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Fischtal
 
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Fischtal (Gebundene Ausgabe)

von Philipp Tingler (Autor)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 302 Seiten
  • Verlag: Kein & Aber; Auflage: 1 (1. Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3036955062
  • ISBN-13: 978-3036955063
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 327.281 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Philipp Tingler erforscht das Leben selbst, das ihm zwar oft die Fassung zu rauben vermag, aber niemals die Worte." (Vogue)


Kurzbeschreibung

Endlich ist er da: Fischtal, der erste Roman von Philipp Tingler. Eine atmosphärisch dichte Familiengeschichte über die schwachen Nerven des Großbürgertums und den hohen Preis der Selbstbeherrschung.

Die letzten Tage von Westberlin sind angebrochen. Allerdings merkt davon niemand etwas, jedenfalls nicht in Zehlendorf, jenem Teil der Stadt, "wo die Gärten so groß sind, dass man seine Nachbarn nicht sieht". Dort bewohnt der siebzehnjährige Gustav zusammen mit seiner Großmutter ein Haus namens Fischtal, inmitten einer Gesellschaft, deren größte Sorge es zu sein scheint, dass die Putzfrau heimlich das Konfekt isst, und deren Wohnzimmer von den merkwürdigsten Gestalten bevölkert werden. An denen herrscht auch in seiner eigenen weitverzweigten Verwandtschaft kein Mangel. Als die Großmutter Jahre später stirbt, kehrt Gustav zur "Sichtung der Erbmasse" ins Fischtal zurück. In den verfallenden Kulissen längst vergangener Tage entsinnt er sich seiner Familie und einer Welt, in der kühler Realitätssinn, glatte Oberfläche und puritanische Sittenstrenge gepredigt werden, in der man über andere Menschen streng Gericht hält - dabei in der krokodilledernen Handtasche stets griffbereit: der silberne Flachmann und die Pillendose von Cartier.

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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Geschmacksache, 30. Juni 2008
Philipp Tingler, Fischtal, Kein und Aber, 2007,303 Seiten

Fischtal ist ein Haus Berliner Bauart in Zehlendorf, voll von angestaubten Erinnerungsstücken an das Gutbürgertum vom ersten Weltkrieg bis zum Mauerfall. Ein Zeitalter, in Auflösung begriffen, ebenso wie eine Gesellschaft, die sich nicht nur zum Abendessen verkleidet.
Gustav sichtet als erster den Nachlass seiner Großmutter, bei der er aufgewachsen ist. Einen Teil der Erbschaft haben er und jeder der bald einfallenden Verwandtschaft, allerdings schon lange unfreiwillig mit sich genommen. Wertvorstellungen und Klischees der Familie - vieles allerdings nur mühsam aufrechterhaltene Fassade, hinter der es gewaltig bröckelt. Gustav erinnert sich an seine Kindheit, besonders an seine Großmutter. Darf man jemanden lieben, der nicht liebenswert erscheint? Ist ein engherziges Zuhause besser als gar keins? Eindeutig - ja.
Die Gesellschaft, die der Autor (möglicherweise autobiografisch) skizziert ist, wie auch der Roman, überladen mit geschraubten Wendungen, gekünstelten Dialogen, verdrehten Sätzen und besonders im zweiten Teil, sinnfreien Personenbeschreibungen. Was wollen die Akteure eigentlich manchmal sagen, wenn sie etwas sagen?
Dieses Stück Gegenwartsliteratur arbeitet mit Superlativen und der Beschreibung von Äußerlichkeiten. Damit bildet der Stil des Romans die Geisteshaltung unserer heutigen Gesellschaft treffend ab.
Der mühsam zu verfolgende rote Faden geht bei einer Rückschau schon einmal verloren. Dem Leser bleiben unaufhörliche Wiederholungen nicht erspart, wohlmeinend interpretiert: "Das ist bestimmt ein Stilmittel!" So soll wohl auch die häufig gestelzte Ausdrucksweise vermutlich eine bestimmte Atmosphäre erzeugen. "Dadurch wird es auch nicht interessanter!", hätte vielleicht die Großmutter kommentiert.
Witz ist sicher ein definitionsbedürftiger, individueller Begriff. Die Diagnose "Voll sprachlichem Witz" taz, ist "trotz dem schlechten Licht" (S. 18, Abs. 2, Zeile 1) dann Geschmackssache.
Authentisch da, wo ein liebevolles Bild der Großmutter oder eine persönliche Erinnerung gezeichnet wird. Bemüht da, wo "ein Eindruck" erzeugt werden soll.
Das Buch ist, meiner Ansicht nach, nicht als entspannte Strandlektüre zu verwenden, ein Capote ist es aber auch nicht, allenfalls hat der Autor Capote gelesen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Nicht so dolle, 5. Januar 2008
Der Roman fängt interessant an und ist gut geschrieben, man kommt gut rein und mag das Buch gar nicht wieder weglegen. Allerdings hat man den Eindruck, dem Autor ist im letzten Drittel die Puste ausgegangen - die Beschreibungen der Schulerlebnisse der Hauptfigur sollen lustig sein, sind aber eine eher quälende und, man kann es nicht anders sagen, langweilige Lektüre. Die ständige Erwähnung von Markennamen teurer Porzellane (Neuosier) ist ermüdend und sehr viel weniger lustig, als der Autor meint. Wer eine wirkliche (und wirklich bösartig komische) Abrechnung mit der Oberschicht lesen will, der kaufe sich die Romane von Edward St. Aubyn, die auch hier wohl Pate gestanden haben mögen.
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4.0 von 5 Sternen Guter (autobiographischer) Roman..., 15. Februar 2008
...hierbei handelt es sich wohl um einen autobiographischen Roman von Philipp Tingler. Wer seine vorigen Bücher gelesen hat, dem werden wohl einige Verknüpfungen auffallen und einige offenen Fragen können hiermit gelöst werden, auch wenn es dem Leser komisch vorkommt, wenn Tingler kapitleweise Interesse an Frauen sugeriert, wo nur an wenigen Stellen im Buch (auffallend vor allem bei der Sektkellner-Szene) homoerotische Gedanken zu Papier gebracht werden. Der Handlungsstrang ist gut durchdacht und durchgehend (gerade bei autobiographischen Büchern neigen Autoren leider oft dazu, von Gegebenheiten zu schreiben, wo nur ihnen selbst Hintergrundwissen klar ist, dem Leser aber Hintergrundinformationen fehlen), doch wird es leider kurzfristig im letzten Drittel des Buches etwas langatmig. Hier wäre es interessanter gewesen, nicht so viel von aussenstehenden Personen zu berichten.
Alles in allem jedoch ein empfehlens- und lesenswertes Buch.
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