Mystic Prophecy waren schon immer eine Konstante in der Metalszene! Das ist musikalisch zu verstehen, in personeller Sicht hat die süddeutsche Combo jedoch eine Menge Besetzungswechsel an den Tag gelegt, was weniger meiner Meinung mit Zoff oder ähnlichem, sondern mit Zeit und Entfernung zu tun hatte. Nun bei Album Nummero sechs sind wir bei Mystic Prophecy Mark III angekommen, bis auf Sänger und Bandboss Roberto "Lia" Liapakis und den nicht mehr so ganz neuen Gitarristen Markus Pohl, Bord ist die gesamte Mannschaft neu! Neben einem Gitarristen namens Constantine (Descending), dem Bassisten Conny Andreszka (u.a. Evidence One) ist da noch Schlagzeuger Stefan Dittrich, der seit Ende 2007 an Bord ist. Wer nun denkt, die Band würde anders klingen, irrt! Mystic Prophecy haben ihre Kräfte gebündelt und die kleinen Schwächen der beiden Vorgängeralben, die auf Dauer geringe Abwechslung ausgemerzt. Dazu kommt noch eine Hitdichte von, ich schwöre nahezu 100%! Ausschuss gibt es in den 46 Minuten nicht, aber jede Menge fetter Riffs und unglaublich geiler Refrains, so dass mir dieses Album seit Wochen in den Ohren herum geistert. Melodie und Härte werden permanent kombiniert mit griffigen Strophen und simplen Titeln a la "We Kill-You Die!" oder "Demon's Blood". Das sind nur zwei Beispiele für ein perfektes Album, dessen Wuchtigkeit, Melodie und gleichzeitige Härte in der übervollen Szene ihresgleichen suchen. Wer auf Metal steht und sich eine Melange aus Power Metal und melodischen Thrash vorstellen kann, ist hier mehr als richtig. Die Produktion hat zum ersten Mal Lia selber alleine gemacht, während Soundguru Frederik Nordström nur den Mix übernahm. Dabei ist der Gesang, genauso abwechslungsreich wie die Musik, was auch ruhige Töne und Midtempostampfer wie "To The Devil I Pray" beweisen. Wem das noch nicht reicht, der soll wissen, dass "Fireangel" endlich mal kein bunt-kitschiges Metalcover hat und in der limitierten Auflage ist noch eine Extra CD dabei!
Fazit: Kaufen, Kaufen und anbeten!