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Fische haben Feinde, Fischstäbchen nicht. Überlegensstrategien fürs Büro - So wehren Sie sich gegen Feinde
 
 
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Fische haben Feinde, Fischstäbchen nicht. Überlegensstrategien fürs Büro - So wehren Sie sich gegen Feinde [Broschiert]

Helmut Kraft
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 200 Seiten
  • Verlag: Redline Verlag (12. Juli 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3868812660
  • ISBN-13: 978-3868812664
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,8 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 128.532 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Jeder hat die Wahl: Man kann lebendig wie ein Fisch im Meer des Lebens schwimmen, muss dann aber mit der Gefahr umgehen, dass hinter jeder Koralle Feinde lauern. Oder man sucht die vermeintliche Sicherheit und fristet ein Dasein als angepasstes Fischstäbchen: genormt, leblos, verzehrfertig und austauschbar.

Feinde gehören nun einmal zum Berufsleben, gute Gegner machen es sogar interessanter und können hervorragende Motivatoren sein. Warum also nicht akzeptieren, dass nicht alle Konflikte gelöst werden können? Besser ist es, ist, sich von den Patentrezepten zur Konfliktlösung zu verabschieden und sein »Feindhandicap« zu trainieren. Denn je mehr unorthodoxe, paradoxe und unerwartete Strategien im Haifischbecken eingesetzt werden, desto schneller werden Feinde zu ebenbürtigen Sparringspartnern oder zu Fischstäbchen. Auf humorvolle Weise vermittelt dieses Buch ungewöhnliche Strategien im Umgang mit Konflikten, Streit oder Feinden.

Über den Autor

Helmut Kraft war Personalentwickler, Lehrer, Theologe, Musiker, Sportler und Animateur. Heute ist er ist er ein gefragter Managementtrainer und -coach. Darüber hinaus ist er ein erfahrener »Frontkämpfer« in beruflichen und privaten Konflikten mit hervorragendem Feindhandicap.



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Format:Broschiert
Die bittere Wahrheit ist: Höllisch teuflisch geht es in manchen Büros und im Leben zu. Doch sollten wir uns deswegen zurückziehen oder versuchen, unsere Feinde mit uns zu versöhnen? Und gibt es nicht auch andere Stimmen und Wahrnehmungen in uns? Kennen wir sie nicht auch, die ewigen Widersacher in der Politik wie im Leben? Widersacher, die auch nach vorne bringen können, weil sie uns reizen, Positionen zu finden und andere Wege zu gehen? Ist eine gepflegte Rivalität und das Ausfechten so mancher Meinungsverschiedenheit nicht das Salz in so mancher fader Lebens- und Alltagssuppe? Und hilft sie nicht, zu spüren, wer wir eigentlich sind.
Helmut Krafts provokante These könnte auf den ersten Blick ungefähr lauten: Wer die großen Fische in Büro und Leben fürchtet und ständig kuscht, wird im Fischschwarm unserer Existenz langfristig sicher unglückliches Fischstäbchen bleiben. Übersetzt hieße dies: Eine gepflegte Feindschaft, eine noch gepflegtere Rivalität, ein kultivierter Streit - auch wenn es sich archaisch anhört - kann der beste Ansporn sein, sich zu regen und mit sich selbst auseinanderzusetzen. Widerstand zu spüren hilft uns also, wenn wir richtig damit umgehen lernen, lebendig zu bleiben, uns zu behaupten, uns durchzusetzen UND zu wachsen.

