Der deutsche Titel, übrigens keineswegs die Übersetzung des Originaltitels, sondern frei erfunden, beschreibt treffend die Methode, die diesen Roman spannend macht. Er mutet an wie ein nicht enden wollender Alptraum. Die Protagonistin Bonnie versucht, sich und ihre kleine Tochter vor einer nicht greifbaren, aber immer drängender werdenden Bedrohung in Sicherheit zu bringen, und kann es doch nicht. Man möchte sie anschreien: Nun lauf doch endlich weg! Aber Bonnie ist in ihre unklaren Gefühle und ihre Vergangenheit verstrickt wie in ein Spinnennetz.
Joy Fielding schöpft es aus fast bis zum Zerreißen. Man kann sich darüber streiten, ob das ein probates Mittel ist, um einen spannenden Roman zu schreiben. Hier hat es jedenfalls funktioniert. Auch wenn es bisweilen hart an der Grenze zum Überspannen des Bogen geht. Die Story selbst tritt bei all der Panikmache eher in den Hintergrund, obwohl sie es eigentlich gar nicht verdient. Alles in allem ein typischer Fielding, für den Moment ungemein fesselnd, aber zum Mehrfachlesen eher ungeeignet.