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am 27. Oktober 2015
Anyone who is a fan of George R.R. Martin should read Joe Abercrombie.
Anyone who is a fan of Joe Abercrombie... well, you have probably already read this. Now, read it again!
Patrick Rothfuss, Robin Hobb, Steven Erikson fans... read this trilogy.

The First Law is the closest book series I know to A Song of Ice and Fire. With a bit less drama and internal monologues - although there, but in smaller extent, and less characters to follow. But what it lacks in those it gains in action. Faster moving than ASOIAF, every bit as bloody, and the fight/action scenes are so detailed and well written that you feel as if you would be in the middle of the action. You can see every sword thrust, every twist of a knife in the wound, every pearly sweat droplet glistening on a brow. Main characters are unique and you will grow fond of them, in spite of their obvious faults. Well written, dark humour, one of the best fantasy series there is.
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am 1. September 2014
I could naturally have been more vulgar in my choice of expletive given the nature of the First Law trilogy and I still wouldn't have even come close to how vulgar the series is.

I was shocked and appalled! Shocked and appalled mostly by the fact that the brutally vivid descriptions of fights and battles could capture and hold me so profoundly, that I got used to it, that I enjoyed it and that in the end it was like going to a splatter movie, but one with a really interesting and well thought-out storyline, characters and world.

Heroes? Who needs em? There are no Heroes to see here, if you need or want Heroes this is not the book for you, if you want gritty characters with lots of sharp edges, lots of faults and don't mind graphically written gory details then enjoy because this was written for you.
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am 6. August 2013
I've never been a big fan of fantasy books until I came across Joe Abercrombie. And now I'm in love with his writing! I started out with the "First Law Trilogy" a couple of years ago when a friend told me about them. At first I was skeptical, but that changed pretty fast. After I finished these three books I ordered those books, that were already published by than and am still waiting for more awesome stories by Joe Abercrombie.

The First Law has all you are looking forward to in a book and you will not regret buying them! You can almost see the characters in front of you! You are defiantly going to sympathize with them, be as surprised as they are by various turns in the story and be sad once the story is coming to an end.

If you are asking for my opinion: Get the FIRST LAW TRILOGY and order BEST SERVED COLD, HEROES and RED COUNTRY as well ;-)
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am 12. Mai 2013
Ich habe gerade 3 Fantasy-Trilogien gelesen, die eine große Gemeinsamkeit besitzen: Die bisherigen Fantasyklischees aufzunehmen und über Bord zu werfen.
Zunächst Ninragon von Horus W. Odenthal, anschließend schon was älter: Glen Cooks Chronicles of the Black Company (die deutsche Version) und zuletzt Abercrombies First Law Trilogie (im Original, die Kindle-Version).

Ich versuche bzgl. der Handlung weitgehend ohne Spoiler auszukommen, werde aber einiges zu den Charakteren und den Hintergründen, die ich sehe, schreiben.

Hier wegen der ähnlichen Thematik ein kurzer Vergleich der 3 Trilogien mit dem Schwerpunkt auf Abercrombie.

Zunächst der Klassiker: Der erste Band von Glen Cooks Cronicles of the Black Company wurde bereits 1984 veröffentlicht. Wenn man heutzutage Fantasywerke liest, bei denen die üblichen Fantasy-Klischees in Frage gestellt und das Gut/Böse-Schema aufgebrochen wird, dann nahm das hier bei Glen Cook und seiner Black Company wohl seinen Anfang.
Erzählt wird aus der Sicht von Croaker, dem Chronisten der Black Company in knappen, lakonischen Sätzen, die allerdings wegen ihrer Hintergründigkeit dem Leser durchaus einiges abverlangen.
Black Company fasziniert vor allem (wie First Law und Ninragon) durch den geschickten Umgang mit den üblichen Fantasyklischees.
Dabei steht nicht, wie bei den moderneren Vertretern First Law und Ninragon der Realismus im Vordergrund (mir ist nicht klar, warum Realismus dieser Trilogie so gerne auf die Fahnen geschrieben wird, dazu sind die Klischees viel zu vordergründig), sondern vor allem die Pervertierung der Klischees über die Handlung, bei der die Black Company (stellvertreten durch Croaker) ein Spielball zwischen dem Dominator, seiner Frau (die Lady) und der "guten" Seite (die weiße Rose der Prophezeiung) ist. (Schon die Namen zeigen, dass es hier darum geht, mit Klischees zu spielen.)