Gleich vorweg sei gesagt: Hier geht es wahrlich nicht etwa um eine Mobbingschule oder gar darum, dem Egoismus unserer Zeit das Wort zureden. Auch will der Autor keine kopflosen, gar hasserfüllten Streithammel aus uns zu machen. Und sicher soll kein Leser in sinnloser Nervenkriegsführung mit seinen Mitmenschen trainiert werden. Vielmehr gilt: Nicht blindwütiges Um-sich-Hauen und Um-sich-Stechen bringt uns weiter, sondern die gepflegte (vor allem innere) Auseinandersetzung mit dem ein- oder anderen Gegenüber und am Ende immer mit sich selbst.
Der Begriff des Feindes bezeichnet bei Kraft gerade kein destruktives Element, das es etwa im bekannten Sinne zu bekämpfen oder gar zu vernichten gilt. Der Feind soll viel eher als Rivale verstanden werden, als ein Gegenüber, an dem wir uns abarbeiten und mit dem wir wachsen können - das uns unserem Ich stets näher bringt und die Tiefen unserer Seele ausleuchtet.
Humorvoll und dadurch gerade mit viel Ernst der Autor lenkt die Augen und schärft den Blick, um neue Perspektiven zu eröffnen. Statt Krieg zwischen uns und anderen will er Lust auf die Auseinandersetzung mit dem Feind machen. Diese Auseinandersetzung ist in diesem Buch eben auch eine Auseinandersetzung mit dem Begriff selbst.
Kraft überzeugt durch ein differenziertes Ausleuchten des Feindes-Begriffes und entwirft eine Positionsbestimmung, die ständig schwankt und gerade dadurch überzeugt, weil sie dynamisch ist wie unser Leben selbst. Dieser neue Umgang mit dem Feind und seiner Bedeutung - so die einleuchtende Meinung des Autors - hält nicht nur jung, sondern bringt uns weiter. Er hilft uns, gegen den Strom der leblosen Fischstäbchen zu schwimmen und wirklich zu leben. Man kann sich dieser Haltung nur anschließen.
Mit viel Kreativität, Experimentierfreude, auch religiösem Impetus und einer Menge von Beispielen aus der Gegenwart und der Kulturgeschichte des Menschen kehrt Kraft das Unterste nach oben. Sehr lesenswert zeigt er, was Feindschaft bedeutet, woher sie kommt und welche Funktion sie hat. Ich finde, mit einer guten Prise Ironie, einer Menge Intelligenz und viel Humor deckt er dabei die heilsamen Kräfte einer gepflegten Feindschaft auf, die letztlich keine ist. Ganz entgegen andernorts propagierten Kuschelstrategien, geht dieses Buch stets den Schritt nach vorne. Was zunächst ganz ungewöhnlich, ja unkultiviert, gar unklug und in jedem Falle provokant klingt, entpuppt sich auf diesen Buchseiten als ein Sturm ungewöhnlicher Argumente. Diese helfen dabei, die Medaille einmal umzudrehen und zu sehen, was auf ihrer Rückseite zum Vorschein kommt ...

