Akustikgitarre 1 1995
... für sie dürfte die Veröffentlich des Lehrwerks von Gerhard Graf-Martinez eine Sensation sein. In Verbindung mit der beifügten CD hätte das Ergebnis dieser Arbeit nicht optimaler ausfallen können.
Áanda! märz 1995
Wer bisher mit der Bulera Probleme gehabt hat, wird sich aufgrund der transparenten Darstellung wundern, mit welcher Einfachheit die Buleras doch zu verstehen ist. ... Durch die logisch aufgebaute Lehrmethode bietet dieses Unterrichtswerk eine wichtige Orientierungshilfe für Gitarrenlehrer, die Flamenco unterrichten möchten.
Gitarre Aktuell 4 1994
Es gibt aber Lehrwerke, die zur Pflichtlektüre gehören. Gerhard Graf-Martinez hat sich bei der Konzeption seiner Schule offensichtlich sehr viel Gedanken gemacht und ein in seiner Art einzigartiges Lehrwerk verfasst, das jedem Aficionado wärmstens empfohlen werden muss. Diese Schule führt den Lernenden auf sicherem Wege zum Ziel, Flamencogitarrist zu werden.
Neue Musikzeitung 12 1994
Ein pralles Kompendium der Flamencomusik hat Gerhard Graf-Martinez hier geschaffen. Er schließt mit seiner Flamencoschule eine Lücke, denn eine Gitarrenschule, die diese Art von Musik derart ausführlich behandelt, gibt es bis jetzt meines Wissens nicht. Sehr gut vorgeführt werden hier die einzelnen komplexen Anschlagstechniken, eine CD mit allen bungen im langsamen und dann im originalen Tempo erweist sich als äußerst nützlich. ... für alle, die das Flamencospiel von der Pike auf lernen wollen!
Guitar 06 2001
Der erste Band von Gerhard Graf-Martinez« Flamenco Gitarrenschule ist so aufgebaut, wie man es sich von einem Lehrbuch wünscht. Graf-Martinez erklärt die Spieltechniken des Flamenco sinnvoll strukturiert und verständlich.
Kurzbeschreibung
Dieses klar und übersichtlich aufgebaute Flamenco-Lehr- und Nachschlagewerk zeigt jedem Gitarristen einen sicheren und gangbaren Weg in die faszinierende Welt des Flamenco. Die beiliegende CD mit allen Stücken und Hörbeispielen zu Band 1 und 2 ist nicht nur ein reines Hörvergnügen - "Flamenco puro" - sie vermittelt auch die notwendige, authentische Klangvorstellung und den pulsierenden Rhythmus des Flamenco, den "comps". Nur auf diese Art ist ein erfolgreiches Selbststudium überhaupt möglich und sinnvoll.
Der Verlag über das Buch
Gerhard Graf-Martinez ist Flamenco-Gitarrist und Lehrer aus Leidenschaft. Sein umfangreiches Insiderwissen - gewachsen aus der intensiven und freundschaftlichen Zusammenarbeit mit gitanos, guitarristas und maestros - ist in diesem zweibändigen Werk ebenso festgehalten, wie die wertvollen Erfahrungen aus seiner langjährigen Lehrtätigkeit bei nationalen und internationalen Seminaren und Workshops.
Der Autor über sein Buch
Diese Gitarrenschule ist für alle, die sich für die Flamenco-Gitarre und ihre Techniken interessieren. Für alle, die bislang keinen geeigneten Lehrer, oder entsprechendes Lehrmaterial fanden. Für alle, die schon Flamenco-Gitarre spielen, aber immer noch Fragen zu den Anschlagstechniken der rechten Hand haben. Für alle, die selbst Flamenco-Gitarre unterrichten, mag die Schule, mit ihrer logisch aufgebauten Lehrmethode, als Leitfaden und Orientierungshilfe dienen. Sie versteht sich gleichzeitig als ein Nachschlagwerk, für Fragen zum Flamenco allgemein. Alles, was meines Erachtens zum Flamenco-Gitarrenspiel gehört, die Instrumentenkunde, die Geschichte des Flamenco, die Erläuterungen der verschiedenen Gattungen mit ihren komplizierten Rhythmen und ein reichhaltiges Glossar ist in diesen beiden Bänden zusammengetragen. Auf Erläuterungen der Notenschrift und Tabulatur wurde verzichtet, da diese, sowie die Grundanschlagstechniken der Klassischen Gitarre vorausgesetzt werden. Die Tabulatur wurde auch mit Zeitwerten versehen, da ich der Meinung bin, dass sich auch der Tabulaturleser, sei es nur unbewusst, an diesen Zeitwerten orientiert. Für die Kenntnisse und Erfahrungen, die in diesem Lehrwerk festgehalten sind, waren meine zahlreichen Aufenthalte und die Arbeit in Madrid und Andalusien genauso wichtig, wie die Freundschaft und Bekanntschaft mit großen und weniger großen Maestros Und nicht zu vergessen, die erste Inspiration, durch den Gitarristen und langjährigen Freund Manolo Lohnes, der viel zur Entwicklung des Flamenco in Deutschland beigetragen hat. Im Laufe meiner 15jährigen Unterrichtstätigkeit wurde ich immer wieder aufs Neue gefordert zu überdenken und zu analysieren, was meine Finger und vor allem die der