'Fleshwounds' ist ein Album, auf das wir lange warten mussten, doch das Warten hat sich gelohnt!
Eines vorweg: erwartet keine neues Skunk-Album, denn das ist Fleshwounds ganz sicherlich nicht. Wenn man dieses Album zum ersten Mal anhört, mag man als eingefleischter Skunk-Fan die rockigen Seiten vermissen, Ace Cass und Mark sind nun mal nicht mehr mit von der Partie. Aber schon nach wenigen Sekunden schafft Skin es mit ihrer einfach einzigartigen Stimme dich in ihren Bann zu ziehen. Ein Album über die Liebe und den Schmerz den sie uns zufügt.
Politische Themen wie früher bei Skunk Anansie sind hier fehl am Platz. Ein sehr persönliches Album und spätestens bei 'You've made your bed' hat man das Gefühl Skin retten zu müssen. Wunderbar melancholisch, es erschafft in einem die 'blue mood'. Noch nie war Skin so ehrlich (Trouble with me), und noch nie hat sie so wunderbare Texte geschrieben.
Es fehlt aber auch nicht an schnelleren Liedern (Listen to yourself, Faithfulness), die allerdings dann mehr in die Pop-Richtung gehen als man von Skin gewohnt ist. Aber das ist bei dieser Stimme verzeihlich.
Meiner Meinung nach ein sehr gutes Erstlingswerk - definitiv etwas auf das sie aufbauen kann!
Und ein Tipp für alle, die die Skunk-Power vermissen: Skin spielt all ihre Songs SEHR viel ROCKIGER auf ihren Konzerten und erfreut die Fans auch mit leicht abgeänderte Versionen von Charlie Big Potato, Twisted, You'll follow me down, Hedonism und Weak.