Fazit: Dieses intelligent geschriebene und amüsante Buch provoziert und gibt neue Denkanstöße. Es ist meiner Meinung nach so etwas wie eine bereichernde kleine "Schule der neuen Wahrnehmung von Wirklichkeit". Macht es Mut, Rivalen zu haben und Feindschaften zu kultivieren? Handelt sich bei diesem Buch um eine Gebrauchsanleitung zum Streit? Ja. Aber nievauvoll sollte er schon sein. Gerade das macht diese Gebrauchsanleitung so wertvoll. Welcher Bürohengst und Lebefisch freut sich da nicht auf Feinde, damit er sich als gigantischer Wal mit wahrhaftigen und wahrhaften inneren Haltungen fühlen kann? Also ganz im Sinne dieses Buches: Liebet eure Feinde! Dann liebet ihr euch selbst. Sonst landet ihr ganz schnell in der Abteilung der leblosen, panierten und eingefrorenen ... was wohl - Fischstäbchen! Und wer will schon Fischstäbchen sein.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
"17 Vorteile, Feindschaften zu pflegen" - ja, das sind gute 14 Seiten in diesem Buch. Von 1. "Feinde sind der ehrlichste Spiegel" über 10. "An Feinden wird deutlich, wer auf Ihrer Seite ist" bis zu 17. "Feinde sind treue Weggefährten (Bispiel Willy Brandt vs. Franz Josef Strauß). Nur, das Buch hat über 200 Seiten - da ist die Ausbeute etwas gering und der Kaufpreis nicht gerechtfertigt. Lässt man die Luft aus diesem Buch, bliebe vielleicht ein lesenswertes Büchlein aus der Reihe "30 Minuten ..." übrig - das hätte ich sicher gerne gelesen.
Der Einstieg ist besonders schlecht gelungen. Erst definiert Kraft das Wort "Feind" über zwei Seiten, um anschließend auf zehn Zeilen zu erklären, seine Feind-Definition sei allerdings eine ganz andere ... Dann langweilt er ganze drei Seiten über die Wortherkunft des Wortes "Feind" ... Solche Strecken durchziehen leider das gesamte Buch, ohne irgendwelchen Mehrwert, den man von einen Ratgeber dieser Art erwarten sollte und wirken ziemlich selbstverliebt ("Seht her, was ich alles weiß"). Warum erzählt er mir im Kapitel "Von Samuarais und Boxern" seitenweise, dass es das Boxen Bereits von 7.000 Jahren gegeben hat?
Jedenfalls: Nach der Einleitung, die den Leser nicht gerade ins Buch und ins Thema zieht, startet Kraft seine Anleitung in elf Schritten, wie man ein Problem schafft, damit man sich einen Feind heranziehen kann. Eigentlich verstehe ich grundsätzlich (glaube ich jedenfalls), was er meint. Viele Menschen spielen Probleme mit ihren Mitmenschen oder sogar mit Konkurrenten herunter, nur um einem Streit aus dem Wege zu gehen. So schreibt Kraft später: "Sie müssen ein Problem irgendwie persönlich nehmen, wenn Sie daraus einen Konflikt machen möchten." Das stimmt durchaus! Die Formel "Nimm das nicht so persönlich" kann zur Vorfahrtsstraße in Richtung "sich alles gefallen lassen" werden. Und ein Problem sollte man durchaus manchmal zu einem Konflikt eskalieren lassen, um es zu lösen oder Konkurrenten in ihre Schranken zu weisen.
Solche Probleme und Konkurrenten gibt es im Alltag genug. Kraft jedoch stellt es in seinem Buch so dar, als solle man ein Problem mit jemandem regelrecht konstruieren, um sich so bewusst einen Feind zu schaffen - das liest sich streckenweise äußerst merkwürdig. Dazu verwendet er das Beispiel eines Angestellten, der sich vom Chef im Vergleich zu seinen Kollegen zurückgesetzt fühlt. In elf Schritten schafft es der Angestellte, sich seinen Chef zum Feind zu machen. Ich halte das im Normalfall für keine gute Strategie und das Beispiel für ziemlich ungeschickt gewählt. Durchsetzt ist es mit Sätzen wie diesem: "Ein Glückspilz auf dem Weg zu Konflikt wollen Sie nun wirklich nicht sein oder kennen Sie etwa glückliche Konfliktparteien?" Handelt ich sich hier etwa um eine Anleitung, sein Unglück zu steigern?
Oder ein Kapitel startet mit dem Satz "Wenn Sie es geschafft haben, Ihre Negativbrille aufzuseten, ..." Auch hier ist eigentlich klar, worum es geht: Nicht zu viel Verständnis für Gegner und Konkurrenten - sie werden es einem sonst entsprechend "danken". Viel zu oft ziehen Gutmenschen ohne Not den Kürzeren und haben einen Nachteil. Doch im Gesamtzusammenhang dieses Buches wirken solche Sätze immer eim wenig befremdlich.