Bei jeder dieser 3 Trilogien hatte ich Anlaufschwierigkeiten. Dies scheint mir der Thematik geschuldet zu sein, denn der Leser wird hier jedes Mal bei seinen Vorurteilen abgeholt.
Dies erwischt den Leser, der eine Abkehr von eben diesen Klischees wünscht, erst mal auf dem falschen Fuss:
- Bei der Black Company ist es das starke Gut/Böse-Schema mit entsprechenden Namen: die weiße Rose der Prophezeiung und der urböse Dominator und seine Lady.
- Bei Ninragon beginnen wir mit Elfen (Herr der Ringe lässt grüßen), die einen conan-ähnlichen Barbaren vor ihrer Feste finden.
- Bei First-Law beginnen wir ebenfalls mit einer Mischung aus Sword&Sorcery (Logan als das Conan-Abbild) mit Bayaz als Gruß aus Herr der Ringe in Form eines Art Gandalfs.

Gleichzeitig gibt es für den 'klassischen'-Leser zu vieles, was nicht ins Bild passt:
- Bei der Black Company der blutige Umgang mit der Zivilbevölkerung
- Beim Ninragon die literarisch opulente Sprache und die Brutalität der Kämpfe
- Bei First-Law der frühere Held und jetzige Inquisitor Glokta der mittels Folterung Geständnisse erpresst

Am offensichtlichsten sagt Abercrombie in First Law, was er von klassischer Fantasy hält:
“The Fall of the Master Maker, in three volumes. They say it's one of the great classics of history. Lot of boring rubbish,' she snorted derisively. 'Full of wise Magi, stern knights with mighty swords and ladies with mightier bosoms. Magic, violence and romance in equals measure. Utter S***.' She slapped the book off the table and it tumbled onto the carpet, pages flapping.” (Nebenbei bemerkt: S*** schreibt Abercrombie natürlich nicht, sondern kommt durch Amazons Zensur zustande...)

Erstaunlicherweise kommt bei diesen 3 Trilogien trotz ihres sehr ähnlichen Ansatzes, etwas völlig unterschiedliches heraus. Bei der Black Company, kann man das meiner obigen Beschreibung denke ich schon entnehmen.
Es liegt wohl auch daran, dass es ein bereits älteres Werk ist. First-Law und Ninragon merkt man an, dass heutzutage die Fantasy bzgl. ihrem Anspruch was Realismus angeht, einfach weiter ist.

Deswegen beschränke ich mich im Folgenden auf die verschiedenen Ansätze von First-Law und Ninragon, die auf den ersten Blick sehr ähnlich sind, sich trotzdem völlig anders präsentieren.

Das Bemerkenswerte an First-Law ist, dass Leser immer wieder die realistischen und komplexen Charaktere Abercrombies hervorheben, obwohl es sich um völlig geradlinige, geradezu schablonenhafte Figuren handelt, die sich nicht im geringsten weiterentwickeln. Sie dienen vor allem Abercrombies Ziel die Pervertierung der Fantasy-Klischees, Schwerpunkt Herr der Ringe, zu ermöglichen. Nebencharaktere verkümmern dabei geradezu zu Karikaturen.

Nun irren sich die Leser natürlich nicht, die Charaktere wirken tatsächlich komplexer und dadurch auch realistischer als sie sind: Abercrombie schafft es sehr geschickt, seine Hauptcharaktere, die partiellen Helden-Archetypen Jezel und Glokta, der Magier Bayaz als Pervertierung von Gandalf und Logan sozusagen in der Conan-Rolle von verschiedenen Seiten zu beleuchten: Sie entwickeln sich zwar nicht, die Sicht des Lesers auf die Charaktere wechselt aber sehr wohl, eben gerade weil Abercrombie die durch Klischees geprägten Vorurteile des Lesers geschickt zu seinem Vorteil einsetzt. Die Charaktere wirken dadurch am Anfang der Geschichte völlig anders, als die, als die sie die Trilogie beenden. Ohne dass sie sich auch nur in irgendeiner Weise geändert hätten. Es sind nicht die Charaktere die sich entwickeln, sondern der Leser, dessen Vorurteile Stück für Stück zu Bruch gehen. Das ist gerade deswegen so kunstvoll, weil Abercrombie es schafft, die Vorurteile zu zerstören *ohne* seine Charaktere zu entwickeln und so ganz klar macht, dass es von Anfang an der Leser ist, der seinen Vorurteilen mehr Glauben schenkt, als der Wirklichkeit. Abercrombie stellt die Klischees und den Mythos Heldentum ins Zentrum der Trilogie, es ist sein tragendes Thema, dass er mit Bravour meistert.

