Produktinformation
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„Sentinel - Verborgene Existenzen" kommt aus der gleichen Softwareschmiede wie schon die Erfolgstitel „Schizm" und „Schizm 2". „Sentinel" brilliert vor allem mit acht verschiedenen, in Echtzeit dargestellten Welten. Die abwechslungsreichen Landschaften laden zu umfangreichen nicht linearen Erkundungsreisen ein, denn die Story von „Sentinel" kann allein durch Bewältigung zahlreicher anspruchsvoller Rätsel enthüllt werden. Ohne große Erklärungen oder Intros befindet man sich schon kurz nach dem Spielstart mitten im Geschehen. In der Rolle des Ben erlebt man, wie ein Bösewicht unsere Schwester kidnappt. Um diese wieder zu finden, gilt es für Ben, das Geheimnis des 35. Grabes der Tastaner zu lüften, was ihn zu der Eingangs erwähnten Wächterin bringt.
„Sentinel" beinhaltet nun vielfältige Knobelaufgaben für den Spieler - diese beschränken sich zwar auf die Bewältigung von akustischen, visuellen und mechanischen Aufgaben, sind aber allesamt recht anspruchsvoll. Auf jeder der Welten gilt es, einen Kristall zu bekommen, der immer in einer Hauptkammer zu benutzen ist. Sollte man aber mal bei einem Rätsel nicht weiterwissen, so bietet „Sentinel" im Gegensatz zu vielen Genre-Konkurrenten die Option, sich eine kurze Beschreibung zum jeweiligen Rätsel einblenden zu lassen, was vor allem Genreneulingen ein zügiges Vorankommen erleichtert. Die Steuerung des Spiels ist überdies auch recht anfängerfreundlich gehalten und erinnert eher an einen 3D-Shooter als an typische Point'n'Klick Adventures.
Die 3D-Jupiter-Engine, die schon bei „No One Lives Forever 2" zum Einsatz kam, wurde auch bei „Sentinel" verwendet, nur leider nicht ganz so gelungen. Die Grafik überzeugt zwar zu Beginn durch nette Effekte und tolle Hintergründe, wird aber schnell eintönig und fad, da es einfach an Animationen fehlt. Die Sprachausgabe ist dafür aber etwas, was die Jungs bei der Adventure Company gut beherrschen. Diese ist nämlich wieder mal gut gelungen, bis auf die ein oder andere merkwürdige Lippensynchronisation.
Fazit: „Sentinel" knüpft spielerisch und atmosphärisch durchaus an seinen inoffiziellen Vorgänger „Shizm 2" an. Durch die einfacheren Rätsel und die Hilfefunktion werden auch Newbies recht gut mit dem spannenden Mix aus Abenteuer und Knobelspiel zurecht kommen. Grafisch darf man zwar nicht durchgehend Glanzleistungen erwarten, insgesamt kann „Sentinel" aber in allen Belangen überzeugen und vermittelt die spannende Story gekonnt mit der dazugehörigen Atmosphäre.
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