Überhaupt nicht verstanden habe ich die 15 Seiten über Hindernisse, die man sich selbst aufbauen soll, und die verhindern, dass man mit diesem Chef spricht, angefangen bei "Ich schaffe es nicht, mit ihm darüber zu reden, diese Hürde ist viel zu hoch für mich, denn ich bin viel zu klein, um sie zu überwinden (das Gefühl von Minderwertigkeit hilft hier hervorragend weiter)". Und Gipfelnd in: "Wenn das alles nicht hilft, Hürden aufzubauen, klappt es villeicht mit folgendem Vorschlag: Stellen Sie sich bitte ganz fest vor, dass Sie ein Loser sind - und zwar einer, der immer verliert, den noch kein Chef gegrüßt hat, der immer gemobbt und von niemanden unterstützt und gemocht wird."
Ist das alles nur Ironie?
Leider habe ich keine Auflösung gefunden, was diese "Ratschläge" sollen - oder sich habe sie einfach hinreichend entnervt überlesen.
Weiter geht es mit selektiver Wahrnehmung (die zurvor ausführlichst anhand wohlbekannter Beispiele wie der schwangeren Frau oder dem neuen Auto erklärt wird). Kraft schreibt: "Damit Sie also von Ihrem Chef das Bild eines ständig unfreundlichen Zeitgenossen bekommen und bewahren können, ist es notwendig, seinem freundlichen Verhalten keine besondere Beachtung zu schenken." Was soll das eigentlich? Klar, wieder geht es darum, sich von freundlichem Verhalten seines Konkurrenten nicht einlullen zu lassen, möglicherweise hinreichend "nachtragend" zu sein, wie es viele Gutmenschen nicht können und deshalb - mal wieder - den Kürzeren ziehen. Aber bitte: Vielleicht ist der Chef ja nett und setzt den Mitarbeiter gar nicht zurück? Immerhin war dieser Konflikt ja (siehe Einleitung) von vorne bis hinten konstruiert ...
Sicher, Gutmenschen müssen ein Problem und einen daraus resultierenden Konflikt erkennen, vor sich selbst eingestehen, zulassen usw. Nur leider beschreibt das Kraft so ungeschickt, dass man sich beim Lesen nur wundert.
Etwa ab Seite 113 mag es besser werden, hier entwickelt sich das Buch in Richtung Rhetorikschule. Durchaus interessante Dinge über Streitkultur werden dort gesagt ("Unterbrechen Sie den anderen"; "Treten Sie Ihrem Gegner zu nah"; "Machen Sie Vorwürfe jenseits des Inhalts"), die noch provozierend und für manchen befremdlich genug sind (wenn er beim Lesen überhaupt so weit gekommen ist).
Doch dann kommen die "Checklisten", ein Tiefpunkt, mit dem das Buch endet. Da wird die Ebenbürtigkeit eines Feindes getestet. Sehr positiv ist es zum Beispiel, wenn der Feind "Respekt vor meiner Person zeigt". Interessant, das von ihm zu erwarten - wo mir selbst doch als Leser geraten wird, ihn zu unterbrechen und im zu nahe zu treten ... Das "Formular zur Beendigung einer niveaulosen Feindschaft" (eine Art Brief mit dem Satz "Ich stehe Ihnen ab heute nicht mehr für ein Streitangebot zur Verfügung") und die "Traueranzeige für einen niveauvollen Exfeind" sind einfach nur noch peinlich.
Wer vom Gutmenschen, der sich alles gefallen lässt, zu jemandem werden will, der (echten, nicht konstruierten) Feinden und Konkurrenten effektiv Paroli geben kann, der sollte die "Peperoni Strategie" von Jens Weidner lesen. Auch dieses Buch hat zwei 1-Sterne-Bewertungen, doch ich kann es empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Natürlich gibt es zahlreiche Streit-Ratgeber, doch dieses Buch ist anders: unorthodox und paradox. Und das in jeder Hinsicht. Der Autor liefert zwar keine Patentrezepte, dafür aber unerwartete Strategien. Strategien, die es dem Leser ermöglichen, sein persönliches Streitniveau und Feindhandicap zu verbessern. Dafür stellt der Autor sehr viele Ideen für niveauvolle und überraschende Konfliktinterventionen vor. Illustriert durch zahlreiche Beispiele, der Arbeitswelt, Politik, Partnerschaft oder Sport entnommen, ist der Inhalt sehr unterhaltsam. Die Ausdrucksform ist bildhaft, lebendig und voller "Reize". Man spürt bei jeder Zeile, dass es dem Autor offenbar viel Vergnügen bereitet hat, dieses Buch zu schreiben. Diese Leichtigkeit ist selten, aber für jeden Leser wird das Buch dadurch zu einem echten Gewinn.
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