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Fischvogel: Roman
 
 
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Fischvogel: Roman [Gebundene Ausgabe]

Beate Rothmaier
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt (1. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421044759
  • ISBN-13: 978-3421044754
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 597.169 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Beate Rothmaier
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Beate Rothmaier ist mit "Fischvogel" ein Meisterwerk gelungen.« (Deutschlandradio )

»Fesselt von der ersten Zeile an mit einer Zartheit und gleichzeitig Genauigkeit in der Beobachtung, die dem Leser den Atem nimmt.« (Wilhelmshavener Zeitung, 02.07.10 )

»Ein dunkel leuchtender Roman über die letzten Kindheitstage, erzählt in einem zeitlos schwebenden Ton, bildmächtig und voller Sprachmagie.« (Amper-Kurier, 19.05.10 )

Kurzbeschreibung

Der letzte Geruch von Sommer

Mikas Sommerferien verlaufen nicht wie erhofft: Ihre älteren Brüder verreisen ohne sie, ihre Freundin Ellen fährt mit dem Vater an die Adria, und die Eltern sorgen sich nur um den Jüngsten. Der kleine Bruder ist schwer krank, und Mika wünscht sich nichts so sehnlich wie seinen baldigen Tod. Am Ende des Sommers ist sie eine andere geworden, und nichts ist mehr, wie es war…

Der Sommer 1974 ist regnerisch und scheint Mika unendlich lang. Die Vierzehnjährige ist in diesen Ferien ganz auf sich gestellt. Sie streift durch den Wald, pflückt überreife Himbeeren, geht baden. Weit weg soll der leuchtend grüne Fluss sie treiben, vom Neckar bis zur Nordsee. Keiner würde es merken, dass sie abends nicht nach Hause käme – die Mutter kümmert sich nur noch um den schwer kranken Kleinen. Und der Vater, ein Bildhauer, versucht seine Angst vor dem bevorstehenden Tod des jüngsten Sohnes mit Arbeit und Alkohol zu bezwingen. Als der Vater wieder einmal zu viel getrunken hat, beschließt Mika abzuhauen.

Ein berührender Roman über die letzten Kindheitstage: Beate Rothmaier gelingt es überzeugend, die ambivalente Gedanken- und Gefühlswelt der vierzehnjährigen Mika lebendig werden zu lassen. In der seltsam bedrohlichen Wald- und Seenlandschaft spiegeln sich auf subtile Weise die Wirren des Erwachsenwerdens, die Angst vor dem Verlust eines geliebten Menschen, das Sehnen nach Liebe.


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Mika ist 14 Jahre alt und sie erfährt sehr schmerzhaft, wie es ist, nicht mehr Kind und auch noch nicht erwachsen zu sein. Nicht Fisch und nicht Fleisch, und schon gar nicht wie der freie Vogel, der sie so gerne sein möchte. In der Schilderung dieses Mädchens, in der Beschreibung eines ständigen Wechsels zwischen dem Wunsch, sich treiben zu lassen, einfach zurückzufallen und auf der anderen Seite der Sehnsucht, sich aufzuschwingen und endlich zu fliegen, hat die Schriftstellerin Beate Rothmaier das Thema ihres hier vorliegenden Entwicklungsromans gefunden.

Ein Roman über das Ende einer Kindheit. Zu seinem Beginn sitzt Mika in ihrem Baumhaus und liest in Joseph Conrads "Herz der Finsternis". Dessen Figuren und viele ihrer Aussprüche begleiten Mika über die ganze Geschichte, die in dem Buch erzählt wird. Sie sitzt oft auf dem Baum, weil sich im Haus niemand für sie interessiert, denn es dreht sich alles um ihren kleinen, krebskranken Bruder. Ihre Mutter ist mit den Nerven runter, der Vater, der als Bildhauer seine besten Tage auch schon hinter sich zu haben scheint, betäubt seinen nicht gezeigten Kummer mit Arbeit und Alkohol. Mika liebt ihren Bruder abgöttisch und wünscht ihm gleichzeitig den Tod, denn dann würde es wieder mehr um sie selbst gehen. Wegen ihm kann die Familie nicht nach Dänemark fahren an den geliebten See. Ihre drei großen Brüder dürfen allein dort hin, und Mika bleibt zurück, wobei ihr die gelegentlichen Treffen mit ihrer 'Freundinfeindin' Ellen auch nicht viel weiterhelfen. Ellen plant ganz genau ihre Defloration und Mika hat Angst, auch hier ins Hintertreffen zu geraten.

