Der kleine Ganove Torkild zieht an seinem 40. Geburtstag Bilanz: seine Freundin hat ihn verlassen, und den richtig großen Coup hat er auch nie landen können. Im Gegenteil, ihm sitzt ein "Kollege" im Nacken, dem er ´ne Menge Geld schuldet. Zur Schuldentilgung soll er mit ein paar Freunden vier Millionen Kronen stehlen. Die Aktion klappt auch bestens - doch dann beschließen Torkild und seine Kumpane mit dem Geldkoffer zu fliehen.
Nach Spanien wollen sie, schaffen es aber gerade einmal bis zu einem verlassenen Gasthaus in der dänischen Pampa.
Wenn das noch nicht schlimm genug wäre, beschließt Anführer Torkild zum Entsetzen seiner Komparsen, es doch mal als Gastronom zu versuchen. Der selbst auferlegten Resozialisierung steht jedoch die Vergangenheit im Weg.
Skandinavische Filme - darunter stellt man sich gern etwas Dumpfes, Zergrübeltes vor, kündend von Einsiedelei und sozialer Unangepasstheit. Umso nachhaltiger sollte verdutzen, dass in den letzten Jahren aus dem Norden viel Heiteres kommt, echtes krauses Komödienzeug, aus Dänemark ganz speziell. "Flickering Lights" ist einer dieser schönen schwarzhumorigen Kreationen.
Es beginnt wie ein Roadmovie, mit skurilen Gags und viel Krawall, mündet scheinbar im Stillstand, friedvoll und trügerisch, um noch einmal grandios loszubrechen.
Exzellent inszeniert - dabei durchwittert von knurrigen, launischen Dialogen und einer überfallartig auftrumpfenden Lust am Desaster, dass der überrumpelte Zuschauer nicht anders kann, als der Viecherei zu applaudieren, einschließlich roher Gewalt gegen Frauen und Kühe. Wenn vier Gangster im Wald ein Fünf-Sterne-Restaurant eröffnen, das muss einfach ein Massaker geben.