Kurzbeschreibung
In der Regenzeit entstehen in der afrikanischen Savanne eine Vielzahl stehender und zeitweilig fließender Klein- und Kleinstgewässer. Diese häufig nur für wenige Wochen oder Monate existierenden Gewässer scheinen für viele Fischarten von besonderer Bedeutung zu sein. Viele nutzen diese ephemeren Savannengewässer als Laich- und Aufwuchshabitat, anderen Fischarten dienen sie wiederum als Nahrungsgrund. Es scheint zunächst zu verwundern, dass diese Gewässer überhaupt von Fischen aus den permanent wasserführenden Gewässern besiedelt werden. Einerseits besteht aufgrund der Austrocknungsgefahr ein hohes Sterberisiko für die eingewanderten Fische, andererseits ist die Ein- und Auswanderung mit einem nicht unwesentlichen Energieaufwand verbunden. In einer explorativen Studie wurden im Jahr 2002 die Fischgemeinschaften ephemerer Savannengewässer im Comoé Nationalpark (Elfenbeinküste) untersucht. Ziel dieser Studie war es räumliche und zeitliche Nutzungsmuster einzelner Fischarten zu bestimmen. Die dazugehörigen Ergebnisse sind in diesem Buch zusammengefasst.
Über den Autor
Diplom-Biologe. Studium an der Universität Rostock. Von 2005 bis 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter (Doktorand) am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin. 2010 freier Mitarbeiter bei der IUCN. Seit 2011 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Angewandte Ökosystemforschung GmbH in Broderstorf.