Aus der Amazon.de-Redaktion
Wie bei vielen stilistisch überzeugenden Thrillern macht es auch bei
Flightplan mehr Spaß, sich den Film anzuschauen, als darüber nachzudenken. Bei diesem in hermetisch abgeschlossener Atmosphäre spielendem Krimi gibt es viel zu bestaunen: eine Triebwerk-Ingenieurin und trauernde Witwe (Jodie Foster) begleitet ihre sechsjährige Tochter (und den Sarg, in dem sich die Leiche ihres verstorbenen Mannes befindet) bei einem Transatlantikflug an Bord eines brandneuen Jumbos, den sie mitentwickelte, und sie sieht sich dem Albtraum jeder Mutter gegenüber, als ihre Tochter (Marlene Lawston) vermisst wird. Aber wie kann das sein? Bildet sie sich das alles nur ein? Sind die Flugzeugcrew, der Kapitän (Sean Bean) und ein scheinbar mitfühlender Sky Marshal (Peter Sarsgaard) Teil einer Verschwörung und Entführung? Der deutsche Regisseur Robert Schwentke versucht dem Dilemma der Mutter alles abzugewinnen, und Fosters intensive, aber dennoch subtil nuancierte Darstellung (die zu einem guten Teil auf der nach dem Elften September vorherrschenden Paranoia fußt) gibt der Achterbahn der Gefühle, die den Zuschauer bei der Sache halten soll, eine Richtung.
Aber leider ist dieser Abklatsch von Hitchcocks Eine Dame verschwindet (und, nicht zu vergessen, Otto Premingers Bunny Lake ist verschwunden) viel zu absurd, um wirklich Sinn zu ergeben. Flightplan liefert dem Zuschauer Einblicke in das hochtechnisierte Innenleben eines Jumbo-Jets, und die Spannung hält sich auf intelligente Art und Weise bis zu einem als Katharsis wirkenden Ende hin, aber die arg konstruierte Handlung hält einer genaueren Betrachtung nicht Stand. Das Beste, was man hier machen kann, ist, den Sicherheitsgurt anzulegen und den Film auf rein emotionaler Ebene zu genießen eine Vorgehensweise, die sich auch bei Panic Room bewährt hat, Fosters vorherigem Thriller über Mutter und Tochter, die sich in Gefahr befinden.--Jeff Shannon
VideoMarkt
Die verwitwete Flugzeugingenieurin Kyle Pratt befindet sich mit ihrer sechsjährigen Tochter Julia auf dem Rückflug von Berlin in die Staaten. Der Sarg des Gatten lagert im Frachtraum und soll in heimatlicher Erde beigesetzt werden. Kaum ist die Maschine abgehoben, schläft die Frau erschöpft ein. Als sie aufwacht, ist ihr Kind verschwunden. Spurlos. Angeblich hat es niemand gesehen. Man versucht der Mama zu erklären, dass Julia nie an Bord gewesen ist. Doch die Mutter lässt sich nicht für verrückt erklären.
Video.de
Mit seinem namhaft besetzten Hollywood-Debüt eroberte der deutsche Regisseur Robert Schwentke ("Tattoo", "Eierdiebe") sogleich die internationalen Chartspitzen. Knapp zwei Millionen hiesige Suspense-Fans weideten sich an Jodie Fosters überzeugend präsentierter Paranoia, passend kontrastiert von der coolen Nonchalance des Jungstars Peter Sarsgaard ("Der verbotene Schlüssel") als toughem Air Marshal. Ein handwerklich einwandfrei umgesetzter, packender Klaustrophobie-Krimi.
stern
Über den halb spannenden, halb ärgerlichen Flugzeug-Thriller wurde wahrlich schon genug geschimpft. (Etwa: Logiklöcher so groß, dass man darin einen Airbus verstecken könnte.) Deshalb hier und jetzt -- positiv denken! Der Regisseur des Films mit Hauptdarstellerin Jodie Foster ist nämlich ein Deutscher, Robert Schwentke, geboren in Stuttgart. Ein anderer deutscher Regisseur, der Frankfurter Marcus Nispel, arbeitet mit Sarah Michelle Gellar; der Münchner Mennan Yapo ("Lautlos") mit Sandra Bullock; der Hamburger Oliver Hirschbiegel ("Der Untergang") mit Nicole Kidman. Wir sind Hollywood.
Blickpunkt: Film
Im Klima globaler Verunsicherung über die Bedrohung des Flugverkehrs findet das US-Debüt von 'Tattoo'-Regisseur Robert Schwentke einen idealen atmosphärischen Nährboden für eine packende Thrillerstory über den Kampf einer Mutter um ihre vielleicht an Bord spurlos verschwundene Tochter und ihren vielleicht von einem familiären Trauma destabilisierten Verstand.
