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Joss ist überzeugt davon, "dass den Dingen ein geheimes, bösartiges Leben innewohnte", heißt es in Fred Vargas' Roman Fliehe weit und schnell. Und so überrascht es den Ausrufer nicht, dass viele Pariser einen Zusammenhang herstellen zwischen seinen schaurigen Meldungen und den gespenstisch ermordeten Todesopfern, an deren Türen geheimnisvolle Zeichen prangen. Auch Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg glaubt an einen Zusammenhang, nicht aber an einen mysteriösen. Und so beginnt er mit den Mitteln der Logik in diese Richtung zu ermitteln.
Mystik-Krimis haben Hochkonjunktur, und neben allerlei Hannibal Lecters finden vor allem auch Massenmord-Thriller mit religiös gespenstisch ummäntelter Symbolik reißenden Absatz. Für Fans dieser Sparte ist Fliehe weit und schnell nachgerade der ideale Lesestoff. Man darf gespannt sein, wie viel Zeit bis zur Verfilmung noch vergehen wird. Bis dahin kann man es sich mit dem Buch ja auf dem Sofa zu gruseliger Unterhaltung gemütlich machen. --Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Während die gesprochenen Inhalte zwischen ernst, witzig, schräg und skurril hin- und herwechseln, muten die beschreibenden Inhalte teils fast philosophisch an. Dieses wunderbare Buch lebt von einer spannenden Story, einem exzellenten Stil, wunderbar skurrilen Charakteren mit einer jeweils eigenen faszinierenden Geschichte, die Vargas intensiv, aber dennoch distanziert zum Leben erweckt, und einem unglaublichen Pariser Charme, der verhindert, es vor dem Schluss überhaupt aus der Hand zu legen.
Gleichzeitig tauchen in den ersten Häusern in Paris an Wohnungstüren spiegelverkehrte Vieren auf. Dann taucht der erste Tote auf. Die Pest in Paris? Kommissar Adamsberg ermittelt und taucht dazu in die Welt des Mittelalters und der Pest, aber auch die abgeschottete soziologisch-eigene Welt von bestimmten Teilen Paris ein. Liebenswert schrullig, ohne Gedächtnis für Namen, Orte, Zeiten wirkt Adamsberg und sein genau entgegengesetzter Stellvertreter absolut liebenswert.
Wirkt alles am Anfang noch recht gewöhnungsbedürftig, besonders der Beruf des Ausrufers, entwickelt das Buch schnell einen Sog, der einen so schnell nicht wieder losläßt. Alles was klar wirkte, wird am Ende wieder unklar. Das Ende ist jedenfalls überraschend und die Spannung darauf ist das Buch schon alleine Wert.
Übrigens wurde dieses Buch mit dem Deutschen Krimipreis 2004, dem Preis der französischen Buchhändler und dem Preis der Leserinnen der Zeitschrift "Elle" ausgezeichnet.
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