Das Heldentum ist dabei wunderbar thematisiert in Jezel, der alle 'Ausseneigenschaften' eines Helden besitzt und Glokta, mit den 'Inneneigenschaften' eines Helden. Wobei Glokta zugleich eine Sonderrolle zukommt: Er war tatsächlich der Held, wie ihn die klassische Fantasy bewundert. Hier greift Abercrombies Realismus und der Held Glokta wird, gerade weil er sich wie ein Held fühlte und benahm, in den Kerkern des Gegners zu dem Krüppel gemacht, der er bereits am Anfang dieser Trilogie ist. Beide stehen in einer Dreiecksbeziehung zu Ardee West.

Logan ist eine ähnliche Person wie die Kombi Jezel/Glokta: Er besitzt zwar alle Eigenschaften eines Helden, aber in 2 getrennten Persönlichkeiten.

Bayaz ist sozusagen Gandalf, ein Strippenzieher, der alle erdenklichen Fäden im Hintergrund zieht. Im Gegensatz zu Gandalfs Antagonist Saruman in Herr der Ringe, tritt Bayaz Antagonist nie auf. Bei seiner Einschätzung sind wir auf die manipulativen Informationen Bayaz angewiesen.

Trotz dieser starren Konstruktion seiner Charaktere, schafft Abercrombie es, diesen Charakteren Leben einzuhauchen und in seiner Geschichte so, wie er die Klischees und Vorurteile des Leser demontiert, auch den eng mit dem Fantasygenre verbundenen Mythos eines Helden zu demontieren.

Ninragon geht bei der Zerstörung der Klischees völlig andere Wege und verfolgt dabei auch andere Ziele. Ähnlich wie First Law beginnt Ninragon als Reminiszenz an Conan, um sich im Verlauf aufzuweiten in epischer Fantasy ala Herr der Ringe, ohne dabei Charaktere ala Gandalf zu übernehmen. Das eigentliche Thema von Ninragon ist es, realistische Fantasy mit den althergebrachten Mitteln der Literatur zu schreiben und dabei die klassischen Themen der Fantasy kritisch zu hinterfragen bzw. realistisch zu interpretieren. Ninragon bedient sich dabei einer sehr viel stärker ausgeprägten metaphorischen Sprachebene als First Law und kann auch als vordergründige Fantasygeschichte gelesen werden, bei der die Pervertierung der Klischees weitgehend übersehen wird, da sie weniger stark in den Charakteren thematisiert wird, als bei First Law. Der klassische Fantasyleser wird dann allerdings seine Mühe haben mit den ausgeprägt realistischen und damit zwangsläufig brutalen Kampfszenen, die dann nicht durch die Botschaften der metaphorischen Ebene gemildert werden.
Auch Odenthal gibt eindeutige Anweisungen, wie das Werk zu lesen bzw. zu verstehen ist, seine Version der Elfen spricht auf 3 Bewusstseinsebenen, von der nur eine, die Sprache der Physis, vom Barbaren Auric verstanden wird. Wie die Elfen in seiner Geschichte verwendet Odenthal auch im Ninragon 3 Erzählebenen: Die vordergründige Fantasygeschichte, die die bestehenden Klischees aufgreift und eine Geschichte um einen Sword&Sorcery-Low-Fantasy-Helden in einer epischen High-Fantasy-Welt erzählt, hintergründig einen Entwicklungsroman eben dieses Barbaren und eines Elfen, bei denen im Gegensatz zu den Protagonisten bei Abercrombie eben doch eine Charakter-Entwicklung stattfindet und als dritte Ebene die stark ausgeprägte metaphorische Ebene.
Entsprechend unterscheiden sich die beiden Werke sprachlich deutlich: Abercrombie schreibt in einem kommerziellen, modernen, einfachen, gut auch auf Englisch lesbaren Stil. Odenthal verfolgt zwar ebenfalls eine einfache, moderne Sprache bei den vielen Kampfhandlungen, in den Elfenszenen hingegen kommen besagte 3 Sprachebenen voll zur Geltung, d.h. hier wird eine literarisch opulente, symbolträchtige Sprache verwendet, die nicht nur die Fremdartigkeit der Elfen hervorhebt, sondern eben auch die metaphorische Ebene zum Nachdruck bringt. Odenthal lässt den Leser Ninragon dabei als Barbaren beginnen, er versteht die Elfen nur vordergründig und verlangt damit dem Leser einen schweren Einstieg ab. Wie sein Protagonist Auric lernt auch der Leser im Verlauf die Elfen und ihre Sprachen besser zu verstehen und es erschliesst sich ihm immer mehr von der detailreichen Welt, die Odenthal schildert.

