oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
oder
gegen einen Amazon.de Gutschein über EUR 0,65 eintauschen?
Fleisch und Stein: Der Körper und die Stadt in der westlichen Zivilisation (suhrkamp taschenbuch)
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Fleisch und Stein: Der Körper und die Stadt in der westlichen Zivilisation (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Richard Sennett , Linda Meissner
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 6,99 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Dieser Artikel ist noch nicht erschienen.
Reservieren Sie sich Ihr Exemplar jetzt und Sie erhalten es pünktlich zum Erscheinungstermin.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.

Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe --  
Taschenbuch EUR 6,99  
Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Fleisch und Stein: Der Körper und die Stadt in der westlichen Zivilisation (suhrkamp taschenbuch) gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 0,65 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.

Jetzt für Amazon Student anmelden und um 20% erhöhten Eintauschwert sichern.

Wird oft zusammen gekauft

Fleisch und Stein: Der Körper und die Stadt in der westlichen Zivilisation (suhrkamp taschenbuch) + Civitas: Die Großstadt und die Kultur des Unterschieds + Verfall und Ende des öffentlichen Lebens: Die Tyrannei der Intimität
Preis für alle drei: EUR 34,84

Einige dieser Artikel sind schneller versandfertig als andere. Details anzeigen

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen
  • Dieser Artikel ist noch nicht erschienen.
    Reservieren Sie sich Ihr Exemplar jetzt und Sie erhalten es pünktlich zum Erscheinungstermin.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Civitas: Die Großstadt und die Kultur des Unterschieds EUR 12,95

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Verfall und Ende des öffentlichen Lebens: Die Tyrannei der Intimität EUR 14,90

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details


Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Taschenbuch: 528 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 6 (24. März 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518391690
  • ISBN-13: 978-3518391693
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14,1 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 268.615 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Richard Sennett
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Richard Sennett auf Amazon

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Lesezeichen

Lob der Differenz, Last des Mitleids

Richard Sennetts «Fleisch und Stein»

«Die Tyrannei der Intimität»: Noch ist die Begriffsprägung, mit der Richard Sennett zu einer Zelebrität der transatlantischen intellectual community wurde, nicht aus dem aktiven Wortschatz verschwunden. In der griffigen Wendung verschafft sich ein während der siebziger Jahre aufkeimendes Unbehagen an der Kultur der Psychologisierung Luft. Gesellschaft, so damals die Klage des New Yorker Soziologen, werde weithin für bedeutsam nur noch in dem Masse gehalten, wie sie sich in ein «riesiges psychisches System» verwandeln lasse.

Verbreite sich aber der Code der Intimität über die Grenzen des Privaten hinaus, setze der Verfall des öffentlichen Lebens ein, des gesellschaftlichen wie des politischen. Wer von dem Drang nach «Authentizität» beseelt sei und das Eigenste zum Eigentlichen auch der Sphäre des Öffentlichen erhebe, ebne einer Rückkehr ins Stammesleben den Weg.

Grossstadt als Schule

In der Zerstörung der prekären Balance zwischen Privatheit und Öffentlichkeit sieht Sennett näherhin die Ursache für eine doppelte Realitätsblindheit. Die Überwucherung des Gemeinwesens, der res publica, durch private Stimmungen verstelle den Blick für die Machtverhältnisse und für den architektonischen Raum, in dem sich unser Leben abspiele. Doch die Städter, scheint es, gehen bereits in die Schule, die es braucht, um die Misere zu überwinden. Es gelte lediglich, die «zivilisatorische Kraft» zu entbinden, die die Stadt berge. Eine Vision deutet Sennett zum Schluss seiner einflussreichen Studie an: «Die Stadt sollte eine Schule des Handelns sein, das Forum, auf dem es sinnvoll wird, anderen Menschen zu begegnen, ohne dass gleich der zwanghafte Wunsch hinzuträte, sie als Personen kennenzulernen.»

Zwischen der Distanzlosigkeit zwanghafter Pseudointimität und der Abschottung aneinander vorbeistrebender Ichlinge soll es also ein Drittes geben. Das freilich will nicht leicht gedeihen. Ängste, von denen Sennett aller Reserve gegenüber den Segnungen der Seelenzergliederung zum Trotz unbefangen spricht, verhindern es. Eine Angst ist die vor der Anonymität; sie speist die Sehnsucht nach Gemeinschaft. Eine andere, im Grunde gegenläufige, ist die Angst, sich zu exponieren, sich ungesicherten Begegnungen mit Fremden und Fremdem auszusetzen; sie arbeitet einer Tendenz zur Neutralisierung der öffentlichen Räume in die Hände, wie sie sich in der sterilen Ödnis so mancher Grossstadtarchitektur zur Schau stellt.

