Eigentlich ist dass ja immer so eine Sache mit ellenlangen Tracks. Und manchmal frage ich mich, wollen die Produzenten nen neuen Rekord für den längsten Track auf der Welt. Da dürfte zumindestens immer noch Manuel Göttsching mit seiner Chillhouse Nummer "E2-E4" auf Platz Nummer Eins stehen mit knappen 60 Minuten.
Aber okay, bei Ricardo weiß man ja, dass er gerne für einen Track 12 Minuten braucht und ohne dass es dem Zuhörer langweilig wird.
So war ich doch recht gespannt, wie nun sein Zieheuer Fizheuer klingt.
Herausgekommen ist dabei ein hypnotischer Track, nicht ganz so frickelig wie z.b. sein Daktari Remix, der von Anfang an anfängt. Also keine 3 Minuten Intro wo nur eine Strin läuft. Der Track setzt sich aus folgenden Teilen zusammen:
1. eine solider Grundloop
2. ein varierende Hit-Hat FX Konstruktion die sich "hochschraubt" und wieder "runterschraubt", ungefähr wie man so wie bei tiesto's adagio fpr strings.
3. ein weicher, angenehm monotoner "wackel organ akoord, der meist leise im Hintergrund poldert.
4. eine mächtige dominate Trompete, die gar nicht so richtig passend möchte und der Highlight des Tracks ist (passt zur Weinachtszeit :))
Langweilig wird es kaum, allerdings aber auch nicht umwerfend. Für Track 1 gibt 3v.6 Punkte.
Track 2 ist eine Art Remix, nur ohne die Trompete. Find ich unnötig, da auch das Thema damit schneller verbraucht ist.
Fazit: Zieheuer Fizheuer ist der bisher schwächste Titel von Meister Ricardo, auch wenn sehr experimentel. Ärgerlich auch, dass man gerade mal ein Frontcover bekommt. Ein Backcover fehlt.