Dies haben wiederum alle 3 Trilogien gemeinsam: Der Leser erlebt hier nicht nur ein Abenteuer, sondern der Leser wird tatsächlich Teil der Entwicklung, indem er seine eigenen Vorurteile überwindet, mit denen er in allen 3 Trilogien immer wieder konfrontiert wird.

Eine weitere Gemeinsamkeit der 3 Trilogien: Im Gegensatz zur Verherrlichung der Heldentaten im Krieg, zeigen sie Schlachten im Sinne eines Anti-Kriegsromans. Am wenigstens auffällig ist das bei Cook, der bei Kampfhandlungen eine große Distanz zum Geschehen hat. Abercrombie und vor allem Odenthal hingegen schildern Kämpfe in Nahaufnahme, hier ist ein Schlachtfeld nicht die Bühne für Helden, sondern und das vor allem bei Odenthal, ein Feld auf dem Menschen geschlachtet werden. Während Cook dabei durch die lakonische Erzählstimme des Chronisten und Abercrombie durch flapsige Witze und schwarzen Humor dem Geschehen die Spitze nehmen, ist Odenthal in seiner Darstellung ernsthaft realistisch, völlig ungeschönt und verlangt auch in dieser Hinsicht dem Leser am meisten ab.

Alle 3 Trilogien haben mir sehr gefallen.

Abercrombie ist dabei am Leichtesten zu Lesen, er stellt die Pervertierung der Klischees am stärksten in den Mittelpunkt und holt entsprechend den Leser auch am besten bei seinen Erwartungen ab, um ihn dann langsam aber sicher immer mehr den Spiegel der eigenen Erwartungen vorzuhalten und zum Abgrund der Realität zu führen.

Cook schreibt sprachlich knapp, ist aber trotz dieser knappen Sprache nicht ganz einfach zu lesen, weil sehr viel zwischen den Zeilen passiert. Dadurch ist seine Trilogie auch weniger zum Eintauchen geeignet, ich konnte mir die Szenen nicht gut vorstellen. Seine Trilogie hat den versöhnlichsten Schluss.

