Ich kann all die Zeitgenossen nicht verstehen, die dieses Album schwach finden und es gar als Flop bezeichnen. FLICK OF THE SWITCH ist das wohl unterbewerteste Album der Band, denn alle Songs dieses Album sind im gigantischen Repertoire der Band untergegangen. Warum? Jede Komposition sitzt, und das obwohl AC/DC sich zum ersten mal selbst die Aufgabe des Produzenten zutrauten. Soundmäßig braucht sich dieses Kabinettstückchen nicht hinter den Mutt Lange-Produktionen der drei Vorgängeralben zu verstecken, auch wenn viele das behaupten. Man könnte meinen, dass auch bei diesem fantastischen Album, das sogar FOR THOSE ABOUT TO ROCK übertrifft, Mutt Lange hinter den Reglern gesessen hat. Lediglich der Sound der Becken klingt nervig und penetrant. Die Songs aber kicken sogar die eine oder andere schwächere Nummer von BACK IN BLACK oder FOR THOSE ABOUT TO ROCK aus dem Player. Zwar gibt es hier kein HELLS BELLS und auch keine Dampfwalze wie den Titelsong des Vorgängeralbums, aber es gibt hier auch keine schwachen Songs. ALL KILLER, NO FILLER...
Auf kein Album der Australier trifft diese Attitüde besser zu, denn FLICK OF THE SWITCH klingt sehr kompakt und sehr, sehr druckvoll. Höhepunkte gibt es keine, denn alle Songs sind gleichwertig und das Album kann in einem Rutsch komplett durchgehört werden. Der beste Song des Albums ist das Album selbst. Ignoriert alle, die dieses Album völlig zu Unrecht verkennen und überzeugt euch von der guten Klasse der Songs, die allesamt verschollene Perlen im Repertoire der Band sind. Vielleicht macht diese Tatsache, dass sich hier keine bekannten Klassiker befinden, gerade den Reiz aus. Kein Song braucht sich zu verstecken! Traut euch und ihr werdet Spaß haben!!
KAUFBEFEHL !!!!
CHEERS...