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Fischer Weltgeschichte, Bd.17, Indien - Geschichte des Subkontinents von der Induskultur bis zum Beginn der englischen Herrschaft.
 
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Fischer Weltgeschichte, Bd.17, Indien - Geschichte des Subkontinents von der Induskultur bis zum Beginn der englischen Herrschaft. [Broschiert]

Ainslie T. Embree , Friedrich Wilhelm
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Indien ist für den Okzident lange Zeit das exotische, westlichem Verständnis nur schwer zugängliche Märchenland gewesen, als das es fabulierfreudige Reisende in ihren Berichten erscheinen ließen. Die abendländische Historiographie hat ihr Interesse dem Subkontinent erst relativ spät zugewandt, und so sind Kultur und Geschichte dieses Gebietes dem europäischen Leser auch heute noch wenig vertraut. In diesem Band geben der Münchner Privatdozent Dr. Wilhelm und Professor Embree von der Columbia University, zwei Gelehrte, die Indien aus eigener Anschauung kennen, ein Bild der historischen Entwicklung, das die bunte Vielfalt der Ereignisse zeigt und zugleich ordnet. Die Schilderung reicht weit: von der rätselhaften Zeit vor der Einwanderung arischer Stämme bis ins 18. Jahrhundert, als der Subkontinent mehr und mehr unter britische Oberhoheit geriet. Immer wieder haben fremde Völker auf die Entwicklung in Indien eingewirkt: nacheinander brachen Hunnen, Araber und türkische Völkerschaften ins Land ein, der Islam fand Eingang, mohammedanische Dynastien entstanden. Später traten die Europäer auf; die Engländer unterwarfen schließlich das ganze riesige Land ihrer Herrschaft. Damit wurde ein Problem fürs erste gelöst, das durch Jahrhunderte bestanden hatte: der Widerstreit zwischen Zentralgewalt und regionalen Mächten des Landes und damit die Schwierigkeit, ein leistungsfähiges Verwaltungssystem zu errichten. Im Kampf mit diesem Problem haben sich die großen, von legendärem Glanz umgebenen Herrschergestalten der indischen Geschichte bewähren müssen, Kaiser Aœoka (3. Jahrhundert v. Chr.), unter dem der Buddhismus den ersten Schritt zur Weltgeltung tat, ebenso wie Kaiser Akbar (16. Jahrhundert), der die Größe des Moghul-Reiches begründete. Die Verfasser lassen diese großen Herrscher plastisch hervortreten; sie widmen sich aber auch eingehend der Entwicklung der Regionalreiche; darüber hinaus würdigen sie die eindrucksvollen Leistungen der Kunst und der Literatur, sie zeigen die vielfältigen Ausprägungen der Religiosität, die Bedeutung der sozialen Ordnungen und die Veränderungen der Wirtschaftsverhältnisse.
Die Geschichte des Subkontinents findet ihre Fortsetzung in den Bänden 29 und 33 der "Fischer Weltgeschichte" ("Die Kolonialreiche seit dem 18. Jahrhundert" und "Das moderne Asien").
Der Band ist in sich abgeschlossen und mit Abbildungen, Kartenskizzen und einem Literaturverzeichnis ausgestattet. Ein Personen- und Sachregister erleichtert dem Leser die rasche Orientierung.

