Ich finde es einfach nur armselig, dass es niemand schafft, eine brauchbare Edelstahl-Orangenpresse auf den Markt zu bringen. Wir sind doch auch eine Spezies, die fähig ist, Menschen zum Mond zu fliegen - aber das mit dem Orangenpressen, das bekommen wir nicht hin, oder wie?
Vom Unterbau ist die Fissler in meinen Augen eigentlich perfekt - stabil, edel, ausreichend großer Tank, und auch das Sieb funktioniert bestens.
Nur: Der Stahlteil, der in die Orange eindringen soll um den Saft freizusetzen, ist der blanke Hohn. Das Ding ist einfach nur glatt und rund, es dringt also nicht in die Orange ein, sondern quetscht zunächst einmal die Frucht, sodass es einem als erstes auf die Hand und auf den Tisch spritzt (sehr hübsch gerade bei Blutorangen). Dadurch, dass auch die Lamellen weitgehend glatt sind (wozu, Fissler???), sind auch die Auspressbewegungen zur Ineffizienz verdammt.
Als Vergleichswert habe ich eine 0815-Plastikpresse um gefühlte 3 Euro: Der obere Teil läuft halbwegs spitz zu damit man gut in die Frucht kommt, die Lamellen bieten ausreichend kantigen Widerstand (obwohl sie aus Plastik sind!) und sind noch dazu asymmetrisch, d.h. sie stemmen/schrauben sich beim Auspressen regelrecht in die Frucht. Ist doch gar keine Wissenschaft?
Für einen Moment hab ich überlegt, ob ich der Fissler mit einer Stahlfeile zuleibe rücken soll, aber dazu war das Ding zu teuer. Also schicke ich es zurück.