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Wenn ein Autor mit einem Überraschungstitel quasi über Nacht berühmt wird, dann bemüht sich sein Verlag fast immer, bestehende Lücken in der nachfolgenden Produktionsphase dadurch zu füllen, indem er ältere Titel, die früher nicht ganz so gut gelaufen sind, übersetzen lässt und „nachschießt“. So ist es auch im Fall des 41-jährigen britischen Autors Simon Beckett, der mit seinen grandiosen Bestsellern Die Chemie des Todes und Kalte Asche Krimifans wie Buchhändler gleichermaßen erfreute. Flammenbrut nämlich ist ein Roman des Autors, der im Original bereits 1997 erschienen ist. Wer also einen grausigen Dr.-HunterThriller erwartet, wird bitterlich enttäuscht.
Wer sich Flammenbrut aber unvermittelt nähert, wird von dem psychologisch feinfühligen (und dadurch unterschwellig nicht weniger grausigen) Plot des Buchs mehr als positiv überrascht. Denn die Art, wie Beckett aus kleinsten Kleinigkeiten eine kriminalistische Story strickt und die Schlinge immer enger um den Hals der Hauptfigur legt, ist mehr als imposant. -- Stefan Kellerer
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Vorhersehbare Geschichte mit sympathischer Protagonistin,
Von
Rezension bezieht sich auf: Flammenbrut (Taschenbuch)
Die Mittdreißiger Kate Powell will schwanger werden. Und das am besten mit einem Samenspender, damit es nachher keinen Vater gibt, der auf irgendwelche Rechte pocht. nd am allerbesten mit jemanden, den sie kennt, damit sie auch weiß, worauf sie sich einlässt. Aber keinen aus dem Freundeskreis. Lieber einen, zu dem man Distanz wahren kann. So wie Alex, der sich als einziger auf die dubiose Anzeige gemeldet hat. Auf den ersten Blick scheinen die höchst eigenwilligen Launen der Werbefrau gestillt zu sein, wenn da nicht alles anders kommen würde.Es tut mir furchtbar leid, aber ich habe mit der Inhaltsangabe, die auch so in anderen Worten auf der Rückseite des Taschenbuchs erscheint, schon so ziemlich die Hälfte der Geschichte im Buch erzählt. Das ist jetzt keine Absicht gewesen, sondern einfach eines der größten Probleme im Buch: Es passiert einfach 200 Seiten lang NICHTS. Kate Powell hat auch ohne Schwangerschaft ziemliche Meinungs- und Stimmungsschwankungen, und wenn dann mit Alex der nervöse Psychotherapeut auftaucht, der die Antwort auf alle Fragen zu sein scheint, nimmt die Geschichte ihren höchst vorhersehbaren Lauf. Und sie endet genauso vorhersehbar. Ja, leider gibt es an Flammenbrut absolut nichts, was man nicht schon auf den ersten Seiten erahnen würde. Die Hinweise auf das zu erwartende Grauen sind nicht subtil, sondern höchst offensichtlich. Und das hat nicht nur mit dem eindeutigen Titel zu tun. Gut, das ist jetzt auf den ersten Blick ziemlich negativ, und doch muss ich sagen, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe und sogar ein positives Gefühl am Ende hatte. Das liegt vor allem daran, dass Simon Beckett es schafft, Kate Powell trotz ihrer Eigenarten unglaublich sympathisch erscheinen zu lassen. Außerdem ist das Buch erschreckend gut recherchiert, und wer sich spielerisch mit dem Thema der künstlichen Befruchtung auseinandersetzen will, hat da eine echt spannende Lektüre vor sich. Und auch wenn die Geschichte vorhersehbar ohne Ende ist, die gute Schreibe von Beckett macht den Durchgang mehr als erträglich. Jetzt bin ich im Zwiespalt. Wäre das Buch nicht so gekonnt geschrieben und hätte man nicht echt viel Zeit für die Charakterisierung verwendet, hätte ich wohl auf den ersten Seiten aufgehört. Auf der anderen Seite gibt's einfach keine nennenswerten Plottwists oder ähnliches, so dass man das Buch als Thriller empfehlen könnte. Auch nicht als Krimi. Der Kompromiss sind drei Sterne und der Hinweis auf "Die Chemie des Todes" und "Kalte Asche". Die Bücher sind nämlich wirklich gut. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