Odenthal legt den stärksten Wert auf Realismus, was sich u.a. in brutal geschilderten, umfangreichen Kämpfen niederschlägt und ist vor allem ein Entwicklungsroman mit literarischen Qualitäten für Leser, die gerne auch der hintergründigen Geschichte nachspüren möchten, aber nichts als Zwischendurch-Einschlaflektüre.
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am 9. November 2012
Ich besitze bereits alle in Deutschland erschienenen Bücher von Joe Abercrombie. The First Law Trilogy habe ich mir zugelegt, um a) auf Reisen lesen zu können ohne die Bücher mitschleppen zu müssen, und b) die Ereignisse um Logen Ninefingers und Konsorten in Originalsprache zu genießen. Bin noch nicht sehr weit gekommen im eBook, muss aber schon sagen, dass die deutsche Übersetzung, die ich förmlich verschlungen hatte, wirklich gut ist. Das Original toppen kann sie freilich nicht, aber ist wirklich sehr nahe dran am Feeling, das Abercrombie seinen Lesern vermittelt.
Die Trilogie in Originalsprache ist im deutschen Kindle-Store zu einem unschlagbar günstigen Preis zu haben—in den USA bezahlt man fast das Doppelte.
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am 6. Februar 2013
Spannende, brutale und humorvolle Abenteuer-Fantasy-Geschichte mit, wie ich finde, tollen Charakteren und durchaus gesellschaftskritischen Elementen. Abercrombie versteht es wirklich sehr gut, seinen Figuren Leben einzuhauchen, diese sich entwickeln zu lassen und den Leser mit auf die Reise zu nehmen. Insgesamt nichts, was noch nie dar gewesen, aber eben gut verpackt und gekonnt geschrieben. Liebesgeschichte(n) stehen hier nicht im Vordergrund. Bin mit der Kindle-Edition zufrieden/ Preis-Leistung top.
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am 25. August 2013
The first chapters are ok, but in the end the trilogy is a repetition of thorough descripitions of bloodshed, torture and murder. The plot is interesting, with a corrupt magician steering the welfare of the world over centuries, but a reduction of all the gory scenes in favour of more information on the situation, culture and goals of the main characters counterparts would have made the book more worth while reading.
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am 20. Januar 2013
Vieles scheint dem geneigten Fantasy-Leser bekannt vorzukommen um dann doch wieder vom Autor überrascht zu werden. Joe Abercrombie beschreibt seine Protagonisten Detail- und Facettenreich. Allein schon die Gedanken(welt) des Inquisitors Sand dan Glokta machten für mich die Geschichte zum Genuss.
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am 11. Mai 2014
Oh Mann, das schmerzt. Ich habe die ersten zwei Bände dieser Reihe richtig geliebt (bevor der dritte Band 'passiert' ist hätte ich jedem 5 Punkte gegeben), aber das dritte Buch ist meiner Meinung nach nicht nur zäh und repetetiv, sondern es beraubt mich im Nachhinein auch all der Großartigkeiten, die ich bis zu dem Ende meinte in der Reihe zu sehen. Was ich so mochte war diese weite chaotische Welt mit den faszinierenden, stark befleckten doch menschlichen Charakteren darin, die alle mit ihren ganz eigenen Dämonen kämpfen, ihre ganz eigenen Hoffnungen, Vorurteile und Ansichten mit sich herumtragen. Sie bewegten sich durch diese Welt, und es war ein Geschenk ihnen dabei zuzusehen wie sie sich veränderten wenn sich ihre Wege kreuzten, sie sich kennenlernten und allerlei durchmachten. Es war schon immer eine düstere, zynische und brutale Welt, jedoch diente sie mehr als Kulisse für die Gedanken und Entwicklungen der Charaktere.

(Achtung hier folgen Spoiler)

Genau dieser aufgebaute Eindruck wurde im dritten Band verraten, dadurch dass diese weite Welt in ein enges Korsett gezwängt wurde indem so gut wie jedes Ereignis und jede Aktion zum Teil des Planes des machthungrigen 'Marionettenspielers' Bayaz erklärt wurde. So wurde aus jedem Charakter eine der Story dienende Puppe, die nichts an ihrer Rolle ändern kann. Diese Auflösung ließ mich komplett desilusioniert zurück, nicht nur wegen der Hoffnungslosigkeit, sondern vor allem auch weil trotz des Zynismus in den ersten zwei Bänden (und auch in Teilen des dritten) immer wieder irreführende Illusionen von Weiterentwicklung gesät wurden, die dem Leser Glauben machten die Charaktere würden lernen, reifen, sich in irgendeiner Form verändern, während aber mit dem Ende dann doch klargemacht wird, dass nichts davon wirklich echt oder von Bedeutung war. Jeder ist gefangen, unglücklich und schlecht, wird belogen, verraten und betrogen, und alles wird von ganz oben von einer einzigen Person kontrolliert. Da bekommt man kaum noch Luft und sehnt sich wie Luthar in die endlose Weite des alten Kaiserreichs zurück.

Ich kann mit einem negativen Ende durchaus leben, aber hier wurde fast schon zwanghaft alles für jeden Charakter so extrem auf negativ und aussichtslos gepolt, dass es schon keinen Sinn mehr ergibt. Beispiel: Klar, der Schwarze Dow hat das 'schwarz' nicht ohne Grund im Namen, aber dass er nun auf einmal Herrscherambitionen hat und sich dafür mit Bethods Söhnen verbündet um Logen umzubringen wirkt für mich einfach nur abwegig und bemüht 'böse' (davon abgesehen ziemlich enttäuschend, wenn man selbst diesen schwierigen Charakter gemocht hat). Von den Schicksalen der anderen wie West oder Luthar will ich gar nicht erst anfangen. Unter Realismus verstehe ich etwas anderes.

