Nachdem ich mir diesen Mäuse-Ratgeber gekauft hatte, habe ich mich ernsthaft gefragt, warum dieser nicht der erste war und ich erst noch Geld für all die anderen ausgegeben habe! Bei diesem Büchlein finden sich wirklich nur positive Ansatzpunkte:
- Bei der Frage, ob Mäuse für Kinder geeignet sind legt sich der Autor nicht auf ein bestimmtes Alter fest oder lehnt es komplett ab, dass die Tiere von Kindern gehalten werden, sondern stellt klar, dass dies immer auf das jeweilige Kind ankommt. Schließlich gibt es auch genug Erwachsene, die nicht in der Lage sind für sich selbst zu sorgen.
- Mögliche Krankheiten, Parasitenbefall und deren Erkennung werden gut verständlich erläutert, auch wenn man noch etwas genauer auf die Ursachen für z.B. Milbenbefall (Einschleppung durch fremde Tiere, verseuchte Streu/Futter...) hätte eingehen können.
- Bei dem Kapitel über Mäusenachwuchs ist dieses das EINZIGE!!! Buch in dem eine Abbildung zur Geschlechterbestimmung bei jungen Mäusen vorhanden ist. Es ist zwar immer wieder schön zu lesen, dass der Abstand von After und Geschlechtsöffnung beim Männchen doppelt so groß ist, wie beim Weibchen, aber das soll mal einer anwenden, wenn er den Unterschied noch nie im Vergleich GESEHEN hat! Das ist besonders wichtig für die Vermeidung unerwünschten Nachwuchses, denn wer sich die Mausis in einem der großen Baumärkte mit Zooabteilung holen möchte, dem kann es passieren, dass das Personal nicht ordentlich geschult ist und es zu "Verwechslungen" kommt.
- Gut ist auch, dass er anspricht, dass es auch durchaus vorkommen kann, dass sich eine Maus für ein Leben als Einzelgänger entscheidet oder bei der Partnerwahl äußerst wählerisch sein kann. Bei anderen Büchern hat man das Gefühl die Maus würde jämmerlich zu Grunde gehen, wenn sie auch nur einen Tag allein zubringen würde!
Das sind so meine favorisierten Punkte, in denen sich das Buch doch sehr von anderer Literatur abhebt. Ich kann es nur weiterempfehlen, vor allem wenn man mit dem Gedanken spielt, sich Mausis anzuschaffen.
KAUFEN!