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Leon Fleisher Plays Beethoven and Brahms Concertos
 
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Leon Fleisher Plays Beethoven and Brahms Concertos [Box-Set]

Leon Fleisher Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Leon Fleisher Plays Beethoven and Brahms Concertos + Bruno Walter Conducts Mahler + Leopod Stokowski: the Stereo Collection 1954 -1975
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Produktinformation

  • Komponist: Ludwig Van Beethoven, Johannes Brahms
  • Audio CD (24. Februar 2012)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 5
  • Format: Box-Set
  • Label: Sony Classical (Sony Music)
  • ASIN: B006XOBFN8
  • Weitere Ausgaben: Audio CD
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 21.023 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Disk: 1
1. I. Allegro Con Brio - Szell, George / Cleveland Orchestra, The / Fleisher, Leon
2. Ii. Largo
3. Iii. Rondo: Allegro Scherzando
4. I. Allegro Con Brio - Instrumental - Szell, George / Cleveland Orchestra, The / Fleisher, Leon
Alle 6 Titel anzeigen.
Disk: 2
1. I. Allegro Con Brio - Szell, George / Cleveland Orchestra, The / Fleisher, Leon
2. Ii. Largo
3. Iii. Rondo: Allegro
4. I. Allegro Moderato - Instrumental - Szell, George / Cleveland Orchestra, The / Fleisher, Leon
Alle 6 Titel anzeigen.
Disk: 3
1. I. Allegro - Instrumental - Szell, George / Cleveland Orchestra, The / Fleisher, Leon
2. Ii. Adagio Un Poco Moto - Instrumental
3. Iii. Rondo: Allegro - Instrumental
4. I. Allegro Maestoso - Szell, George / Cleveland Orchestra, The / Fleisher, Leon
Alle 6 Titel anzeigen.
Disk: 4
1. I. Maestoso - Cleveland Orchestra, The / Fleisher, Leon
2. Ii. Adagio
3. Iii. Rondo. Allegro Non Troppo
4. Aria - Fleisher, Leon
Alle 30 Titel anzeigen.
Disk: 5
1. I. Allegro Non Troppo - Cleveland Orchestra, The / Fleisher, Leon
2. Ii. Allegro Appassionato
3. Iii. Andante
4. Iv. Allegretto Grazioso
Alle 20 Titel anzeigen.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Staurus
Format:Audio CD
Dass Fleisher so wenig bekannt ist, gehört zu den Rätseln und Ungerechtigkeiten des Musikmarktes.
Er ist Schüler Schnabels und ein Ausnahmepianist. Seine technischen Fähigkeiten verdienen Bewunderung. Er kann so seelenvoll zärtlich wie Lipatti, mitreissend wie Katchen und gewaltig wie Richter spielen.

Der häufig strenge, auch schon mal zackige Szell fällt mir da nicht unbedingt als Wunschpartner ein, aber tatsächlich bilden die beiden ein großartiges Paar. Szell war ein feinfühliger Begleiter, und die ihm teilweise fehlende Emotionalität bringt Fleisher ein.

Zur Interpretation (*****):
Beide spielen lieber klassisch klar als romantisch überschwänglich.
Fleisher interpretiert die langsamen Sätze feinfühlig, fast schon zärtlich; sie bilden Oasen der Ruhe und Schönheit. Dies erreicht er mit kleinen, beim ersten Hören oft kaum bemerkten Nuancierungen - romantische Rubati, oberflächliche Effekte hat er niemals nötig. Szell und sein Orchester überzeugen mit extrem feinfühliger Begleitung.
Die übrigen Sätze werden in überdurchschnittlichen Tempi gespielt. Hier erleben wir die andere Seite Fleishers, den kraftvollen, mitreissenden, technisch überlegenen Pianisten. Die 'mächtige Pranke' ist, gerade bei Brahms, wie selbstverständlich vorhanden, ohne je herausgestellt zu wirken. Auch hier beeindrucken Szell und seine Cleveländer mit scharfer Artikulation und schnellen, überlegenen Reaktionen.
Diese hier nur angeschnittenen Qualitäten rechtfertigen den Klassikerstatus der Aufnahmen.
Das Mozartkonzert wird beglückend gespielt, ich frage mich, wie es überhaupt besser dargeboten werden könnte.
Bei Beethoven und Brahms gibt es zwar zahlreiche und hochkarätige Konkurrenzaufnahmen, und ich kenne deutlich anders akzentuierte. Aber Szell und besonders Fleisher bieten auf ihre Weise Interpretationen an, die auch nach einem halben Jahrhundert gültig, schlüssig und packend geblieben sind und damit den härtesten aller Tests - die Zeit - bestanden haben. Sie sind auch für diejenigen Hörer anregend und gewinnbringend, die andere Interpretationen lieben gelernt haben.

