Dr. Russ Marvin (Hugh Marlowe) arbeitet für die US-Regierung an einem Weltraumforschungsprogramm. Unterstützt wird er dabei von Carol (Joan Taylor), die zunächst seine Sekretärin war, und inzwischen seine Frau wurde. Dank Carols Vater, einem General, hat Russ gute Verbindungen nach oben. Die braucht er auch bald, denn von oben kommen seine Aufträge, nicht zuletzt die Raumschiffe, die neuerdings immer öfter gesehen werden. Da keine richtige Kommunikation gelingt, machen sich die ausserirdischen UFO-Piloten bald einmal zur Zielscheibe. Doch Russ kann schliesslich noch mit ihnen in Kontakt treten, und das ist auch nötig, die Absichten der Aliens sind nicht nur friedlich.
In den 1950er-Jahren hatten ausserirdische Invasoren erstmals Hochkonjunktur im Kino. Als Parabel zum kalten Krieg wurde ein mögliches Szenario einer ungeliebten Übermacht gezeigt. In diesem Schema bewegt sich "Earth vs. The Flying Saucers" (Columbia Pictures, 1956) weitgehend. Bemerkenswert an diesem Film sind wie so oft die Spezialeffekte von Ray Harryhausen. Hier sind es vorab die Raumschiffe, die er mit seinen Stop-Motion-Tricks in Bewegung versetzte. Dabei entstanden einige Aufnahmen, die für das Genre aus dieser Zeit sehr typisch wurden, und die 40 Jahre später von Tim Burton in "Mars Attacks!" genüsslich zitiert und auf die Schippe genommen wurden. Die Geschichte ist in etwa dem üblichen Ablauf entnommen: Forscher (natürlich männlich) entdeckt UFOs, warnt davor, wird nicht ernst genommen und muss am Schluss helfen, den Schlamassel wieder zu beheben, das Ganze noch angereichert mit Schiessfreudigkeit und Patriotismus.
Der Film läuft auf der Sony-DVD 80 Minuten. Das lässt reichlich Platz für Bonusmaterial, der erfreulicherweise auch genutzt wurde. Neben einigen Trailern und einer Bildergalerie gibt es den üblichen Beitrag "This is Dynamation!" und zwei weitere Beiträge über das Schaffen von Ray Harryhausen und seine Mitarbeit am Film. Der erste davon ist ca. 9 Minuten langer Interview-Beitrag zu diesem Film, moderiert vom bekannten Regisseur Joe Dante, das zweite eine knapp 1-stündige Dokumentation über Ray Harryhausen und seine Arbeit. Den Film gibt es in einer Fassung zu sehen, die teilweise keinen deutschen Ton hat, aber diese Sequenzen halten sich im Rahmen. Es gibt eine anständige Auswahl an Audio- und Untertitelsprachen. Gemessen am Alter macht das schwarz-weisse Bild im Format 1,85:1 (16:9) einen ordentlichen Eindruck, ebenso der Ton.
Fazit: einer der wichtigsten Science-Fiction-Filme seiner Zeit auf einer standesgemässen DVD. Das gibt 4 von 5 Antennenschüsseln und eine Durchsage aus dem Telepathie-Lautsprecher.