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Fis, Schätzchen!
 
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Fis, Schätzchen! [Taschenbuch]

Erna Ronca
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Daimon (1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 385630553X
  • ISBN-13: 978-3856305536
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,2 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.381.635 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Hinweise auf Bücher

Was ist Ironie?

A. Bn. «Ironische Rede bedeutet das Gegenteil dessen, was man meint, aber so, dass der darin eingeschlossene Schein durchschaubar ist», so lautet eine Definition der Ironie. Wo Sagen und Meinen (in einem mehr oder minder genau definierten Kontext) kalkuliert auseinandertreten, öffnet sich ein beinahe unendlich weites Feld der Interpretation. Freude und Ärger, Heiterkeit und Melancholie können in einer ironischen Äusserung enthalten sein. Den kommunikativen Mehrwert dieses Sprachspiels haben sich die Dichter und Denker aller Zeiten zunutze gemacht, wie Marika Müllers Studie zur «Kulturgeschichte und Textgestalt» der Ironie materialreich vor Augen führt. Beginnend bei Sokrates, endend bei Thomas Mann legt die Verfasserin den «Reichtum an sozialen, intellektuellen und ästhetischen Entwicklungen» der Ironie dar, «die sich in modernen Ausdrucksformen bündeln». Im zweiten Teil wendet sie sich anhand von Gebrauchstexten einer synchronischen Betrachtungsweise zu. Erläutert werden die Stilistik der Ironie, die Anspielungsironie sowie die ironische Parabase (die im wesentlichen den Fiktionsbruch in Kunstwerken umfasst). Auffallend ist die Trockenheit der Darstellung – ob man die Ironie wirklich so ganz ohne Ironie zu fassen bekommt?

Kulturgeschichte der Orange

sab. Dass es in Florida, wo man die meisten Orangen der Welt anbaut, schwer ist, frischgepressten Orangensaft zu bekommen, ist eine erzählenswerte Anekdote, der John McPhee viele Seiten widmet. 1966 hat er für das Intelligenzia-Magazin «The New Yorker» eine Artikelserie über Orangen geschrieben, die danach als Buch erschien und jetzt auch in deutscher Übersetzung vorliegt. McPhee, der aus der Schule des Neuen Journalismus kommt, hat in Bibliotheken ebenso fleissig recherchiert wie auf Orangenplantagen und in den Fabriken, die das Konzentrat herstellen. Er erklärt die Etymologie des Wortes Orange und die Herkunft von Urteilen und Vorurteilen über Orangen; er erzählt von der Verbreitung der Orange, von ihrer Anwendung und von der Geschichte der Orangenzüchtung; er erläutert die Unterschiede zwischen den verschiedenen Orangensorten und die klimatischen Umstände, unter denen sie am besten gedeihen; er stellt einfache Züchter und sogenannte Orangenbarone vor; er kombiniert Alltagswissen, Kulturgeschichte und Folklore; er beobachtet als Reporter und beschreibt als Schriftsteller. Sein Orangen-Buch ist eine leichte und amüsante Lektüre.

Paradiesische Sprachen

rox. Gesetzt den Fall, es hätte Adam und Eva gegeben – redete das erste Paar in der Frühgeschichte der Menschheit hebräisch (so rapportiert es Augustin) oder muss man (mit Leibniz) einer noch ursprünglicheren Ausdrucksart auf die Spur kommen? Der Historiker Maurice Olender – er lehrt an der Pariser Ecole des Hautes Etudes – hat sich auf unterhaltende Weise mit der Frage beschäftigt, wie die positivistisch vorgehenden Wissenschafter des 19. Jahrhunderts sich den sprachlichen Urzustand vorgestellt haben. Instruktiv vor allem das Kapitel über Ernest Renan und seine «Allgemeine Geschichte der semitischen Sprachen», die bald zur – diffusen – sprachlichen Rassentheorie führt, bald den Anfang der Menschheit als Amalgam von Religion, Blut und Rasse sieht. – Jean Starobinski hat der 1989 zuerst in Frankreich erschienenen Studie eine Betrachtung über die Genese der Ethnolinguistik aus dem (Vulgär-) Positivismus nachgestellt.