So zumindest bietet sich die Szenerie dem um Thesenverknüpfung bemühten Leser des Nachfolgewerks dar, in dem jene Vision ausgeführt ist: «The Conscience of the Eye. The Design and Social Life of Cities» (1990), auf deutsch unter dem Titel «Civitas. Die Grossstadt und die Kultur des Unterschieds» (1991) erschienen. Die Kunst der «Selbstpreisgabe» setzt Sennett auf den Stundenplan der Grossstadtschule, da sie den Unterschied zu kultivieren lehre.

Dies Motiv, die Differenzbereitschaft zu fördern, spielt auch noch in des Soziologen neuestem Buch eine tragende Rolle. Doch, wie es scheint, ist die Rolle nicht mehr ganz dieselbe. Soziale wie kulturelle Differenzen, so die Diagnose, stehen in der Gefahr, sich zu verfestigen und das «Interesse am Anderen» verdorren zu lassen. Differenzbewusste Toleranz allein, dies darf man wohl folgern, genügt nicht. Multikulturalität – um das Reizwort zu gebrauchen – ist langfristig auf mehr, sie ist auf Anerkennung der anderen in ihrer Eigenart angewiesen; ja sogar auf «Sympathie». Woher aber, fragt Sennett, sollte «gesellschaftliches Mitleid» kommen? Auf den Willen, und sei er der gute, ist kein Verlass.

Tiefer muss in die Menschen eingesenkt sein, was sie, notfalls auch gegen ihren Willen, aneinander bindet. Ihre Leiblichkeit soll es sein, die die soziale Bande schafft: die körperliche Existenz und, besonders, der körperliche Schmerz. Der eigene Schmerz, liest man auf der letzten Seite des Buches, mache empfindlich «für Schmerzen, die auf der Strasse präsent sind»: «der den Schmerz anerkennende Körper ist bereit, ein gesellschaftlicher Körper zu werden».

Motivwandel

Es ist gewiss nicht zuviel spekuliert, wenn man gesellschaftspolitische Probleme für die markante Akzentverschiebung verantwortlich macht. Zumal in den USA ist das Lob der Differenz in diverse rechtlich zum Teil abgestützte «Identitätspolitiken» eingemündet. Das soziale Klima verschärft sich in dem Masse, wie die kulturellen Unterschiede sich gruppenförmig verhärten. Sennett wirbt für Öffnung und Verständigung, ohne universelle Verstehbarkeit zu suggerieren.

Soweit das Motiv und sein Wandel. Das Ohr am Puls der Zeit und der Theoriemoden, hat Richard Sennett einen voluminösen kulturhistorischen Essay geschrieben, der der Beziehung von «Fleisch und Stein», vulgo: Körper und Stadt, in der «westlichen Zivilisation» nachgeht. Leichtfüssig flaniert er durchs perikleische Athen und durch das Rom Hadrians, durchstreift er das mittelalterliche Paris und das Venedig der Renaissance, bis er schliesslich, das Paris der Französischen Revolution und das London des 19. Jahrhunderts liegen unterdessen auch hinter ihm, im heimatlichen New York, genauer: in Greenwich Village ankommt – dem Ort, an dem «vielleicht das Beste, was wir erreichen können», erreicht ist. Gemeint ist ein Leben mit der Differenz, das zugleich dem nahekommen könnte, was Emmanuel Lévinas «Nicht-Indifferenz» nannte.

Die weitläufigen Exkursionen unternimmt er als «begeisterter Laie» (er ist kein gelernter Historiker). Obgleich mit dieser Selbstbezichtigung nach Komplimenten fischend, trifft Sennett damit doch den Nerv des Buches. Den des Lesers strapaziert er durch die Vagheit der die Ausflüge leitenden These. Im Buchtitel ist die Vagheit immerhin präzis formuliert: «Fleisch und Stein». Um das Und dreht sich alles; manches freilich in sehr grosser Entfernung. Urbane Räume, so die schwer zu widerlegende Behauptung, nähmen durch die Weise Gestalt an, wie die Menschen ihren eigenen Körper erfahren. Und diese Erfahrung sei von den in der Geschichte der westlichen Zivilisation vorherrschenden «Leitbildern des Körpers» präformiert, manipuliert worden.

