Die feministisch-humanistische Regisseurin mußte aus Sicherheitsgründen Indien verlassen und lebt seit dem im Exil in Canada.Dieser Film berührt eben Tabus,die die traditionell-fundamentalistische hinduistische Gesellschaftsordnung in Frage stellen.Es zeigt auf dem Beispiel der lesbischen Liebe,daß es keine unangemäßene Weise des Liebesausdrucks gibt und das jeder und jede das Recht auf die Selbstbestimmung hat,solange die Freiheit der anderen dadurch nicht verletzt wird. Deepa rechnet mit dem religiösen Fundamentalismus Indiens ab und dafür erntete sie manigfache Morddrohungen seitens der militanten und extremistischen Hindus.Auch wenn Indien die Wiege enormen Spiritualität ist und das Fundament auf dem solche Systeme wie Yoga, Tantra oder Ayurveda entstanden sind, so ist die komplexe Hindureligion paradoxerweise trotz ihren Leitgedanken der Ahimsa (Gewaltlosigkeit) auch ein Nährboden für Fanatismus und Fundamentalismus.In ihrem neuen Film "Water" das in Deutschland noch nicht erschienen ist und in Indien verboten wurde,berührt die Regisseurin das Thema der indischen Witwen,die der rücksichtslosen kastenorientierten Karmaphilosophie unbarmherzig ausgeliefert sind.Depa Mehta weits darauf hin,wie gefährlich der Mißbrauch der Religion und des Glauben ist.Ein sehr aktuelles Thema in unserer heutigen vom Terror bedrohten Welt.