46 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
nicht zu vergleichen mit Obsession oder den David Hunter Romanen,
Rezension bezieht sich auf: Flammenbrut (Taschenbuch)
Ich habe die Bücher Obsession, Chemie des Todes und Kalte Asche verschlungen. Da war es keine Frage, dass ich mir auch dieses Buch gekauft hab. Und ich bin schwerst enttäuscht.Es ist in keiner Weise mit der Spannung und Qualität der anderen Bücher zu vergleichen. Die Hauptfigur Kate ist so flach beschrieben und die Story an sich auch nicht prickelnd. Und das ganze Buch ist so unlogisch. Warum sollte eine Frau, die grade erfolgreich ist wie nie, auf einmal auf die Idee kommen nur wegen eines Zeitschriftenartikels ein Kind zu wollen. Danach folgen gefühlte 200 Seiten Diskussionen mit der besten Freundin und mitten drin ein aggressiver und gewaltätiger Ex-Freund, der irgendwie ab und zu auftaucht und alles kurz und klein schlägt, und auch nicht ins Buch passt. Das man dann bei der Suche nach einem Samenspender auch auf einen komischen/psychopatischen Menschen trifft ist nicht besonders Originell. Also ich meine, von Krimis und Romanen erwartet man ja eine solche Wendung. Hinterher ist alles ziemlich vorhersehbar und relativ langweilig. Alles in allem konnte ich mich kaum mit der Hauptfigur identifizieren und auch ihre Gedankengänge erscheinen mir nicht sehr realistisch. Dieses Buch verdient es meiner Meinung nach nicht auf Platz 1 der Bestsellerliste zu stehen. Ich würde es nicht empfehlen, wenn man die anderen Bücher von Beckett gelesen hat, denn man wird nur enttäuscht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein spannendes Frühwerk von Simon Beckett,
Von Bibliophile (Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Flammenbrut (Taschenbuch)
"Flammenbrut" ist eines der Erstlingswerke von Simon Beckett und gehört nicht zu der Reihe um David Hunter. ("Chemie des Todes", "Kalte Asche" und "Leichenblässe").Kate Powell hat zwar ihren Traumjob, aber im Privatleben war bisher sie eher vom Pech verfolgt. Vor drei Jahren endete ihre letzte Beziehung so desaströs, dass sie sehr vorsichtig geworden ist. Auf der anderen Seite wird ihr Kinderwunsch immer größer. Deshalb gibt sie eine Kontaktanzeige auf, in der Hoffnung, einen sympathischen Menschen zu finden. Ihr Kind soll keinen anonymen Spender als Vater haben. Doch ihre Suche führt sie nicht zu einem geeigneten Spender, auch wenn es zunächst so scheint, sondern direkt in einen Albtraum... Simon Beckett schrieb "Flammenbrut" vor über zehn Jahren, als er sich noch nicht mit Gerichtsmedizin beschäftigte. Die Themen des Buchs (Psychische Probleme, Abtreibung, Stalking usw.) sind nach wie vor sehr aktuell und es werden geschickt auch moralische Probleme unserer Zeit angesprochen. Als Erstlingswerk ist es nicht schlecht, ein psychologisch geschickt konstruierter Thriller. Fans seiner späteren Werke könnten enttäuscht sein, denn wie auch sein anderes Frühwerk "Obsession" ist "Flammenbrut" spannend, aber nicht so rasant wie andere Bücher von ihm. "Flammenbrut" ist ganz anders als die Hunter-Bücher, aber nicht weniger lesenswert, wenn auch vielleicht für eine andere Zielgruppe. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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