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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Christopher Moore meets Vollidiot,
Von T. Kopplinger (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Fledermausland (Taschenbuch)
Ich hatte ehrlich gesagt die Hoffnung aufgegeben, daß deutsche Fantasy-Autoren witzig sein können. Für humorvolle Fantasy galt ja lange Zeit Terry Pratchett als Meßlatte; wer den nicht mochte, mußte über das lachen, was übrig blieb, und das war nicht viel.Fledermausland steht im Buchladen in der Fantasy-Ecke, das ist ein wenig irreführend. Das Buch ist eine Mischung aus "Vollidiot" (Tommy Jaud), "Liegen lernen" (Frank Goosen) und den überdrehten Fantasy-Mystery-Büchern von Christopher Moore. Beispiel: Es kommen Zwerge drin vor, okay, ist Fantasy, klar, ABER sie arbeiten als Schnüffler, tragen abgewetzte Lederjacken und futtern gegrillte Heuschrecken. Es kommen ein Vampir drin vor, ABER er ist ziemlich depressiv, reinigt beruflich die U-Bahn-Haltestellen und "hätte das Reservat nie verlassen dürfen". Was andernsort als hippe "Urban-Fantasy" daherkommt, wird bei Dierssen zu einem deutschen Großstadtroman, in dem Sido-Plakate an der Bushaltestelle hängen, die Müllabfuhr auch mal eine Leiche beseitigt und die GEZ hier und da mal ein Gedächtnis löscht. Das Buch nimmt sich nicht zu ernst, und das ist äußerst erfrischend. Was zusätzlich zu dem Sammelsurium kurioser Ideen eindeutig für das Buch spricht: Es ist witzig geschrieben, mal munter und süffisant dahinplaudernd, und hier und da mit einem richtigen Gag, über den mal auch beim zweiten Lesen laut lacht. Feines Buch! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Fledermausland,
Rezension bezieht sich auf: Fledermausland (Taschenbuch)
Zum Roman:Sebastian Schätz, eigentlich ein ganz normaler Bürger, der das Studentenleben verabscheut und lieber im Asiashop arbeitet, anstatt studieren zu gehen, wird eines Nachts von einer Fledermaus nackt in seinem Schlafzimmer heimgesucht. Was er nicht weiß: Die Fledermaus bringt Dinge ins Rollen, auf die er gut und gerne lieber verzichtet hätte. Fazit: "Fledermausland" ist ein Roman von anderer Art. Er spielt in der uns heute bekannten Welt, mit den heute bekannten Problemen, die sich immer um dasselbe drehen: Job/Studium/Schule, Frauen/Männer und einer Menge elterlicher Umklammerungsversuche, selbst wenn man schon "ausgewachsen" ist. Mit seinem flüssigen und humorvollem Schreibstil überzeugt Oliver Dierssen seine Leser von Beginn an. Eine unvorstellbare Situation, dass einem nachts in seinem Schlafzimmer eine Fledermaus aufwartet. Und das auch noch nackt. Die Gedankengänge des Protagonisten, Sebastian Schätz, drehen sich in vielerlei Hinsichten eigentlich nur um eines: Kim, das Mädchen, in das er verliebt ist. Der komplette Handlungsstrang zieht sich um diesen Charakter, nebenbei werden Vampire, Domowoje und Zwerge auf verrückte Art und Weise in die Handlung gebracht, ganz zu schweigen von den Untoten, die im Pflegeheim nebenan lauern. Mit einer frischen Prise Ironie und Sarkasmus kann man sich an manchen Stellen nur gegen die Stirn hauen, grinsen und lachen. Teilweise gibt es so absurde Stellen, dass man einfach nichts anderes tun kann. Und dabei ist dies durchaus keine negatibe Kritik, im Gegenteil. Dieser Roman zeichnet sich durch seine Verrücktheit aus und das ist es auch, was ihn so besonders und auch lesenswert macht. Für zwischendurch eine gute Lektüre, der man sich leicht hingeben kann und wer Abwechslung zur klischeehaften Fantasy sucht, ist hiermit allemale gut bedient. 3 Sterne von mir für diesen humorvollen Roman, der es sich lohnt, mit einem gewissen Grinsen auf dem Gesicht, gelesen zu werden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Folgt der Fledermaus in eine andere Welt,
Von
Rezension bezieht sich auf: Fledermausland (Taschenbuch)
Es sind bereits einige Wochen ins Land gezogen seitdem ich Fledermausland beendet habe. Ich weiß nicht was an diesem Buch so besonders ist, aber es beschäftigt mich noch immer.Doch beginnen wir ganz am Anfang. Der Start wusste mich zu fesseln... allerdings lockerten sich die Fesseln schnell wieder. Auch Hauptfigur Sebastian Schätz war mir zu Beginn nicht sonderlich sympathisch. Beides änderte sich aber mit zunehmender Seitenzahl merklich. Je weiter man Basti hinter den Vorhang der "ganz normalen Welt" in den Wahnsinn folgte umso spannender, witziger und absurder wurde es. Basti konnte immer mehr Sympathiepunkte sammeln, seine Reaktionen waren schlicht menschlich. Dinge die es nicht geben KANN erklärt er sich in seiner eigenen Logik, bis irgendwann der Knoten platzt... dann aber richtig. Sebastian ist ein "Held" mit Ängsten, Schwächen, Kanten... ABER eben auch mit Stärken, er muss sie nur erst noch erkennen. Basti könnte tatsächlich genau so neben uns allen wohnen. Besonders beeindruckt war ich wie authentisch Oliver Dierssen die Gefühle des frisch Verliebtseins im Leser zu wecken wusste. Man wünscht sich fast selber Kim so bald als möglich wieder zu sehen. Und man versteht die Welt nicht mehr als sie mit uns (Basitan UND dem Leser) Schluss macht. Auch die Fesseln zieht der Autor wieder straffer und straffer. Verrückte Ideen (die GEZ-Gebühren werden von Zwergen eingezogen... aber nicht nur DIE), wahnwitzige Charaktere (depressive Vampire, Oger die sich nicht gegen Mama durchzusetzen wissen, russische Hausgeister mit Putzfimmel) und noch so vieles mehr. Man will einfach weiterlesen. Der Schauplatz Hannover ist frisch und unverbraucht, ganz anders als die vielen Geschichten die immer nur in Berlin, Köln, Hamburg oder München spielen dürfen. Und für alle die denken sie kennen Hannover... lassen sie sich eines besseren belehren. Kommen wir zum Ende... dazu kann man nur sagen: SCHÖN! Und bitte, BITTE!!!! MEHR! Neumodisch würde man wohl Pageturner sagen. Ich sage, ein großartiges Buch von einem begnadeten Geschichtenerzähler. Noch eine Sache: Ich durfte Oliver Dierssen bei einer Lesung sehen und hören, ich hoffe schon jetzt auf ein Hörbuch das er selber liest. So perfekt pointiert kann einfach nur der Autor selber seine Geschichte erzählen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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