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Fleisch ist mein Gemüse [Taschenbuch]

Heinz Strunk
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (193 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Oktober 2004
„Der Mensch ist kein Beilagenesser.“ Wie es ist, in Harburg aufzuwachsen, das weiß Heinz Strunk genau. Harburg, nicht Hamburg. Mitte der 80er ist Heinz volljährig und hat immer noch Akne, immer noch keinen Job, immer noch keinen Sex. Doch dann wird er Bläser bei Tiffanys, einer Showband, die auf den Schützenfesten zwischen Elbe und Lüneburger Heide bald zu den größten gehört. Aber auch das Musikerleben hat seine Schattenseiten: traurige Gaststars, heillose Frauengeschichten, sehr fettes Essen und Hochzeitsgesellschaften, die immer nur eins hören wollen: „An der Nordseeküste“ von Klaus und Klaus.

Hinweise und Aktionen

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 30 (1. Oktober 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499237113
  • ISBN-13: 978-3499237119
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (193 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 7.352 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Wer beispielsweise über Populärmusik aus Vittula gelacht hat, dem kann auch Fleisch ist mein Gemüse wärmstens empfohlen werden: traurige Jugend in den 80ern, pubertäre Sexualnöte, schaurige Provinzgestalten und trotz allem der Traum von einer Musikerkarriere. Nur ist Fleisch ist mein Gemüse doch noch etwas härtere Kost. Weil erstens offenbar alles selbst erlebt ist. Und zweitens die Pubertät mit ihren Qualen überhaupt nicht enden will. Denn Heinz ist schon 23, hat immer noch schwere Akne, wohnt bei Muttern und „schraubt“ in seinem Heimstudio im Keller Playbacks zusammen, auf dem Weg zum Hitproduzenten. Und sein Erfolg bei Frauen rangiert auf einer Skala von 1 bis 10 eher im Minusbereich. Der Alltag ist geprägt vom Daddeln an Spielautomaten, exzessiver Selbstbefriedigung und Musikunterricht, bei dem Heinz seine Schüler mit Fragen nach der „enharmonischen Verwechslung von ges“ quält. Doch auch als der talentierte Hobby-Saxophonist einen Job bei der Tanzband „Tiffanys“ bekommt, ist das keineswegs die Wende zum Besseren. Statt „Sex, Drugs and Rock’n’Roll“ und willigen Groupies bedeutet das nächtelange Auftritte bei Hochzeiten, Dorfjugendveranstaltungen und Schützenfesten in Garlstorf oder Moorwerder: eine „drittklassige Rumpelband“ in erbarmungswürdig schlecht sitzenden Sakkos und mit einem grauenerregenden Repertoire von G.G. Anderson bis zur „Schützenliesel“. Ein Millionenpublikum brachte Heinz Strunk zum erstenmal bei seinen Gastauftritten in der SAT1-Wochenshow zum Lachen, mit seinen genial verhaspelten Beiträgen des „offenen Kanal Hamburg-Harburg“. Eigentlich heißt er Mathias Halfpape, trat zwischendurch auch als Jürgen Dose auf und verdutzte zuletzt die VIVA-Zuschauer mit seinem „Fleischmann TV“. Und mit seiner CD Einz -- absurde Songs und Minihörspiele -- muss man ihn zweifellos mit Helge Schneider vergleichen. Schräg ist Fleisch ist mein Gemüse auch, und sehr lustig, zugleich aber todtraurig. Dass seine Geschichte diese Balance zu halten vermag, ist vielleicht das Bemerkenswerteste an Heinz Strunks Buch. Und natürlich, dass eine fürchterliche „Landjugend mit Musik“ zumindest zum perfekten Stoff für ein tragikomisches Lesevergnügen taugt. --Christian Stahl

Pressestimmen

Unter den Giganten des Komischen nach Karl Valentin bzw. im letzten Halbjahrhundert, erscheint mir Heinz Strunk nach Heino Jaeger, Gerhard Polt und Helge Schneider zwar der noch unbekannteste, aber keineswegs mindeste Bruder. sondern heute schon ein inter pares. (Eckhard Henscheid )

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
69 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Reihenhäuschen und Tanzcombos 31. Mai 2006
Von H. Schwoch VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Mein damaliger bester Freund wuchs in genau jener Vorstadtsiedlung auf, die der 1962 geborene Autor Heinz Strunk in diesem Buch beschreibt. Ich selbst empfand es dort damals immer als sehr angenehm, und wenn man ganz genau hinsieht, dann sind auch Strunks Reminiszenzen an dieses grüne und friedliche Wohnviertel gelegentlich von fast liebevoller Melancholie geprägt. Letzte Woche habe ich die Gegend für einen nostalgischen Spaziergang mal wieder aufgesucht und dabei festgestellt, dass sich zwischen Walsroder Ring, Bispinger Weg und Celler Weg äußerlich rein gar nichts verändert hat.