Im Spannungsfeld zwischen begründeten Ängsten und der Gefahr von Hysterie und Paranoia - ein Spiegel der aktuellen Befindlichkeit der westlichen Welt - variiert das Drehbuch von Peter A. Dowling und Billy Ray klassische Motive. In 'Flight Plan' finden sich Spurenelemente aus der Sixties-Kultserie 'Unglaubliche Geschichten' (Episode: 'Porträt eines ängstlichen Mannes'), aus Otto Premingers Thriller 'Bunny Lake ist verschwunden' oder auch 'Die Vergessenen'. In den ersten Szenen wird die psychische Fragilität der Hauptfigur Kyle Pratt (Jodie Foster) geoutet, die in Berlin mit ihrem Mann spricht und ihn an ihrer Seite sieht, obwohl er vor Tagen tragisch ums Leben gekommen ist. Ein Flugzeug-Mobile im Zimmer der sechsjährigen Tochter deutet das bevorstehende Drama, Kreisfahrten auf dem Flughafen die Desorientierung der Mutter an, die hier ihre Tochter erstmals aus den Augen verliert. Mit einer flüssigen Kamerafahrt (Florian Ballhaus ganz in der Tradition des Vaters), die durch verschiedenen Etagen über die Sitze führt und in einem eleganten und verblüffenden Schwenk endet, wird man mit dem zentralen Schauplatz vertraut gemacht. Das Flugzeug, das Kyle und den Sarg ihres Mannes nach New York bringen soll, ist ein fiktiver, spektakulär designter High-Tech-Jumbo, dessen unterschiedliche Ebenen die Story optisch und dramaturgisch elementar unterstützen. Vergleichbar wichtig auch für die Plotentwicklung ist der Beruf der Hauptfigur, die als Antriebsingenieurin das Innenleben eines Flugzeugs besser kennt als die Crew. In der ersten halben Stunde demonstriert 'Flight Plan' ein exzellentes Zusammenspiel aller Kräfte vor und hinter der Kamera, um die Situation, die Räumlichkeit und den psychischen Status der Protagonistin zu etablieren. Als diese für ein paar Stunden einnickt, erwartet sie ein Schock. Ihre Tochter ist spurlos verschwunden, wird nach einer Suchaktion nicht gefunden und soll schließlich, zur Überraschung auch des Air Marshals (Peter Sarsgaard), gar nicht an Bord gewesen sein. Niemand hat sie gesehen, kein Boarding Pass existiert und ein Anruf des Kapitäns (Sean Bean) in Berlin enthüllt dafür letztlich einen tragischen Grund. Jodie Foster, die ähnlich wie in 'Panic Room' in einem begrenzten Raum um das Leben ihres Kindes kämpft, spielt gewohnt intensiv das aggressive Muttertier, das die Crew unter Druck setzt, Chaos stiftet und schließlich Amok läuft, bis alle Passagiere im Geiste den Einlieferungsschein für die Psychiatrie unterzeichnen. Als Zuschauer glaubt man natürlich nie, dass ein posttraumatisches Stressyndrom oder gar einige arabische Passagiere mit Düsterblick die Situation erklären. Denn Vorurteile anzuheizen kann sich ein solcher Film genauso wenig leisten, wie sein großes Rätsel mit einer psychischen Konstellation oder einem bösen Traum zu beantworten. Erwartungsgemäß ist der Aufbau des Mysteriums perfekter gelöst als seine Klärung, gibt es Glaubwürdigkeitsprobleme im letzten Drittel, das Foster im Attacke-Modus in den spannenden Endkampf schickt. Trotzdem ist 'Flight Plan' insgesamt überzeugender, psychologisch dichter und eleganter visualisiert als der thematische Verwandte 'Red Eye'. Mit diesem Genre-Ticket wird sich Robert Schwentke als Thriller-Spezialist in Hollywood einführen, auch wenn er darin vielleicht ein 'Tattoo' sieht, das er bald entfernen möchte. kob.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Spannender Thriller um den verzweifelten Kampf einer Mutter, deren kleine Tochter während eines Atlantik-Flugs spurlos verschwindet.
Kurzbeschreibung
Kyle Pratt und ihre sechsjährige Tochter Julia befinden sich auf der Heimreise von Berlin in die USA. Zunächst verläuft ihr Flug völlig normal und ohne Zwischenfälle. Doch dann passiert das Unfassbare: Julia verschwindet spurlos. In 10.000 Metern Höhe. Weder Passagiere noch Mitglieder der Crew können sich daran erinnern, Julia überhaupt jemals an Bord gesehen zu haben. Als der Name ihrer Tochter nicht einmal auf der Passagierliste auftaucht, glaubt Kyle, den Verstand zu verlieren. Am Rande der Verzweiflung versucht sie, das Rätsel um das Verschwinden ihrer Tochter zu lösen...
Produktbeschreibungen
Endlich kann Kyle (Jodie Foster) mit ihrer zehnjährigen Tochter die Heimreise von Berlin in die Vereinigten Staaten antreten. Zunächst verläuft ihr Flug völlig normal und ohne Zwischenfälle. Doch dann passiert das Unfassbare: Kyles Tochter verschwindet spurlos. Mitten im Flugzeug. In 10.000 Meter Höhe. Für die junge Mutter beginnen Stunden des nackten Horrors, denn an Bord findet sich niemand, der ihr glaubt oder ihre Tochter überhaupt gesehen hat. Am Rande der Verzweiflung, muss sie die Möglichkeit in Betracht ziehen, ihren Verstand verloren zu haben. Dennoch dämmert ihr langsam das Unfassbare: dass sie an Bord dieses Flugzeugs nichts und niemandem