Es gibt aber auch einschränkende Argumente: Bei Beethoven und Brahms kann ich den verstehen, dem Facetten der Musik fehlen. Die enorme Kontrolle etwa, die Szell und Fleisher ausüben, könnte den Wunsch hervorrufen, sie mögen doch auch einmal spontanen Einfällen nachgehen. Verstärkt wird dieser fast schon zu perfekte Eindruck durch die Studiosituation, dort wird ja grundsätzlich nüchterner, geplanter und präziser als bei Liveaufnahmen gearbeitet.
In der Tat wünsche ich mir, diese Aufnahmen wären live eingespielt worden - etwas spontaner, etwas mehr aus der Stimmung des Augenblicks heraus könnte dies alles schon ablaufen.

Klang (***):
Beethoven: Die LP-Versionen klangen dünn und blass. Das um 1990 auf CD veröffentlichte Remastering zeigte beim dritten und vierten Konzert deutliche Verbesserungen, sie klingen klar, natürlich und einigermaßen räumlich. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen wurden die drei übrigen nur geringfügig verbessert, sie wirken dünner, kühler, teilweise ein wenig blechern; im Bassbereich fehlt es an Fülle.

Bei den Brahmskonzerten kenne ich nur die Masterworks-CDs, die klanglich im guten Durchschnittsbereich ihrer Aufnahmezeit liegen. Beide lassen sich gut anhören, sind unverzerrt und klingen insgesamt natürlich und genügend differenziert; ersteres enthält viel Hall, zweiteres klingt deutlich trockener. Verglichen mit Soltis herausragend aufgenommenem "Rheingold" von 1959 fällt das erste aber deutlich ab, auch das zweite von 1962 kann nicht mithalten

Es besteht also erheblicher Bedarf an einem umfassenden Remastering.

Leider hat Sony wieder einmal total versagt, diese Neuausgabe in 24 Bit hat selbst auf einer hochwertiger Anlage keine hörbaren Verbesserungen gebracht - ein enttäuschendes, klägliches Resultat.
Wiederum bedaure ich, dass die Rechte nicht bei Firmen wie Tahra, Audite, Testament oder gar Pristine liegen, denn die zeigen uns immer wieder, wie viel in diesen älteren Juwelen auch klanglich steckt, wenn man sie sorgfältig und mit den richtigen Methoden bearbeitet. Die lieblose Billigaufmachung ohne Textbeilage passt dazu, auch wenn sie bei dem geringen Preis vertretbar ist.

Fazit:
Die hohe künstlerische Qualität verdient eine Fünf-Sterne-Bewertung. Diese gebe ich auch, obwohl ich die oben genannten Einschränkungen teile.
Rechteinhaberin Sony hat hier nichts Positives geleistet und keinen Stern verdient. Wer die Werke in Aufnahmen ab etwa 1990 besitzt, sollte warten, bis ein echtes Remastering erfolgt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bernd Grill TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
Leon Fleisher (*1928) ist erst in jüngster Vergangenheit wieder in den Fokus der Medien gerückt. Eine Lähmung der rechten Hand hatte seinerzeit seiner kometenhaften Karriere ein jähes Ende bereitet. Der Pianist trat zwar weiterhin öffentlich auf, war aber gezwungen, sich des schmalen Repertoires für linke Hand solo anzunehmen und konnte damit seinen legendären Ruf natürlich nicht halten. Heute, nach über 35 Jahren Pause, ist Fleisher nach allmählichem Abklingen der Lähmung und dank neuartiger Behandlungsmethoden mit Botox wieder in der Lage, fast uneingeschränkt zu musizieren. Beredtes Zeugnis seines immer noch überragenden Könnens im Alter von 80 Jahren legt beispielsweise die CD "Leon Fleisher - two hands" (ASIN: B0002IQHHK) ab. Deren absolute Höhepunkte sind Schuberts göttliche B-Dur-Sonate D 960 und Myra Hess' Bearbeitung von Bachs "Jesus bleibet meine Freude" (aus der Kantate Nr. 147).

