Der Dark Man X (DMX) zählt seit 1998 zur US-Musik-Geschichte. Nicht, weil der in Yonkers, New York, zur Welt gekommende Earl Simmons einem Attentat zum Opfer fiel, sondern aufgrund seiner zwei Rap-Alben, die sich innerhalb eines Jahres auf Anhieb von null auf Platz eins der US-Charts katapultierten. Nach dem Triple-Platinum-Debüt-Album "It's Dark And Hell Is Hot" (über 3 Millionen verkaufte Einheiten) erreichte der Nachfolger "Flesh Of My Flesh, Blood Of My Blood" schon den Doppel-Platinum-Status! Das Rezept für diesen Erfolg? Schwer zu erklären, man muß diesem Mann einfach zuhören. Mit seiner heiseren, harten Stimme erzählt (besser: bellt) DMX über zumeist stumpfen, aber wuchtigen Drums von seinem Leben als gebeutelter Straßen-Thug, beschwört dabei seine Loyalität zu seiner Anhängerschaft und erklärt seine Lebens-Philosophie: "To live is to suffer. To survive is to find meaning and to suffer." Die Street-Credibility von dem 28jährigen Vater eines fünfjährigen Sohnes bleibt unantastbar, da DMX die Gedanken seiner Leute wie kaum ein zweiter ausdrückt. Als Mic-Sharer treten Mary J. Blige (auf dem soulvollen "Coming From"), The Lox, Drag-On sowie Jay-Z und Marylin Manson (!) auf. Den Nachfolger zum Platindebüt produzierten hauptsächlich Swizz Beatz und PK von der Ruff Ryders Crew. Die Beats drängeln sich aber nicht in den Vordergrund, da diesen DMX für sich einnimmt. Mit "Flesh Of My Flesh, Blood Of My Blood" erfüllt der in New Jersey lebende DMX die Erwartungen voll und ganz. A dog for life. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)