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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ludwigwitzani TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Viertausend Jahre Geschichte in einem Taschenbuch - ist das möglich? Ainslee T.Embree und Friedrich Wilhelm, die Autoren des vorliegenden Bandes, wollten es wenigstens versuchen und führen den Leser mit diesem kleinen Buch, das in jede Fototasche passt, auf etwa 300 Seiten durch nahezu die gesamte Geschichte des indischen Subkontinentes.
Alles beginnt mit den Induskulturen von Harrappa und Mohendscho Daro, einer der ersten urbanen Kulturen der Menschheit, die durch die Einwanderung der Arier im 2. vorchristlichen Jahrtausend überlagert wurde. Die Arier brachten Indien den Hinduismus und das Kastensystem, seine Götter und seine Mythen, die ihm bis heute erhalten blieben. Sie gaben Indien seine wirklich entscheidende und erste Prägung. Die persischen Achaimeniden und die Griechen im Gefolge Alexanders blieben Episoden, Indien folgte seinem eignen Rhythmus, entwickelte als Antagonismus zum erstarrten Hinduismus bald den Buddhismus und den Jainismus, Das Reich Ashokas stieg auf und verfiel, auf das Hinayana folgte das Mahayana, es kamen die Guptas, die Weißen Hunnen und die Kushan-Könige, schier unüberschaubar erscheint mit der Zeit die Vielfalt der Imperien, die sich wie Kugelfische plötzlich aufblähen, ausdehnen, zerplatzen und vergehen.
Folgt man der Darstellung des vorliegenden Buches aber vollzieht sich am Ende des 12. Jhdts mit dem Einfall der Mohammedaner und der Entstehung des Sultanats von Delhi die zweite epochale Prägung des Subkontinentes. Von nun an ist Indien religiös geteilt: im Norden herrschen die islamischen Sultane, in deren Reiche Millionen der Unberührbaren und der unteren Hindukasten zum egalitären Islam übertreten, im Süden entsteht das hinduistische Großreich von Vijayanagar. Im 16. Jhdt. werden beide Regionen durch den Mogulkaiser Akbar geeinigt, ein asiatisches Großreich entsteht, das erst mit dem Tod des siebten Großmoguls Aurangazeb 1707 zusammenbricht. Wie es weiterging ist bekannt: nach den Zwischenspielen des Nizzams von Hyderahbad und des Oudh von Bengalen traten die Briten das Erbe der Moguls an und vereinigten Indien unter ihre Herrschaft. Damit endet das vorliegende Buch, die Geschichte des Modernen Indiens wird im 29. und 33. Band der Fischer Weltgeschichte behandelt.
Ich habe das vorliegenden Buch auf insgesamt neun Indienreisen immer wieder mit Gewinn vor Ort gelesen. In Golkonda, der Riesenfestung des Aurangazeb im Dekkan kann man mit dem kleinen Buch in der Hand eine informative Stunde auf den Burgmauern verbringen, am Ufer von Mahaballipuram informierte es mich über die Handelsbeziehungen der Pallawakönige mit Südostasien, ich saß mit ihm auf dem Berg Sigiriya auf Sri Lanka, vor dem Bahubali in Sravanabelagola oder vor dem Tadsch Mahal von Agra. Für Leute mit Vorkenntnissen und Interesse ist es also ein guter Informant, der zu allen Etappen der gesamtindischen Geschichte erstaunlich detaillierte (aber furztrochene) Abrisse liefert. (Hier leistet auch das umfangreiche Register gute Dienste, wenngleich dessen Lektüre ohne Brille unmöglich ist. )
Für Indieneinsteiger kann ich das Buch guten Gewissens aber nicht empfehlen. Die Details; mit denen die beiden Autoren den Leser bombardieren, erschlagen jeden Novizen. Die Diktion der Darstellung ist durch und durch unredundant, mit anderen Worten: kein Lesevergnügen und die Bebilderung ungemein sparsam. Mein Tip: vor diesem Buch zur Einführung den entsprechenden Indienband aus der guten alten Kulturgeschichte von Will und Ariel Durant lesen.
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8 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr gutes Geschichtsbuch 12. Januar 2000
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Der 17. von 36 Bänden der Fischer Weltgeschichte beschäftigt sich mit dem Indischen Subkontinent in der Zeit von der Induskultur bis zum Beginn der englischen Herrschaft. Die Schilderungen des Münchner Privatdozenten Dr. Wilhelm und des Professoren Embree von der Columbia University gehen von der Einwanderung der arabischen Stämme aus dem 1. Jahrtausend v.Chr. über die Entstehung von Buddhismus und Jinismus, die islamischen Invasionen und das Moghul-Reich bis zur englischen Kolonialisierung. Dabei widmen sich die Autoren auch den Entwicklungen in den Regionalreichen, ohne aber den Überblick über das Ganze zu verlieren. Die insgesamt 42 Abbildungen, das ausführliche Literaturverzeichnis und das Register sorgen zusätzlich dafür, dass das Buch auch wissenschaftlichen Ansprüchen standhalten kann. Wer nach diesem Buch weitergehende Informationen über die spätere Geschichte Asiens im Rahmen der Fischer Weltgeschichte sucht, sollte in den Bänden 29 („Die Kolonialreiche seit dem 18. Jahrhundert")und 33 („Das moderne Asien") nachsehen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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