Stets seien Ganzheit des Körpers und seine Einheit mit der sozialen und architektonischen Umgebung imaginiert und verordnet worden. «Dissonanz und Inkohärenz» seien nicht zugelassen gewesen, Schmerz und Leiden sozialer Kontrolle unterworfen und also geleugnet worden. An Gegenentwürfen allerdings fehle es in unserer Kultur hinwiederum auch nicht. Das «feierliche Versprechen», dem leidenden Körper beizustehen, hat in Sennetts Augen unter anderem das Christentum abgegeben, wenn auch nicht zu halten vermocht. (Anders als in «Civitas» schneidet das Christentum also nicht nur schlecht ab.)

Niedriges Thesenprofil

Und so geht es weiter, bis das Thesenprofil sich gefällig in einem Einerseits-Andererseits auflöst: «Die Stadt hat als Stätte der Macht gedient, ihre Räume wurden im Bild des Menschen zu einem kohärenten Ganzen gemacht. Die Stadt war auch der Raum, in dem diese Leitbilder auseinandergebrochen sind.» Kultur ist eben widersprüchlich.

Gewiss, gerecht ist solche Lektüre nicht. Schliesslich bietet «Fleisch und Stein» abschnittweise grossen Lesegenuss. Die rühmenswerte soziale Phantasie des Autors und seine respekteinflössende, gelegentlich aber auch zufällig zugreifende Belesenheit entführen uns, wie man sagt, in die Vergangenheit. Wer nicht (zufällig) schon die Arbeiten kennt, aus denen Sennett seine Kenntnisse bezieht, kann, beispielsweise, etwas über antike Körperlehren lernen (Männer haben warme, Frauen kalte Körper) und darüber, wie das Körperideal des nackten Mannes nicht nur gender troubles verursachte, sondern auch die Politik der griechischen Polis beeinflusste; oder über den römischen «Glauben an die Körpergeometrie» und seine Auswirkungen auf die Stadtplanung; oder über den Ausschlussmechanismus, in den die christliche Fürsorge für den gepeinigten Körper abglitt, als die venezianischen Juden ins Ghetto gesperrt wurden.

Oder – und das ist vielleicht am anregendsten, weil kulturgeschichtlich noch am wenigsten ausgestanden – über die Geburtshilfe, die William Harveys «Entdeckung» des Blutkreislaufs bei der Geburt des modernen Kapitalismus und Individualismus leistete. Hier verliert die These «Fleisch und Stein» merklich an Beliebigkeit. Die Metaphorik von Arterien und Venen bemächtigt sich im 18. Jahrhundert der Stadtplanung. Das Leitbild des Raum und Zeit aktiv: reibungslos und ungesäumt, durcheilenden individuellen Körpers gewinnt Kontur. Der Triumph bleibt ihm indes versagt. Bereits die Massenchoreographien im revolutionären Paris nehmen laut Sennett moderne Formen von «individueller Passivität und Unempfindlichkeit» vorweg.

Doch auch dort, wo These und «historisches Material» einander wechselseitig erläutern, lässt Sennett das nötige Methodenbewusstsein vermissen. Welche Korrespondenzen zwischen «Zirkulation» als «medizinischem und ökonomischem Wert» einerseits und der Praxis und Ethik sozialer «Indifferenz» andererseits hat er im Sinn? Was verbindet und wie Fleisch und Stein? Walten da Kausalitäten? Oder bloss Analogien? Was sind «Leitbilder»; ist das etwas «Geistiges» oder nicht doch auch schon etwas «Körperliches»? Mag sein, dass sich hier Schwierigkeiten einer jeden Kulturgeschichte melden, die nicht auf materialistische «Ableitungen» setzt.

Mag aber auch sein, dass der Autor die Arbeit am Begriff scheut. Die überraschende Schlusssequenz, von der bereits die Rede war, zerstreut diesen Verdacht nicht. Unversehens kehrt der Gesellschaftskritiker zu guter Letzt den Theologen hervor. Die Anerkennung des Schmerzes und die Hinwendung zu den anderen gehen für Sennett gelingenden Falls mit der Einsicht einher, dass es für den an seiner Leiblichkeit (Endlichkeit?) leidenden Menschen kein irdisches Heilmittel gebe: «dass sein Schmerz sich von Gottes Gebot an die Menschen ableitet, als Verbannte zusammenzuleben». Ist das – so stehengelassen – mehr und anderes als Kryptotheologie?

Wer sich an alledem nicht oder wenig stört, wird bei der Lektüre auf seine Kosten kommen können. Gleichwohl: die Minimierung des Thesenprofils, ist sie wirklich der Tribut, den «Sachbuchautoren» zu entrichten haben, die den Elfenbeinturm (gäbe es ihn doch wenigstens) verlassen, die in den heiligen Hallen der Alma mater nicht wie im Laufställchen ihr intellektuelles Dasein fristen möchten? Der Kritiker mag es nicht glauben.

