1. Flanieren geht über Studieren von Eva Völler
Franzi ist ein richtiges Landei das sich plötzlich in der Großstadt zurechtfinden muss. Nachdem ihre Mutter erneut geheiratet hat und nach Bolivien gegangen ist, zieht Franzi nach Frankfurt zu ihrer Tante Hildchen, um dort Jura zu studieren. Doch so leicht wie sich die junge Frau das Leben vorstellt, ist es leider nicht. Am meisten leidet Franzi unter ihrer ernormen Oberweite. Kein Mann scheint ihr in die Augen gucken zu können, daher spart sie seit einiger Zeit jede verfügbare Mark für eine Brustverkleinerung.
Bei ihrer Tante angekommen, muss sie zwischen pubertierenden Cousins und dem täglichen Wahnsinn eines Studenten zurechtfinden. Bald gewinnt sie auch neue Freunde, aber die Wohnungssuche scheint ein Kapitel für sich zu sein und so lernt Franzi eine amüsante Lektion des Lebens nach der anderen.
"Flanieren geht über studieren" ist eine direkt aus dem Leben gegriffene Geschichte, die von der Autorin spaßig und mit einem Augenzwinkern versehen, niedergeschrieben wurde. Wer sich mal wieder das Lebensgefühl der Neunziger zurückholen will, sollte diesen Roman nicht verpassen.
2. Der Hang zum Zweitmann von Jeanette Sanders
Die Freundinnen Mona und Lona sind wahrlich keine Kinder von Traurigkeit. Als Mona feststellt das ihr Dauerfreund und Liebhaber Leander auf seinen Forschungsreisen besonders das andere Geschlecht erforscht hat, beschließt sie sich zu rächen. Denn was die Männer können, das können Mona und Lona schon lange. Mona ist eine Autorin von erotischen Kurzgeschichten, die sich jede Menge amüsanter und knisternder Liebesabenteuer für ihre Heldin ausdenkt, wäre es nicht mal Zeit für sie diese auch im wahren Leben zu finden?
Also nimmt sie sich den Rat ihrer Freundin Mona zu Herzen: Ein Zweitmann muss her! Und zwar einer, für die angenehmen Dinge des Lebens. Und so ändert sich nicht nur das Leben von Mona ...
Eine spaßige und freche Story, die zeigt das der Weg zum Glück, manchmal mit vielen Kurven im Leben verbunden ist. Und wie das Glück aussieht, das muss jeder selber entscheiden. Jeanette Sanders schreibt frech und gekonnt über zwei nicht ganz alltägliche Frauen.
3. Frauen al dente von Marte Cormann (bereits fürs Fernsehen verfilmt)
Marlen Sommer, Hella Merten und Barbara Koch sind drei Single-Karrierefrauen, die die Männer zwar genießen wie sie kommen, aber ansonsten wenig Verwendung für Sie haben. Gerade wurde Marlen der Job als stellvertretende Chefredakteurin bei der Frauenzeitschrift „pleasure" angeboten, diese Stelle zu ergattern wäre für sie der absolute Traumjob. Und eins kann sie bei diesem Stellenangebot nicht gebrauchen, eine Familie. Daher genießt sie schon seit Jahren One-Night-Stands mit gut aussehenden Männern. Immerhin hat sie in ihrem Mitte-Dreißig-Alter noch immer viel zu bieten.
Und da passiert das Unglaubliche. Ein Rechtsanwalt kontaktet Marlen und teilt ihr mit, dass eine alte Freundin sie in ihrem Testament bedacht hat. Was Marlen jedoch nicht ahnt, ist das sie ein Baby geerbt hat. Klein-Lisa stellt schon bald die Wohngemeinschaft der eingeschworenen Singles gehörig auf den Kopf, und Marlen beginnt zum ersten Mal im Leben darüber nachzudenken das Karriere allein wohl doch nicht glücklich macht. Aber ist sie wirklich bereit die Vormundschaft für ein Kleinkind zu übernehmen? Und sollte es tatsächlich auch einen richtigen Traumprinzen für sie geben?
Herrlich, niemand schafft es so tolle Geschichten zu schreiben, wie Marte Cormann. Das ist deutsche Unterhaltung vom Feinsten. Ein wunderbares Buch für einen gemütlichen Samstagnachmittag.