großen Maestros machen und wie ich das Erlernte und das Erfahrene weitergeben kann. Wie alle, die Flamenco, ob Gitarre oder Tanz, unterrichten, wurde ich von meinen Schülern zum Lehrer gemacht. Wesentliches habe ich auch bei den unzähligen Auftritten gelernt, die ohne jegliche Probe abliefen und bei denen mir die TänzerInnen und SängerInnen erst kurz vor dem Auftritt in der Garderobe vorgestellt wurden. Die Zusammenarbeit und das Unterwegssein, vor allem mit Gitanos, haben mir, als ausländischer Flamenco, Musiker und Mensch, viel gegeben. Durch all dies, wie auch durch die Zusammenarbeit mit meiner Partnerin und Bailaora graciosa Lela de Fuenteprado, wurde der Flamenco das, was er heute für mich ist - La vida. Flamenco ist nicht nur Gitarrenmusik. Obwohl er in aller Welt durch die Gitarre, bzw. durch Gitarristen wie Carlos Montoya und Manitas del Plata in den 60iger Jahren und in jüngster Zeit durch Paco de Luca, bekannt wurde, bilden die Eckpfeiler nach wie vor der Gesang, der Tanz, die Gitarre und die Jaleos. Flamenco ist zugleich eine sehr emotionale und doch strenge Kunstform und eine Lebenseinstellung. Flamenco bedeutet - Spontaneität, Improvisation in der Musik und im Lebensstil. Im Jetzt leben. Sich nicht aufgeben, trotz stärkster Bedrängnis. Mit dem Ventil der Musik und des Tanzes, seelische und körperliche Not überwinden, ohne Aggression. Das Schicksal wird akzeptiert, aus jeder Situation das Beste gemacht, sei es so noch wenig - und das alles mit ausgeprägter Lebensfreude und starkem Lebenswillen. Vielleicht ist Flamenco deshalb eine der elementarsten Musizier- und Tanzformen, die so stark vom Sich-Nachhören lebt. Dieses Lehrwerk kann aber bestenfalls nur Grammatik und Vokabular der Sprache Flamenco sein. Die Feinheiten und der Reichtum dieser Sprache, sollten dort erlernt werden, wo man sie spricht. Da dies nicht immer und für jeden möglich ist, sollte man sich zumindest viel mit der Flamenco-Musik auseinandersetzen. Schallplatten anhören, Konzertbesuche und Kontakt zu Flamencokünstlern suchen, vor allem zu Flamenco-Tanzschulen, die es inzwischen in jeder größeren Stadt gibt. Da es bis heute fast keine pädagogisch ausgebildeten Lehrer für Flamenco gibt, wurde die Musik immer nur mündlich weitervermittelt. Erst in jüngster Zeit hat man begonnen sie zu notieren. Alles wurde immer mündlich weitervermittelt. Flamenco wurde auch nie komponiert. Wenn es Arrangements gibt, dann mit großem Freiraum für Improvisation, d.h. mit freiem Zugriff auf die unzähligen Schubladen einer großen Kommode. Wobei der Inhalt der jeweiligen Schublade, die Falseta, irgendwann kreiert, und die Form der Kommode, die jeweilige Gattung mit ihren festgelegten Rhythmen und Regeln, vorher erlernt und geübt wurden. Nach diesem Prinzip ist diese Gitarrenschule aufgebaut. Es gibt keine kompletten Kompositionen. Die einzelnen übungen, Rhythmen und Variationen wurden bewusst nicht zusammengefasst, sondern der jeweiligen technischen Anforderung und dem Niveau angepasst. Mir geht es darum, dass der Lernende diese einzelnen Teile, oder Schubladen, auswendig lernt, um sie beliebig kombinieren zu können, allerdings ohne die Schubladen, mit denen anderer Kommoden zu vertauschen, oder die Form einer anderen Kommode zu verwenden.
Über den Autor
Gerhard Graf-Martinez spielte lange Zeit E-Gitarre bevor er mit seiner klassischen Ausbildung begann und später in Madrid und Andalusien Flamenco erlernte. Die Idee, Flamenco-Musik mit afro- und angloamerikanischer Musik zu verbinden, hatte er schon Anfang der Achtzigerjahre. 1987 erschien seine erste CD mit dem Titel Modo Nuevo, die damals von der Fachpresse hochgelobt wurde. 1994 veröffentlichte Gerhard Graf-Martinez eine zweibändige Flamenco-Gitarrenschule, die mittlerweile als Standardwerk im Bereich Flamenco gilt. Das umfassende Werk findet nicht nur bei uns großen Anklang, sondern in ganz Europa und bersee. 1999 erschien das Notenalbum Gipsy Guitar - Rumba Flamencas mit 2 beiliegend Audio-CDs. 2001 folgte Gipsy Guitar als multimediales Werk in Form einer CD-ROM. 2002 wird aufgrund des großen internationalen Erfolgs die Flamenco Gitarrenschule in Englsich veröffentlicht. Neben seiner Tätigkeit als Autor und Musiker, veranstaltet Gerhard Graf-Martinez jährlich die Flamenco-Tage in seiner Heimatstadt, gibt Workshops im In- und Ausland (auch via Internet!) und ist Gitarrist im Flamenco-Ensemble seiner Frau, der Tänzerin Lela de Fuenteprado.