Als Ellen dann auch verreist, macht sich Mika heimlich mit dem Rad auf den Weg zu den Brüdern an den See. Unterwegs wird sie Opfer von sexueller Gewalt und rappelt sich in einem langen und quälenden Prozess wieder auf. Ganz am Ende, der Bruder ist gestorben, verlässt sie das Haus ihrer Kindheit im Baum demontiert die Strickleiter und springt auf die Erde. Ein wunderbares Symbol.

Das Buch spielt im Sommer des Jahres 1974, einer Zeit, in der es noch keine Handys gab, sondern Starfighter im Tierflug Lieder von Joan Baez und Bob Dylan. Dennoch ist der Roman zeitlos, denn es geht um den quälenden Zustand zwischen Kindheit und Erwachsensein. Ein Buch, in dem Erwachsene durchaus ihre eigene Pubertät mit reflektieren können. Sensibel geschrieben und absolut empfehlenswert. Nach ihrem von der Kritik sehr positiv aufgenommenen Debütroman "Caspar" (2005) ein weiterer beachtlicher Roman einer Autorin, von der man noch viel hören wird.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
klein und doch so stark 29. März 2010
Von Christian Döring HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Mika ist 14. So an der Schwelle von kaum noch Kind und doch längst noch nicht erwachsen sein, brauchen Jugendliche ein Gegenüber. Wie es ist, wenn dieses Gegenüber nicht da ist oder keine Zeit hat, erlebe ich in diesem kleinen Büchlein mit ungeheuerem Tiefgang.

Das Mädchen Mika hat zwar eine Familie, aber dennoch ist sie allein. Ihre beiden großen Brüder entfliehen dem zu Haus und sind über die Ferien mit dem Zelt unterwegs. Ihr Vater lebt zwischen seiner Bildhauerei und dem Alkohol und ihre Mutter kümmert sich bis zum ausgebranntsein um den kleinen schwer kranken Bruder. Zeit für Mika bleibt da bei keinem übrig.

Eines Tages entflieht Mika ihrem zu Hause. Sie mag nicht mehr. Sie fühlt sich kaputt und erschlagen, meint untergehen zu müssen und durchlebt dies auch in der starken Strömung gegen die sie ankämpft.

Beate Rothmaier hat mit dieser Geschichte dem Leser Einblicke in die Gefühlswelt Jugendlicher ermöglicht. Wasser ist ein immer wieder kehrendes Element dieser Geschichte. Wird Mika der Stömung entfliehen? Wird sie trotz aller Widrigkeiten die Schwelle zum Erwachsensein schaffen?
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der bald Vierzehnjärigen Mika stehen lange Sommerferien zuhause bevor. Während ihre Brüder zusammen am See campieren gehen und Mikas Schulkolleginnen an die Adria fahren, wird sie selber sich mit der grossen Langeweile herumzuschlagen haben. Denn Mikas Eltern haben keine Zeit und auch keine Energie, um sich mit der Heranwachsenden zu beschäftigen und sich ihrer Fragen und Unsicherheiten anzunehmen. Sie haben genug Sorgen mit dem jüngsten Kind, das wahrscheinlich unheilbar krank ist und alle Fürsorge seiner Erzeuger absorbiert, so dass aber auch gar nichts mehr übrig bleibt. Und dennoch versucht Mika, die kein Kind mehr ist und auch noch nicht recht Frau, zu fassen, was von einer Kindheit übrig bleibt, um es loszulassen und zu merken, dass da vielleicht nie ein Ersatz sein wird, für die kleinen und grossen Mythen einer Kindheit, die so plötzlich vergehen wie auch alle Sommerferien einmal vergehen. Und was sich da auftut ist schliesslich nicht ein Panorama der Möglichkeiten, sondern die verblüffend engen Aussichten eines Lebens, dem man immer weniger zutraut, dass es das eigene sein soll.

Beate Rothmaier hat mit Fischvogel einen feinsinnigen, tiefgründigen Coming-Of-Age-Roman vorgelegt, der gerade in seiner langweiligen Rhythmik gefangen nimmt, der einen einlullt wie ein träger heisser Sommernachmittag, und der keine Versprechen macht. Es ist die Geschichte einer Verwandlung, wie sie vielleicht jeder durchläuft. Es ist die Zeit eines letzten Sommers wie es keinen anderen mehr geben wird.
Aber es ist in gewissem Sinne aber auch ein historischer Roman, der die verklärten 68er-Jahre in ein neues Licht rückt, ohne Sepia-Filter, ein Szenario, das den Menschen in seiner verzweifelten Aufbruchstimmung genau so wenig in einer Welt unbegrenzter Freiheiten und ohne Zwänge situiert, wie es zuvor oder danach geschehen würde.
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