Im Dunstkreis

ujw. Einen Pudding an die Wand zu nageln erfordert gewiss nicht mehr Geschick, als das zu beschreiben und begrifflich zu durchdringen, was gemeinhin Atmosphäre genannt wird. Weniger der Dunst (griechisch: atmos), der den Erdball (sphaira = Ball) umfängt, zieht die Aufmerksamkeit von Michael Hauskeller auf sich als vielmehr die «affektive Bedeutsamkeit», die uns mit der Welt, mit den Dingen verbindet, noch ehe wir sie zu Objekten machen. Der Autor rückt die Leibhaftigkeit menschlichen Daseins in den Mittelpunkt, von dem aus sowohl die Einheit des affektiven Weltbezugs als auch die «modale Verschiedenheit» der Erscheinungscharaktere (im Geruchs-, Gehör-, Gesichts- oder Berührungsraum) sich erschliessen lassen. Dabei knüpft er an L. Klages, H. Tellenbach, H. Schmitz sowie G. Böhme an, an Exponenten einer «Phänomenologie» also, die der Strenge der Husserlschen oder Heideggerschen entbehrt. Dass dies kein Mangel sein muss, wird erfahren, wer sich in das gut lesbare Buch vertieft.

Vernunftkritik bei Foucault

upj. Auf die Frage, ob es ein «wirklich» nachmetaphysisches Denken gebe – welches, folgt man Jürgen Habermas, das Signum der Gegenwartsvernunft wäre –, rückt Michel Foucaults Vernunftkritik in den Blick. Doch genügt das Denken Foucaults den Massstäben einer sich als Theorie verstehenden intellektuellen Kultur? Thomas Schäfer möchte mit seiner Studie über Foucaults «reflektierte Vernunft» nicht zum gegenwärtigen Abgesang auf die Vernunftkultur beitragen, sondern für «alternative intellektuelle Standards» werben. Sein Ziel ist ein fast philologisches; nämlich aufzuzeigen, dass in den Werken Foucaults ein Denkmodell angelegt sei, das mit dem aufklärerischen Säkularismus wirklich Ernst mache. Schäfer tut dies in drei Schritten. Zunächst erarbeitet er eine Rekonstruktion des Foucaultschen Werkes, die deutlich macht, in welcher Weise es theoriepolitisch fundiert ist. Teil II verteidigt diese Interpretation gegen konkurrierende Lesarten, Teil III schliesslich führt vor, wie eine Konzeption theoretischer «Differenz» auf der Basis des Begriffs der «Theoriepolitik» erläutert werden kann. Trotz gelegentlichen, leicht polemischen Ausfällen gegen Foucault-«Konkurrenten» eine beachtenswerte Ergänzung zur Frage gegenwärtiger Vernunftkritik.

Jüdisches Philosophieren

lx. Die 1989 veröffentlichte «Introduction to Modern Jewish Philosophy» von Norbert M. Samuelson, Professor für jüdische Theologie und Philosophie in Chicago, ist innerhalb kurzer Zeit zum Standardwerk geworden. Sie liegt nun auch in deutscher Übersetzung vor. Auf einen historischen Überblick – der 1492 einsetzt, dem Jahr der Vertreibung der Juden aus Spanien – folgt eine skizzenhafte Wiedergabe der vielfältigen Erscheinungsformen sowohl der jüdischen Religion wie auch des weltlichen Judentums. Der grösste Teil der Arbeit bleibt den wichtigsten Repräsentanten jüdischer Philosophie vorbehalten: Baruch Spinoza, Moses Mendelssohn, Hermann Cohen, Martin Buber, Franz Rosenzweig, Mordechai Kaplan, Emil Franckenheim. Ein ausführlicher Anhang – u. a. mit weiterführender Literatur und Sekundärliteratur – rechtfertigt den «Standard»-Statuts des Werkes.

«Klaviergeschichten»

rur. Fast alle haben wir einmal Klavierunterricht bekommen. Bei den meisten blieb es folgenlos. Nicht so bei Erna Ronca, der Zürcher Pianistin und vor allem Pädagogin. Sie organisiert Weiterbildungsveranstaltungen für Musiker und zugewandte Orte. Dabei interessiert sie sich für die frühen Erfahrungen der Menschen mit dem Klavier. Die Frucht davon sind ihre «Klaviergeschichten». Ausgesucht aus einem breiten Materialangebot, eröffnet sie, was ihr sechs Leute als Klaviererinnerungen offenbart haben: Lustiges, Nachdenkliches, Spannendes, eher Belangloses, nicht immer ohne Weitschweifigkeit, aber stets lebensvoll, aus dem Alltag gegriffen. Neben diesen Tonbanderinnerungen an die Klavierübungen der Kindheit figurieren als Begleittexte allgemeinere Gedanken, Beobachtungen der Autorin. Und damit der Leser nie die Orientierung verliert, sind diese mit einer Seitenlinie graphisch markiert. Ein handliches Unterfangen.