Nie habe ich erlebt, dass etwas, dass ich so wertgeschätzt habe, so zunichte gemacht wurde. Erst war ich überaus wütend, nun bin ich eher traurig angesichts der vielen großartigen Momente, die durch dieses Ende bedeutungslos geworden sind. Schade auch um den Schreibstil und Humor, die mir beide sehr zugesagt haben. Ach Mann..
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am 15. März 2014
Über den Inhalt schreibe nichts - Zusammenfassungen sind schon anderswo aufgelistet.

Der Schreibstil ist klasse. Er variiert stark von Charakter zu Charakter: Der Barbar aus dem Norden achtet nicht so auf die Grammatik und flucht am liebsten, Jezal dan Luthar äusserst sich zumindest im ersten Teil der Trilogie als adelig-arroganter Wichtigtuer, Bayaz redet gerne in Rätseln und Glokta nimmt gerne sich selbst und die ganze Welt mit derbem, schwarzem Humor auf die Schippe. Obwohl in The Blade Itself die Handlung kaum vorangetrieben wird, so verleiten doch die tollen (was nicht dem Adjektiv "sympathisch" entsprechen muss) Charaktere dazu, weiterzulesen.

Abercrombie gelingt es natürlich nicht, eine derart komplexe Welt aufzubauen, wie dies Tolkien, Williams oder Martin getan haben bzw. tun. Dafür ist die Serie zu wenig lang, und Abercrombie fokussiert sich v.a. auf die Darstellung seiner Charaktere. Dennoch kann die Trilogie durch ihre unterschiedlichen Handlungsstränge in einer vielschichtig aufgebauten, mittelalterlich-artigen Fantasywelt überzeugen. Weshalb dann 2 Sterne Abzug?

- Der erste Abzug verliert die Kindle-Version: Ich habe die Trilogie für meinen einfachen Kindle ohne Hintergrundbeleuchtung gekauft. Die Seitenwechsel funktionieren tadellos, Probleme hat aber das Inhaltsverzeichnis bereitet. Es gibt KEIN Übersichtsinhaltsverzeichnis für die gesamte Trilogie am Dateianfang. Wenn man zum Inhaltsverzeichnis wechselt, gelangt man automatisch zu demjenigen von Teil 3 nach 2 Dritteln der Datei. Zum Inhaltsverzeichnis von Teil 1 kann man natürlich gelangen, wenn man zum Buchbeginn wechselt. Allerdings ist es mühsam, ins Inhaltsverzeichnis von Teil 2 zu gelangen (z.B. ins letzte Kapitel von Teil 1 gehen, und dann nach hinten durchblättern, bis man am Inhaltsverzeichnis angelangt). Ein Gesamtinhaltsverzeichnis zu Dateibeginn wäre sinnvoller gewesen. Da es mich mehrmals durch versehentlich falsche Knopfwahl durch die Datei durchgereicht hat, empfinde ich den Abzug als berechtigt.

- Den 2. Abzug gibt es für das 3. Buch: Ich habe kein Problem, wenn es kein Happy-End für die Charaktere gibt. Hier ist es allerdings so, dass der Ausgang der Geschichte für ALLE Hauptcharaktere (bis auf einen, evtl. zwei) denkbar desaströs endet.
Zusätzlich machen diverse Charaktere in Before They are Hanged eine Charakterentwicklung durch, was natürlich auch wünschenswert ist. Gerade deshalb ist es für mich unerklärlich, weshalb praktisch jeder Hauptcharakter in Last Argument of Kings eine 180°-Kehrtwende macht und sich wieder zum gleichen rachebesessenen Weib, naiven, unkontrollierbaren Barbar etc. zurückentwickelt. Auch begehen diverse Nebenpersonen, von denen man gerne mehr Hintergründe erfahren hätte, Verrat an wem auch immer, weshalb diese logischerweise ebenfalls kein romantisches Ende erwartet.

Diese 2 Punkte kosten der Trilogie 2 Punkte Abzug. Wer allerdings auf der Suche nach einem klasse geschriebenen High-Fantasy-Werk mit mehrschichtigen, grandiosen Charakteren ist und mit dem dystopischen Ende und einer gehörigen Portion an Brutalität (es wird mehrmals gefoltert, was auch minutiös dokumentiert wird) auskommen kann, dem sei die Trilogie gerne empfohlen.

Alternativreihen, die ähnliche Strukturen (Art der Fantasy-Welt, kein Schwarz-Weiss-Denken, diverse Handlungsstränge,...) inne haben:
- Tad Williams - Das Geheimnis der grossen Schwerter
- GRR Martin - A Song of Ice and Fire
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