Ich kann absolut nicht verstehen, wieso dieses Buch eine dermaßen positive Bewertung erhalten hat. Anscheinend hat keiner derer, der mehr als drei Sterne gegeben hat, jemals vorher einen historischen Roman gelesen.
Schon von Anfang an ist mir aufgefallen, dass die benutzte Sprache absolut nicht in den historischen Kontext passt. Die Sprache ist nicht nur viel zu modern, sondern auch ausgesprochen simpel und daher definitiv unpassend. Nicht nur in den Dialogen ist das so, was ja vielleicht noch verständlich wäre, sondern auch im restlichen gesamten Text.
Schrecklich sind auch die zahlreichen grammatikalischen Fehler, die immer wieder auftauchen. Mal gibt es in einem Satz kein Subjekt, mal ist ein Wort überflüssig, das den Sinn verändert, mal fehlt einfach ein Punkt, der einen Satz vom nächsten trennt. So etwas ist vielleicht in Ordnung, wenn das ein- oder zweimal passiert, aber diese Fehler bleiben quasi in keinem der Kapitel aus.
Man muss sich durch dieses Buch regelrecht hindurchquälen. Eigentlich geht es in der Geschichte um Luise, die ihren Bruder finden will. Doch ein roter Faden ist dennoch überhaupt nicht vorhanden, beispielsweise werden ständig für die gesamte Geschichte vollkommen unwichtige Ereignisse viel zu genau beschrieben und man fragt nach dem Sinn dieser Beschreibungen, die Frage bleibt dann allerdings unbeantwortet.
Auch stimmen die historischen Fakten nicht, wie bereits erwähnt wurde.
Alles in allem kann man also sagen, dass dieses Buch keineswegs ein historischer Roman ist, sich die Geschichte wie Kaugummi hinzieht, man ständig durch unnötige Fehler gestört wird und dann auch noch ein absolut unbefriedigendes Ende das Ganze abrundet. Davon rate ich also dringend ab!!