Mit der zweiten Scheibe ist endlich die Energie der Live-Konzerte eingefangen worden; zudem ist auch kompositorisch ein roter Faden zu erkennen. An einigen Stellen meint man gar die Ramones rauszuhören. Ansonsten ist wirklich noch weniger Gesang, als bei der EP oder dem ersten Album zu hören. Alle Songs werden geradlinig rausgerotzt - aber seit wann verbindet sich Rock mit filigranem Gesang? Wer Reibeisenstimmen und 3-Akkorde-Rock nicht mag, sollte hier die Finger weglassen!
Diejenigen jedoch, die mit der Street-Credibility - ob nun authentisch oder nicht - etwas anfangen können, dürfen eine Hörprobe und den Kauf riskieren. Als Maßstab sollte im übrigen die Single nicht unbedingt heran gezogen werden, sie ist nicht gerade beispielhaft gewählt. Der Sound ist deutlich besser, als auf den vergangenen Produktionen und die Scheibe rockt wirklich vom ersten bis zum letzten Ton. Leider ist die Spielzeit, trotz der 10 Songs recht dünn. Über das viele Touren scheint das Studio etwas zu kurz gekommen zu sein.