Uwe Justus Wenzel -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Fleisch und Stein ist eine neue Geschichte der Stadt in der westlichen Kultur. Ihr Thema ist das Verhältnis des Steins, der Gebäude und Straßen, zum Fleisch, zu den Menschen und ihren Bedürfnissen.'Fleisch und Stein' ist eine neue Geschichte der Stadt in der westlichen Kultur. Ihr Thema ist das Verhältnis des Steins, der Gebäude und Straßen, zum Fleisch, zu den Menschen und ihren Bedürfnissen. Richard Sennett geht dabei von sehr einfachen Fragen aus: Was bedeutet der Schutz der Mauern für die Einwohner der Stadt? Wie bilden sich Sehnsüchte und Bedürfnisse der Menschen in ihren Bauten ab? Die körperliche Erfahrung der Menschen hat die Geschichte der Stadt bestimmt: wie Frauen und Männer sich in den Straßen bewegten, was sie gesehen und gehört haben, wo sie aßen, wie sie sich kleideten, wann sie sich wuschen und wo sie sich liebten.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten

 (Was ist das?)
Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
 

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

4 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
4.3 von 5 Sternen
Dieser Artikel wurde noch nicht veröffentlicht und ist nicht zur Rezension qualifiziert. Die gezeigten Rezensionen sind von anderen Formaten dieses Artikels.
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Fleisch und Stein hat mein Verhältnis zur Architektur verändert. Nie war mir so klar wie der (städtische) Raum unser Denken beeinflusst. Dieses Buch hat meine Einstellung verstärkt, dass nur im städtisch-urbane Raum Veränderung, Freiheit und Demokratie entstehen können. Es würde mich interessieren wie sich andere Leser dazu stellen...
War diese Rezension für Sie hilfreich?
8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
In ersten Teil seines Buches "Fleisch und Stein. Der Körper und die Stadt in der westlichen Zivilisation." verschaft uns Richard Sennett unter anderem einen Einblick in die Stadt und das Leben der Griechen (ab dem Jahre 431 vor Chr.)und der Römer. Er schreibt seine Texte so, daß der Leser das Gefühl hat mit ihm selbst durch die alten Straßen zu wandeln, das griechische "Gymnasium " zu besuchen und am Leben der Stadt teilzuhaben . Er erklärt mit Hilfe verschiedenster Theorien wie zum Beispiel die unterschiedlichen Stellungen in der Gesellschaft von Männern, Frauen und Sklaven begründet wurde und wie sich die Stadt mit ihrem gesamten Leben mit der Zeit veränderte. In seinem zweiten Teil "Herzbewegungen" schreibt er über Paris und über das jüdische Ghetto im Venedig der Renaissance. In seinem dritten und lezten Teil nimmt er die Stadt London noch hinzu. Man kann sagen, daß dieses Buch durch die Fülle an Informationen eigentlich vier bis fünf Sterne verdient hätte, jedoch springt er manchmal in seinen Gedankengängen, so daß es schwer wird, ihm die ganze Zeit auf seinem Weg durch die Stadt zu Folgen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ich bin ein interessierter Laie, was dieses Thema angeht. Über eine Buchbesprechung im Radio wurde mein Interesse geweckt. Darüber hatte ich noch nie nachgedacht, dass Haus Formen und die Anordnung von Gebäude das Zusammenleben von Menschen wiederspiegelt oder beeinflußt.

Der Gang durch die Geschichte war spannend, die verschiendenen Gebäude Formen und die zur gleichen Zeit gelebte Politik. Wie wurde Macht auf einem öffendlichem Platz ausgeübt, wenn die Amtsinhaber auf gleicher Ebene diskutieren wie die übrigen Redner. Wie wird Macht gelebt, wenn die Räume Wände bekommen und Menschen je nach ihrer Positition auf verschiedenen Höhen stehen. Gemeindschafts Schlafzimmer mit einer einzigen "Bettstelle" in Form von aufgeschüttetem Stroh auf dem Boden für alle. Getrennte Zimmer selbst für Säuglinge, in denen sie alleine in einem einzelnem Bett schlafen. Wohnungen-Häuser bewohnt von einer Generation (der Kleinstfamilie heute) oder von mehreren Generationen mit Geburt und Sterben unter einem Dach. Jetzt sehe ich da Zusammenhänge zwischen Lebensformen und der Architektur.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de