Im Wesentlichen spielt "Fleisch ist mein Gemüse" aber in einem Zeitraum von etwa zwölf Jahren, die der Autor als durchaus begabter Saxophonist einer ansonsten unsäglich schlechten Tanzcombo namens Tiffanys (bitte niemals 'Die Tiffanys' sagen!!) auf Hochzeiten, Schützenbällen und Silvesterfeiern im erweiterten Bereich des Landkreises Harburg verbracht hat. Heinz Strunk ist ein begnadeter Erzähler seiner eigenen Lebensgeschichte, und die unmittelbare Wucht dieses grandios geschriebenen Buches verdankt sich wohl ganz wesentlich dem Umstand, dass es sich hier gleichsam um einen Tatsachenbericht handelt. Es wäre interessant zu wissen, ob eine von ihm ausgedachte, also rein fiktive Story auch nur annähernd gleichartige Qualitäten aufweisen würde.

Wer in diesem Buch zu schmökern beginnt, der wird es nicht wieder aus den Händen legen, bis er es quasi in einem einzigen, nur von den wesentlichsten Dingen der Daseinserhaltung unterbrochenen Durchgang zu Ende gelesen hat.
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55 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heinzi goes Tiffany und ich war dabei 14. November 2005
Format:Audio CD
Ich habe "Fleisch ist mein Gemüse" während einer eigentlich langweiligen Fahrt von Münster zur Insel Fehmarn gehört. Gemeinsam mit einem Bandkumpel, mit dem ich seit mehreren Jahren Cover-Rockmusik mache und ebenfalls unzählige "Mucken" auf Geburtstagen und Hochzeiten bestritten habe, wollte ich mir zwei ruhige Tage auf der Insel gönnen.
Um es kurz zu machen. Die Fahrt verging wie im Flug. Das Hörbuch zog uns bereits nach kürzester Zeit in seinen Bann. Zwischenzeitlich lachten wir Tränen ("Ihr Schweine, Ihr. Was macht Ihr hier oben die ganze Zeit" oder "Neger beim Friseur") , zwischenzeitlich hörten wir einfach nur gebannt, ergriffen und bewegt zu.
Vielleicht war es deshalb so genial, weil vieles, was Heinz mit "Tiffanys" erlebt hat, aktuell noch unser Alltag ist. So kam uns vieles sehr vertraut vor (Muckerstarre, endloses Warten, verlassene Gasthöfe, Hochzeitsgesellschaften, endloses Auf- und Abbauen etc.)
Das Hörbuch hat uns so fasziniert, dass wir auf dem Rückweg mit Hilfe des Navigationssystemes in Hamburg-Harburg spontan eine Art private Stadtführung unternahmen und uns viele Orte des Hörbuches einfach einmal ansahen(Heinzes Wohnhaussiedlung incl. Zwergenhäuser, diverse Straßen und vor allem die PHÖNIX-Gummiwerke). Es war wie eine Fahrt durch unsere Phantasie und zugleich der Höhepunkt des Wochenendes. Das Hörbuch ist schlicht weg genial. Der Sprecher und Autor unendlich nett und echt und man wünscht sich fast, mit ihm einfach mal ein Stündchen zu quatschen. Denn natürlich will man wissen, wie es mit Heinzer nach dem Ausstieg bei "Tiffanys" weiterging. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung, denn die ist er uns irgendwie schuldig.
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38 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen All mein Respekt gilt den Tanzmuckern 11. Februar 2006
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ich habe dieses Buch voller Abscheu dem Land und dessen Sitten gegenüber angefangen, und aufgehört habe ich mit einem großen Platz für das Land in meinem Herzen.
All die Schützenfeste, Hochzeiten und anderen Saufrituale könnte ich als junger niedersächsischer Dorfmensch miterlebt haben, die Atmosphäre, die Lieder, die Leute. Auch, wenn man meint, man hasse all das, dank Herrn Strunk lernt man es wieder schätzen. Diese brachiale Ironie, diese Absurdität, herrlich. Aber dieses Buch ist durch und durch ehrlich, man traut sich gar nicht zu denken, es sei erfunden, geschweige denn, seine Glaubwürdigkeit infrage zu stellen. Und eines ist noch wunderbar: Trotz Eigenleben entwickelnder Akne und schweren Problemen mit Frauen ist der gute Herr Strunk einer der lustigsten Menschen hierzulande geworden (wie gesagt, ich halte jedes Wort in diesem Buch für wahr, weil ich schlicht und ergreifend weiß, dass es stimmt).
Und endlich lache ich auch nicht mehr über all die schlechten Showbands, sondern zolle ihnen gewaltigen Respekt-diese armen Leute, die unterbezahlt doofe Schlager für noch dööfere Besoffene spielen müssen, jahrelang. Obwohl sie größeres könnten.