Streng geheim

B. En. Wenn der Tote schon zwischen die ersten Seiten eines Kriminalromans zu liegen kommt, ist für Spannung gesorgt, und wenn der Täter gar im Bundesratsbunker verschwindet, weil ein allerhöchster Magistrat die Hand im Spiel hat, kann sich der Leser auf eine unterhaltsame Lektüre einstellen. Eine solche beschert ihm der Zuger Carlo Meier mit seinem neuen Roman, «Horu», dessen Titel das Matterhorn, ein Wahrzeichen der Schweiz, ins Blickfeld rückt. Denn die Verwicklungen, welche der Autor mit Verve und Witz schildert, reichen vom Zürcher Stadtkreis 4 über Brunnen, wo der Schwyzer Bundesrat Gottlieb Muggli wohnt, bis nach Zermatt. Die ermittelnden Behörden aber tappen lange im dunkeln wie der zu Unrecht verdächtigte Harry Grab, wenn sie den Ort ausfindig machen wollen, an dem der Täter untergetaucht ist. Streng geheim ist er, aber die Story selbst in solider Manier geschrieben und mit pfiffigen Aperçus zu helvetischer Befindlichkeit gespickt.

Kurzbeschreibung

Millionen von Menschen wurden als Kinder in die Klavierstunde geschickt. Wie denken sie als Erwachsene darüber? Woran erinnern sie sich?Die Pianistin Erna Ronca will es wissen: seit Jahren befragt sie die verschiedensten Leute nach Erinnerungen an die Klaviere ihrer Kindheit und Jugend.Sechs von ihnen, drei Männer und drei Frauen mit unterschiedlicher Beziehung zur Musik, läßt sie in diesem Buch zu Wort kommen.Sie erinnern sich mit Abscheu, Verzückung, Empörung oder Vergnügen, erzählen in prägnanten Details von heiteren, düsteren, skurrilen Begebenheiten am Klavier und gelangen zu einer Vielfalt von Einsichten. Diese werden differenziert und witzig kommentiert von einer Musikerin, der daran liegt, daß über den Umgang mit dem Grundnahrungsmittel Musik nachgedacht wird.Die Pianistin Erna Ronca unterrichtet am Zürcher Konservatorium Klavier und Klavierdidaktik. Sie führt Weiterbildungsveranstaltungen für Musikerinnen und Musiker durch und gibt Musikworkshops, in welchen die Teilnehmenden angeregt werden, ihren eigenen Zugang zur Musik zu finden und gemeinsam mit anderen - egal ob vorgebildet oder nicht - Musik zu machen und zu erleben.

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ein Kleinod aus der Schweiz 7. Februar 2004
Von copeland
In sechs Geschichten erinnern sich Personen. unterschiedlichen Alters an ihren Klavierunterricht, an die Beziehung zu ihren Lehrern und ihr Verhältnis zu Musik. Erica Ronca hat diese Erzählungen feinfühlig zusammengestellt und gibt lediglich am Ende eines jeden Kapitels einen kurzen Begleittext mit eigener Gedanken und Anregungen.
Diese sehr unterschiedlichen Geschichten bergen so viele Gemeinsamkeiten und Erkenntnisse, dass man als Leser unwillkürlich innere Verbundenheit mit dem Erzählenden empfindet und in die Erinnerung des eigenen Klavierunterrichtes gezogen wird.
Das Buch ist spannend und lehrreich ohne ein Lehrwerk zu sein. Es regt zum Nachdenken an ermöglicht eine neue Sicht auf das „Problem" Klavierunterricht.
Unbedingt lesenwert für alle die Klavierunterricht haben, oder hatten. Unumgänglich für alle Klavierlehrer (egal wie lange sie schon unterrichten) und die, die es werden wollen.
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