Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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39 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spannend und schräghumorig, 15. September 2009
Flavia ist nich so ganz von dieser Welt, um nicht zu sagen: sie lebt in ihrer eigenen. Jüngste Tochter einer verstorbenen Mutter und eines verschrobenen Vaters, hat sie sich eine ganz besondere Lebensnische ausgeguckt: Flavia ist von allem fasziniert, was mit Chemie zu tun hat, allen voran von Giften.
Erstes Studienobjekt ist ihre gehassliebte Schwester Ophelia, kurz Feely. Erste Genossin im Kampf gegen das Verbrechen ist Gladys - ihr Fahrrad.
Und Verbrechen gilt es zu bekämpfen, denn eines unschönen Morgens entdeckt Flavia einen Sterbenden im Buckshawschen Gurkenbeet. Leider weiß sie nur zu gut, daß ihr Vater Streit mit diesem Mann hatte - Colonel de Luce steht denn auch bald offiziell unter Mordverdacht. Jetzt legt Flavia los: mit Feuereifer macht sie sich daran, den aberwitzigsten (gelegentlich nur in ihrer Phantasie existierenden) Hinweisen zu folgen. Und lernt dabei zum ersten mal ihren Vater kennen...
Das Buch wurde ja ohne Ende mit Vorab-Lorbeeren überhäuft. Ein Preis auf Grundlage eines einzigen Kapitels? Das stimmt mich eher mißtrauisch, denn ich war schon öfter von Büchern enttäuscht, von denen ich die Leseproben hochspannend fand. Bei diesem Roman hier war mein Mißtrauen jedoch unbegründet - ich mochte es vom Fleck weg. Flavia und ihre Schwestern sind in sich schlüssig geschilderte Charaktere, und auch die Schwierigkeiten eines mutterlosen Mädchens mit ihrem in sich gekehrten Vater werden berührend beschrieben. Das ist eine ordentliche Portion Tragik in einer ansonsten witzig-skurrilen Geschichte. Und das funtkioniert sehr gut zusammen. Ich fand das Buch Klasse und freue mich schon sehr auf die Folgebände.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Feuer und Dampf, Dampf und Feuer. Destillation. Einfach herrlich!", 25. Oktober 2009
Die elfjährige Flavia lebt mit ihren Schwestern, Orphelia und Daphne, auf Buckshaw, dem Anwesen ihres Vaters, Colonel de Luce. Flavia ist ein liebenswert schräges Früchtchen mit einem analytischen Verstand und einem dazu passenden Chemielabor, in dem sie vorzugsweise Gifte zusammenmischt. Beides braucht sie um einen Mord aufzuklären, bei dem ihr Vater als Hauptverdächtiger festgenommen wird.
Hilfe bekommt sie von Inspektor Hewitt, dem sie allerdings immer eine Nasen(weis)länge voraus ist. Der muss sich beeilen, um mit dem Dreikäsehoch Schritt zu halten, denn Flavia ermittelt auf eigene Faust, und tritt damit eine Reise in die Vergangenheit ihres Vaters an.
Favia de Luce ist ein wunderbarer Charakter, der mir während des Lesens ein Dauerlächeln ins Gesicht gezaubert hat. Sie ist klug, selbständig und eigenbrödlerisch und weiß sich mit ihren elf Jahren gegen ihre beiden älteren Schwestern durchzusetzen. Dabei lässt sie sich nicht in eine Schublade stecken: Mal ist sie keck und taff, mal ein guter Kumpel oder ein gewitzter Sherlock Holmes, um einige Seiten weiter wieder ganz Kind zu sein.
Auffallend in dieser Geschichte waren für mich neben den etwas schrulligen Charakteren wie Flavia, Dogger oder Miss Montjoy zudem die Sprache des Autors, die sich erholsam von der Masse unterscheidet. Bei Alan Bradley sitzt jedes Wort. Er arbeitet mit Bildern und Metaphern und webt so mit jedem Satz ein lebendiges Bild seiner Heldin, die eine ganz eigene Art hat, ihre Umwelt wahrzunehmen. Das Ganze wird von witzigen Dialogen unterstrichen, wie dem auf Seite 43:
"Ich hab im Gurkenbeet eine Leiche gefunden"
"Das sieht dir mal wieder ähnlich!"
Abschließend möchte ich noch die beiden Übersetzer erwähnen, Gerald Jung und Katharina Orgaß, die einen richtig tollen Job gemacht haben.
"Mord im Gurkenbeet" (Original: "The Sweetness at the Bottom of the Pi") ist der Auftakt einer Serie um Flavia de Luce und ihren abenteuerlichen Ermittlungen. Teil 2 erscheint in den USA im März 2010 unter dem Titel "The Weed That Strings the Hangman's Bag: A Flavia de Luce Mystery".
Da bin ich in jedem Fall wieder mit dabei, denn der Roman war ein herrliches Lesevergnügen, den ich sehr empfehlen kann.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine ganz besondere Ermittlerin..., 1. November 2009
Die Familie de Luce ist schon ausgesprochen seltsam...
Nach dem frühen Tod der Mutter Harriet ist der Vater Colonel de Luce in Trauer versunken und seine drei Töchter Ophelia, Daphne und Flavia streiten sich, was das Zeug hält. Die elfjährige Flavia ist allerdings die Putzigste von allen. Ihr größtes Hobby ist die Chemie, vor allem Gifte jeglicher Art, deren Forschung sie sich im eigenen Labor widmet. Als Versuchskaninchen muss da schon mal ihre große Schwester Ophelia herhalten, die sich allerdings zu wehren weiß. Eines Tages entdeckt Flavia im Gurkenbeet ihres Gartens einen sterbenden Mann, der ihr im letzten Atemhauch ein seltsames Wort zuraunt. Dummerweise hat sie in der Nacht einen Streit ihres Vaters mit ebendiesem Mann belauscht und Colonel de Luce wird auch schon bald des Mordes verdächtigt. Nun kann Flavia nichts mehr halten und sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Immer an ihrer Seite ist Gladys, ihr altes, aber treues Fahrrad, das sie sicher zu allen Ermittlungsorten bringt.
Nachdem Alan Bradleys Buch schon vor Erscheinen hochgelobt wurde, waren auch meine Erwartungen dementsprechend hoch. Das Cover hat mich sofort begeistert, doch beim Inhalt haperte es ein bisschen. Das bereits preisgekrönte erste Kapitel konnte mich noch nicht vom Hocker hauen und auch mit Flavia tat ich mich anfangs etwas schwer, da sie ziemlich abgebrüht ist für ihr Alter, lügt ohne rot zu werden und wenig Emotionen zeigt.
Trotzdem konnte ich mich der Geschichte nicht entziehen, denn interessant ist sie allemal. Von Seite zu Seite wurde es dann auch immer besser, das letzte Drittel war dann richtig spannend und Flavia kam mir immer näher. Band 2 würde ich jedenfalls auch gern lesen, allein schon, um zu erfahren, wie es weitergeht mit diesem ungewöhnlichen Kind.
In weiteren Bänden würde ich mir allerdings wünschen, dass auch Flavias Schwestern und Nebenfiguren wie Dogger und Miss M mehr eingebunden werden, denn auch ihre Charaktere bieten alle eine Grundlage für mehr.
Es hat sich jedenfalls gelohnt, durchzuhalten und die Auflösung am Ende fand ich schlüssig und logisch.
Eine nette Lektüre mit einer ungewöhnlichen Protagonistin... :-)
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