Diese Aufnahmen aus den frühen 60er-Jahren dokumentieren hingegen, welche Karriere Fleisher ohne die oben skizzierte Tragödie zu erwarten gehabt hätte: seine geschliffene Technik, der Verzicht auf jegliche Manierismen und sein großer Ernst bei der Herangehensweise an die großen Schlachtrösser der Konzertliteratur für Klavier machten ihn zum idealen Interpreten für Beethovens und Brahms' Klavierkonzerte. Glücklicherweise bekam er mit George Szell und dem Cleveland Orchestra einen Klangkörper zur Seite gestellt, der sich voll auf Augenhöhe mit Fleishers Können befand. George Szell stand Fleishers Idealen sehr nahe - und das spürt man nahezu jederzeit in diesen Einspielungen.

Die Klavierkonzerte Beethovens in der Kombination Fleisher/Szell galten schon bei ihrer Erscheinung als exemplarisch und legendär. Beide Interpreten verzichten auf detailversessene Darbietungen und richten ihr Augenmerk vor allem auf die Struktur der Werke und klangliche Ausgewogenheit. Die Werke bekommen dadurch einen etwas nüchternen, aber dafür festlich und ernst wirkenden Charakter, der so mancher Einspielung heutiger Tage fast diametral entgegengesetzt ist. George Szell erweist sich als präzise und umsichtig agierender Dirigent, der allenfalls bei den Pausen zu Beginn des 2. Satzes im Es-Dur-Konzert etwas ungeduldig wirkt. Ansonsten gehen Solist und Orchester hier jederzeit eine praktisch perfekte Symbiose im Sinne der Wiener Klassik ein - ein Geben und Nehmen, das das Prinzip des "Primus inter pares" speziell in den ersten beiden Konzerten (und natürlich auch in Mozarts Konzert KV 503) mustergültig umsetzt.

George Szell spielte das 1. Brahms-Konzert ähnlich souverän mit Rudolf Serkin ein - dennoch ist diese Einspielung mutmaßlich die immer noch bekanntere und geschätztere. Fleisher legt hier eine dramatische und sehr ernste Spielweise an den Tag, die dem abgründigen Duktus des Werkes wunderbar gerecht wird. Das ganz anders geartete 2. Konzert gerät hingegen ähnlich erhaben und festlich wie zuvor schon Beethovens 5. Konzert.

Die Zugaben (Brahms' Walzer op. 39 und Händel-Variationen op. 24) belegen einmal mehr den Ausnahmerang dieses Pianisten, der auf der Höhe seiner Kunst so unsanft und tragisch aus der Bahn geworfen wurde.

Mit der Anschaffung dieser Box kann man sich gleich zwei Referenzaufnahmen der Klavierkonzerte von Beethoven und Brahms sichern. Der Klang ist nach heutigen Maßstäben vielleicht nicht ideal, aber auch nicht unterdurchschnittlich. Insofern spricht gegen den Erwerb dieser Aufnahmen, die sich als wahre Meilensteine im Laufe der Jahre erwiesen haben, nur die lieblose Ausstattung der Box, die keinerlei Informationen zu Werken oder Interpreten beinhaltet.
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Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
Eine Wiederveröffentlichung, die zeigt, welch ein Ausnahmepianist der junge Fleisher war. Er kann auch den Vergleich mit Gilels bestehen, der die Beethovenkonzerte ja ebenfalls mit Szell aufgenommen hat; und die Einspielung des d-moll Brahmskonzertes ist m.E. bis heute unübertrofffen. Im ebenfalls wunderbar gespielten B-Dur Konzert möchte ich noch das herrliche Cellosolo von Jules Eskin im langsamen Satz erwähnen. Und daß man für den kleinen Preis noch ein Mozartkonzert (Nr. 25) und von Brahms die Walzer und Händelvariationen mitgeliefert bekommt, macht diese CD-Box noch wertvoller.
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