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Fitzcarraldo - SZ-Cinemathek 7


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Fitzcarraldo - SZ-Cinemathek 7 + Aguirre, der Zorn Gottes + Mein liebster Feind - Klaus Kinski
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Produktinformation

  • Darsteller: Klaus Kinski, José Lewgoy, Miguel A. Fuentes, Paul Hittscher, Claudia Cardinale
  • Komponist: Popol Vuh
  • Künstler: Werner Herzog, Thomas Mauch, Lucki Stipetic
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 2.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Süddeutsche Zeitung GmbH
  • Erscheinungstermin: 16. April 2005
  • Produktionsjahr: 2003
  • Spieldauer: 151 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (49 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0007S5VQS
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 46.765 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

"Fitzcarraldo"
Iquitos, Südamerika um die Jahrhundertwende: ein Haufen verrotteter Bretterbuden auf schlammigem Boden, bevölkert von nackten Kindern und Schweinen. Hier träumt Brian Sweeney Fitzgerald, genannt Fitzcarraldo, von großer Oper. Er ist besessen von der Vorstellung, Enrico Caruso inmitten des Amazonas-Urwaldes einmal Verdi zelebrieren zu lassen. Für dieses Projekt muß ein gewaltiger Dampfer über einen Berg geschleppt werden. Mit Hilfe eines Indianerstammes, den der Urwald-Sisyphus zuvor mit der Schallplattenstimme des größten Sängers aller Zeiten betört hat, vollbringt er das scheinbar Unmögliche.
"Die Last der Träume"
Dokumentation über die Dreharbeiten zu Fitzcarraldo.

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Fitzcarraldo, die vierte Zusammenarbeit von Werner Herzog und Klaus Kinski, ist sicherlich ihr berühmtester Film und wahrscheinlich auch ihr bester. Der egomanische Star Kinski war in jedem ihrer Filme auch das Alter Ego Herzogs, sein vor der Kamera stehender Zwilling, der die Vision des Regisseurs erst mit Leben erfüllte. Ohne diese Nähe der beiden wäre Fitzcarraldo gar nicht denkbar. Hier sind sie wirklich eins geworden und haben gemeinsam ihren Traum von einem alles überwindenden Kunstwerk wahr werden lassen.

Wenn es im Kino überhaupt so etwas wie moderne Klassiker gibt, dann ist einer von ihnen diese Geschichte von dem besessenen Opernliebhaber Fitzcarraldo und seiner Idee, ein Dampfschiff über einen Urwaldhügel zu transportieren, um das Geld für ein Opernhaus mitten im Dschungel zusammenzukriegen. An sich kann man zwischen einem Film und seiner Produktion eine klare, trennende Linie ziehen; und das gilt eben nicht nur für Regiehandwerker, die einfach einen Auftrag erledigen, sondern auch für Filmemacher, die mit ihren Werken eine sehr persönliche Vision verfolgen. Doch hier gibt es diese Linie nicht. Die Grenze zwischen der Geschichte von Fitzcarraldo und den Geschichten seiner Entstehung verschwimmt, der Film wird zum Spiegel seiner selbst.

Fitzcarraldos Vorhaben, eine Oper in dem kleinen, vom Kautschuk lebenden peruanischen Nest Iquitos zu bauen, und sein Plan, das für den Kautschuktransport benötigte Schiff über den bewaldeten Hügel zu ziehen, sind Wahnsinn. Aber genau so ein Wahnsinn ist es auch, diese Geschichte im Urwald des Amazonasgebiets zu realisieren. Das große Thema Werner Herzogs, der Kampf des Menschen gegen die übermächtige Natur, spitzt sich hier zu auf den Kampf des Künstlers, der seinen größten Feind in der Natur und nicht in anderen Menschen findet. In der Besessenheit und dem Wahnsinn Fitzcarraldos setzt er sich selbst und allen anderen, die gegen jede Vernunft und jede Widrigkeit Kunst schaffen, ein Denkmal, das diesem Film gerade die Bewunderung von anderen visionären Regisseuren wie Francis Ford Coppola und Abel Ferrara eingetragen hat. --Sascha Westphal -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: DVD .

