabei fühlen.“ Das lässt sich tatsächlich nicht vermeiden: Anstatt ein Zweitwerk vorzulegen, das wie sonst so oft nach dem Motto „sich verkaufen und ab sofort billigen Pop machen“ entstanden ist, legt Florence mit „Ceremonials“ ein sehr viel sperrigeres und experimentelleres Album vor: „Ich wollte die Aggression, die in dem Sound mitschwingt, noch weiter ausreizen“, berichtet sie. „Mehr Druck vom Schlagzeug, krassere Bass-Sounds: alles musste so groß und druckvoll wie möglich sein. Dazu haben wir dieses Mal auch viel mit elektronischen Sounds herumexperimentiert, allerdings sind wir insgesamt doch bei einem Album gelandet, das eher organisch klingt. Das Ganze ist eine Art organisiertes Chaos.“

Seit der Zeit, als Florence Welch noch zur Kunsthochschule und auf Partys in besetzten Häusern ging, sie in schäbigen Kneipen auftrat, ist extrem viel passiert: Ihr Erfolg hat sie locker um die Welt und ins All befördert. Mit „Ceremonials“ kehrt sie jedoch wieder zurück auf die Erde und tut das, was sie am besten kann: Sie macht Musik, die nach vorne schaut, sich nicht klassifizieren lässt, einen einfach nur aufwühlt und umhaut. Es gibt Künstler, die legen ein erfolgreiches Debütalbum vor und wenden sich dann mit ihrem Nachfolger bewusst gegen dieses Debüt; sie wehren sich quasi gegen alles, was den Leuten am Erstling gefallen hat. „Selbst wenn ich das wollte, würde ich das niemals schaffen!“, so Florence. „‘Lungs’ hat doch eher wie ganz viele Alben auf einmal funktioniert, deshalb könnte ich nie sagen, wovon ich mich da abwenden würde.“ Stattdessen hat Florence Welch all die unterschiedlichen Versprechen eingelöst, die sie auf „Lungs“ gemacht hat: „Es klingt also massiv und gewaltig? Tja, ich kann wohl nicht anders. Ich mag es nun mal, wenn einen etwas wirklich umhaut und einem die Schuhe auszieht. Wenn es möglich ist, dass ich mit derartigen Gefühlen auf diese Songs reagiere, dann kann es doch auch gut sein, dass sich andere Leuten ähnlich dabei fühlen. Und genau darum geht es doch wohl, oder etwa nicht?

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