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Praktischer Führer durch den Dschungel des Kunstmarktes - mit kleinen Schwächen!, 5. Januar 2008
Sich mit Kunst zu umgeben, wird für immer mehr Menschen ein Teil ihres modernen Lebensstils. Es ist für Anfänger nicht einfach, den internationalen Kunstmarkt, der eben nicht nur aus den englischen Auktionshäusern Sotheby's und Christie's besteht, zu durchschauen. Die Hamburger Kunstjournalistin Claudia Herstatt hat mit der Überarbeitung ihres Handbuches "Fit für den Kunstmarkt" einen aktuellen Überblick über den Kunstmarkt und allen daran Beteiligten zusammengestellt. In gut recherchierten Kapiteln erläutert sie kurzweilig die neuesten Trends und alteingesessenen Institutionen. Ein Buch, das dem Leser Tür und Tor in die spannende Welt des Kunsthandels öffnen möchte.
Leider haben sich in das Kapitel über Kunstauktionen einige Fehler eingeschlichen: Wenn man auf einer Auktion etwas ersteigert, kommt zu dem Zuschlag noch das Aufgeld (bis zu 20 %) dazu. Das so genannte Aufgeld enthält NICHT die Mehrwertsteuer. Diese wird auf den Zuschlag und das Aufgeld gemeinsam erhoben, was die zu bezahlende Summe noch einmal erheblich erhört. Auch stimmt es nicht, dass Auktionshäuser Schätzungen kostenlos machen, es sei denn, man möchte etwas zur Versteigerung anbieten.
In Anhang des Buches befindet sich eine kleine Literaturauswahl zu Büchern über zeitgenössische Kunst, Arbeiten auf Papier, Design, Fotografie und Medien. Leider fehlt der Auswahl an literarischen Werken das Theaterstück "Kunst" von Yasmina Reza, und die Behauptung "Utz" von Bruce Chatwin sei nur noch antiquarisch zu erwerben, ist schlichtweg falsch. Sehr nützlich sind die daran anschließende Auswahlliste von internationalen Galerien, jeweils mit Internetadresse, und ein Ortsregister. Für absolute Anfänger, an die sich die Autorin ausdrücklich richtet, wäre ein Glossar der Fachbegriffe eine nützliche Ergänzung. Wegen dieser Mängel 1 Stern Abzug.
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schnörkellose und kurzweilige Beschreibung, 7. April 2011
Der Kunstmarkt ist mehr denn je en vogue ' ein Hype, der die Menschen auf der ganzen Welt von Amerika über Europa, von Russland über den Nahen Osten bis hin nach China in seinen anhaltend profitablen Bann gezogen hat. Es wird in Rekorden gesammelt, ersteigert, investiert und rekordverdächtig darüber berichtet. Kunst ist, wie der Leipziger Galerist Judy Lybke vor kurzem bemerkt hat, öffentlich geworden. Doch wie öffentlich ist der Kunstmarkt? Wie verschafft man sich einen Überblick? Wie, wo und wann, auf welche Art und Weise soll man aktiv werden?
Mit Geduld, Konsequenz und der richtigen Vorbereitung ' so das Fazit nach der Lektüre des Handbuches von Claudia Herstatt 'Fit für den Kunstmarkt', das gerade in der zweiten Auflage bei Hatje Cantz erschienen ist. Es handelt sich dabei um einen Leitfaden, der beinahe jede Facette des Kunstmarktes berücksichtigt und diesen mit wirklicher Kennerschaft dem Laien nähe bringt. Die Autorin stellt die wichtigsten Seiten der Kunstwelt vor: die internationalen Messen, die Kunstvereine mit ihren exklusiven Jahresgaben, die Ausstellungsprojekte verschiedener Sammlerpersönlichkeiten wie Hoffmann, Langen, Goetz, die öffentlichen Sammlermuseen und die fördernde Bedeutung von Galerien. Sie setzt das Studium der wichtigsten Fachmagazine als Pflicht voraus, stellt aber auch die weltweiten Informationsplattformen zu diesem Thema im Internet vor. Sie beachtet in ihrem Buch Aspekte wie Kunst als Wertanlage, das Vorgehen bei Auktionen, Maßnahmen bei Kunstraub, Fälschung und Schäden. Sie macht deutlich, was der Aufbau einer Kunstsammlung noch bedeutet: Pflege ' Transport, Lagerung und Versicherung sowie die Sorge, welche Zukunft die Sammlung haben soll.
Claudia Herstatt beschreibt in kurzen Abschnitten das, was den Kunstmarkt ausmacht und das schnörkellos und kurzweilig. Sie fasst wichtigste Adresse und Informationen kompakt zusammen. Das Buch ist im wahrsten Sinne ein Handtaschen-Buch, in dem man gerne zweimal nachschlägt.
Winziger Wermutstropfen: Das Buch hat ein sehr ansprechendes Design in Schwarzweiß-Optik erhalten, entworfen von der Werbeagentur BOROS. Doch die Wahl, Kapitel invers zu beginnen ' weiße Schrift auf schwarzen Grund ' führt dazu, dass man auf den folgenden Seiten ein sehr unangenehmes Flimmern in den Augen bekommt. Da man allerdings unbedingt mehr lesen möchte, mag man dies vernachlässigen. --- Veronika Schuster für Kulturmanagement Network
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