Mit „Fit fürs Physikum" ist nun das zweite Buch auf dem Markt, daß sich das ehrgeizige Ziel gesetzt hat, als 'eines für alles' den Studenten vollständig auf die Ärztliche Vorprüfung vorzubereiten. So begrüßenswert dieser Ansatz ist, so unbefriedigend ist er hier umgesetzt. Als Repetitorium konzipiert, hält es sich verständlicherweise nicht mit langen Erklärungen auf, sondern präsentiert sich eher als thematisch sortierte Stichwortsammlung. Wenn man in einem Gebiet nicht schon sehr sattelfest ist, kann man mit den kargen Erläuterungen kaum etwas anfangen - der häufige Blick ins Lehrbuch bleibt einem also nicht erspart. Bliebe der Trost, daß man wenigstens alle wichtigen Themen und Stichworte auf einen Blick hat, aber hier zeigt das Buch endgültig seine Untauglichkeit. In dem dargebotenen Wissen klaffen derart große Lücken, finden sich solche Ungenauigkeiten, daß man schon nach dem ersten Probekreuzen frustriert zum Lehrbuch greift. Diese Wissensdefizite können auch von den Kommentaren der Schwarzen/Gelben Reihen nicht beseitigt werden. Am ehesten nutzbar ist noch das Physiologiekapitel. Teilweise zum Lernen geeignet sind die zahlreichen Tabellen. Sehr utopisch ist der 10-Wochen-Ganztageslernplan - wer hat im vierten Semester zehn zusammenhängende Wochen Lernzeit vor dem Physikum? Alles in allem suggeriert dieses Buch eine komplette Prüfungsvorbereitung, die es überhaupt nicht bieten kann. Ob man den schriftlichen Teil damit besteht ist fraglich, der mündliche dürfte mit „Fit fürs Physikum" in einem Desaster enden. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)