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Rezensent am 5. Juni 2004
Format: DVD
Werner Herzogs Meisterwerk ist sicher nicht vergleichbar mit
gängigen US-amerikanischen Actionproduktionen, die Millionen von US-$ verschlingen und mit wohlklingenden Namen von Schauspielern und Regisseuren aus Hollywoods Reihen glänzen können und gängige Bedürfnisse des heutigen Mainstreamgeschmacks befriedigen. Die Stars dieses Films sind Indios, die Kraft ihrer Muskeln gemeinsam einen ganzes Schiff über einen Dschungelberg ziehen, mittendrin ein phantastisch spielender Kinski zu der Musik von Caruso aus einem alten Grammophon wie ein Besessener hantierend. Obgleich ich mich mit der Pauschalbezeichnung 'Actionfilm' etwas schwer tue, muss man doch wohl bei Betrachtung dieser Szenen zu dem Schluss kommen, dass
wahrscheinlich selten in einem Film derart 'harte' Action tatsächlich vollzogen wurde, hier gehen die Protagonisten (allen voran Kinski) schweißtriefend an die Grenzen ihrer Leistungfähigkeit. Es ist die Gewissheit über das 'echte' Schiff, den 'echten' Berg und die 'echten' Indios, die im Hinblick auf die Strapazen beim Dreh Respekt einflössen. So vermag der Film auch die Anspannung und Strapazen der Figuren
in Fitzcarraldos Projekt perfekt zu vermitteln, obgleich die Handlung über weite Strecken langsam wie die Wasser des Amazonas
dahinfließt. Das mag viele, die nur rasante Action heutiger Abenteuerfilme kennen, vielleicht langweilen. Auch die Naivität und Bessessenheit des von Kinski unglaublich energiegeladen gespielten Titelhelden wird vielen schon 'zuviel des Guten' sein und es gilt hier, was für alle Kinski/Herzog-Filme gilt: Wer Kinskis Art nicht mag lässt besser die Finger von dem Film, allen anderen sei er wärmstens ans Herz gelegt.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Alex am 10. Dezember 2003
Format: DVD
Mit diesem 1981 entstandenen Filmliegt uns hier endlich (meiner Meinung nach) der BESTE Herzog/Kinski Film vor!
Fangen wir mal mit der Verpackung an:
Ein wunderschönes und (fast schon) edels Digipak lacht einen hier an. In diesem befinden sich neben vielen und wunderschönen (und zudem passenden) Filmszenenfotos, ein "Beilagezettel", welcher den Auszug einer Produktionsnotiz von Werner Herzog darstellt. Der Inhalt dieser Notiz bezieht sich auf Herzogs eindrücke vor dem ersten Drehtag.
Neben der DVD zu dem Hauptfilm (auf welcher sich als Bonus zudem noch Trailer, Biografien, Werkfotos und ein Audiokommentar von Werner Herzog und Laurens Straub befindet), befindet sich noch eine zweite DVD in diesem Digi-Pack. Auf dieser finden wir den ca. 95 min. langen und hochinteressanten Dokumentarfilm "Die Last der Träume" von Les Blank, über die extrem schwierigen und dramatischen Dreharbeiten zu "Fitzcarraldo".
Der Film selber ist wie gesagt ein Highlight, das immer noch seines gleichen sucht! Aber eines muss ich gleich im Vorfeld sagen: Wer nur dämliches und lautes "Bombast-Kino" kennt und sich dann diesen Film ansieht... ja, für diese könnte der Film die längsten 2 1/2 Std. ihres Lebens werden. Es gibt KEINE gewaltigen Actionorgien oder schnelle Kameraschwenks (aber dennoch nicht minder revolutionär!)!!
Aber für den Rest gilt: Der Film ist ein langes, subtiles und (und bis auf sehr wenige Szenen) sehr ausgeglichenes, ruhiges Meisterwerk, welches einen dennoch im immer weiteren Verlauf der Handlung in seinen Bann zieht und mitreisst...
"Träume sind Schäume"...
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von RUMBURAK am 3. April 2014
Format: DVD Verifizierter Kauf
"Fitzcarraldo, ich kröne sie zum Erfinder des Nutzlosen!"-
"Mein Herr ich werde meine Oper bauen. Ich bin in der Überzahl".
Fitzcarraldos manischer Blick bohrt sich fast in die Augen der Zweifler an seinem irrwitzigen Vorhaben.
Das gigantische Opernhaus im tiefsten Amazonasdschungel, der weltbekannte Sänger Caruso, der dort zwischen Eingeborenen der grünen Hölle Guiseppe Verdi intonieren soll- ein Himmelsfahrtskommando als Obsession eines einzigen Mannes.
Klaus Kinski in seiner umwerfensten ,unvergesslichen Rolle als Brian Sweeny Fitzgerald, gennant Fitzcarraldo, hoffnungslos gescheitert bereits mit verschiedenen Bahnbauprojekten durch unwegsames Dschungelgebiet, doch erfüllt von der einen besessenen Vorstellung: Irgendwie zu Geld zu kommen, um dieses Sinnbild eines entfesselten, kompromisslosen Kunstverständnisses in die Tat umzusetzen.
"Gott helfe mir, und wenn ich mit diesem Projekt sterbe, dann muß ich es für meinen Traum tun."
Das sind nicht die Worte Fitzcarraldos, sondern die des egomanischen Regisseurs dieses in der Filmgeschichte einmaligen Kraftaufwandes, Werner Herzog.
Keine Filmproduktion ist so legendär, so unfassbar und gefährlich wie "Fitzcarraldo".
Selbst "Apocalypse now" musste nicht mit so vielen Rückschlagen, mit soviel Blut Schweiß und Tränen regelrecht auf die Leindwand gehievt werden, wie dieses kraftraubende Kinomonstrum.
Grössenwahnsinng wie die Geschichte eines fiktiven Träumers und vollkommen irrsinnig und unglaublich ist die Produktionsgeschichte.
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