Heinz Strunk, mein Leidensgefährte,...
er spricht mir von der Seele

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42 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Leute: begeistert! 19. November 2004
Von "ullerix"
Format:Taschenbuch
800 Auftritte hatte Heinz "Heinzer" Strunk mit der Tanzkapelle Tiffanys. "Die immer gleichen endlosen Mucken" schreibt Heinzer und lässt den Leser an zahlreichen Hochzeitsfeiern, Schützenfesten, Sylvesterpartys und Geburtstagen teilhaben. Trotz sich stets wiederholender Rituale ist beim Lesen von Langeweile keine Spur! Eine großartige, nie dagewesene Analyse erbärmlicher Dorffeten der 80er und 90er Jahre aus Sicht eines verzweifelten Berufsmusikers. In Fleisch-ist-mein-Gemüse am besten wiederfinden werden sich diejenigen, die selber einmal Tanzmusik gemacht haben, sich nächtelang auf dörflichen Tanzfesten amüsiert haben, mit nicht enden wollender Akne zu kämpfen hatten, alkohol- oder spielsüchtig waren, eine kranke Mutter zu pflegen hatten oder bei denen es mit den Frauen nie so geklappt hat wie man gern gewollt hätte ... Also im Grunde jeder. Wenn man es nicht besser wüsste, müsste man sich ernsthaft Gedanken machen, ob wohl aus dem armen Heinzer noch mal was geworden ist. Die Leute: begeistert!
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Ich wollte hier keinen Roman schreiben, sondern einfach nur 5 Sterne...
sehr schön kurzweiliges, super Buch! Mann ich will keine 15 Wörter schreiben, warum wird man zu sowas gezwungen ..jetzt fehlen noch 2 Wörter AHHHHHHHH
Vor 1 Tag von Diana Schultebraucks veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Witzig
Sehr gut und einfach geschrieben. Ein nettes Buch das man auch mal zwischendurch lesen kann. Interessant bleibt es aber noch mal lesen muss ich es nicht. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Tagen von truthdealer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Lachanfall
Meine anfängliche Skepsis gegenüber diesem Buch wurde schon nach den ersten paar Seiten durch krampfgeplagtes Lachen abgelöst. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Lukas Adali veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Immer geil abliefern..
Ich habe auf den ausdrücklichen Hinweis meines Schlagzeugers mich dieses Romans angenommen. "Das muss man als Mucker gelesen haben!", erzählte er mir begeistert. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Jonathan Jochem veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen EINFACH GENIAL
DAS PURE LESEVERGNÜGEN!
KANN DAS BUCH NICHT MEHR AUS DER HAND LEGEN.
EMPFEHLE AUCH DIE ANDEREN BÜCHER VON HEINZ STRUNK!!!
Vor 3 Monaten von puderbach stefan veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Muß für Mucker
Wer in den Siebzigern und Achtzigern mit Tanzmusik groß geworden ist, der wird sich hier bestens wiederfinden - musikalisch, aber auch entwicklungsphysiologisch und... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von BlueLuca veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Bodensatz der Musikszene
Ich kann mich der Meinung der zahlreichen Vorrezensenten nur anschließen. Was Strunks Buch jedoch wirklich zu etwas Besonderem macht, ist folgendes: Satirische Betrachtungen... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Tacitus veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Aus dem Leben gegriffen
Lange nicht mehr so gelacht wie beim Lesen dieses Buches. Von Freunden, die selber viele Jahre Tanzmusik in einer Band gemacht haben, kenne ich viele ähnliche Stories. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Tomcat veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Volltreffer
Wer die 80er und 90er als Mucker erlebt hat, der findet sich wieder oder erkennt sich (endlich?). Mal abgesehen von der apokalyptisch dargestellten Chancenlosigkeit der Tanzmucker... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Wolfgang Rui veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Tanzmusiker-Elend?
Da ich selber 13 Jahre Tanzmusikerin war, MUSSTE ich dieses Buch einfach lesen.
Ich kannte Heinz Strunk davor nicht. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Kalamu veröffentlicht
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