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Blood Red Shoes bringen auch mit Album Nummer zwei wieder solide ihren selbstbezeichneten "Grunge On The Dancefloor" an den Start. Das junge Duo Steven und Laura-Mary aus Brighton schreibt alle Songs in demokratischer Einstimmigkeit und mit einer gehörigen Portion Leidenschaft. Blood Red Shoes sagen selbst, es ginge ihnen nicht um Ruhm oder das Geld, sondern darum eine Botschaft zu übermitteln - obwohl die beiden selbst nicht immer sicher sind, wie diese lautet. Hauptsache ihre Indierock-Songs sind nicht überproduziert und bei allen Aufnahmen behalten sie die kreative Macht. Das gilt schon seit dem 2008er Debüt „Box Of Secrets“. Deshalb arbeiteten sie bei „Fire Like This“ auch wieder mit Produzent Mike Crossey zusammen, der unter anderem schon den Arctic Monkeys und Razorlight erfolgreich die nötigen Freiheiten ließ.
Die Richtung des neuen Albums wird vom Opener an vorgegeben: eingängige und tanzbare Rocksongs ohne jeglichen elektronischen Schnickschnack, aber mit klaren Strukturen und einprägsamen Gitarrenriffs. Die Stimmen von Laura-Mary und Steven sind perfekt aufeinander abgestimmt und durch die scheinbar unendliche Mehrstimmigkeit wird eine dicke Soundmauer aufgebaut, die regelrecht einlädt, die Live-Umsetzung dessen zu sehen.
Vor allem durch den Gesang wird auch “When We Wake”, eines der stärksten Stücke des Albums, getragen, das eine fast schon hypnotische Wirkung entfaltet. Getragen von einer eher einfachen, endlos wiederholenden Melodie und der sanften Stimme Laura-Marys, baut es sich stetig auf - kein Sound für Low-Fi-Wiedergabe. Die Band betont aber auch selbst, dass man ihre Musik nicht durch Laptop-Boxen jagen dürfe, sondern direkt auf der großen Stereoanlage auflegen muss. Erst dann könne sich das breite Rockklangbild richtig entfalten, was man vor allem bei "Count On Me" beachten soll.
Mit diesem Track offenbart sich dann übrigens auch zunehmend das einziges Manko der Platte – Steigerung oder weitere Überraschungen bleiben aus. Sicher sind auch die letzten Titel kein Reinfall, stehen jedoch etwas im Schatten ihrer Vorgänger. Das finale „Colours Fade“ bildet mit seinen stolzen sechs Minuten zumindest ein ausgiebiges, wenn auch düsteres Finale. Fazit: Die Blood Red Shoes bringen ihren knackigen Rocksound auch auf "Fire Like This" wieder auf den Punkt, wissen mit Mehrstimmigkeit zu überzeugen und eine mächtige Wall Of Sound aufzubauen. So erfindet das britische Duo das Indierock-Rad zwar nicht neu, hält es aber tanzbeinfreudig am laufen.
Die Richtung des neuen Albums wird vom Opener an vorgegeben: eingängige und tanzbare Rocksongs ohne jeglichen elektronischen Schnickschnack, aber mit klaren Strukturen und einprägsamen Gitarrenriffs. Die Stimmen von Laura-Mary und Steven sind perfekt aufeinander abgestimmt und durch die scheinbar unendliche Mehrstimmigkeit wird eine dicke Soundmauer aufgebaut, die regelrecht einlädt, die Live-Umsetzung dessen zu sehen.
Vor allem durch den Gesang wird auch “When We Wake”, eines der stärksten Stücke des Albums, getragen, das eine fast schon hypnotische Wirkung entfaltet. Getragen von einer eher einfachen, endlos wiederholenden Melodie und der sanften Stimme Laura-Marys, baut es sich stetig auf - kein Sound für Low-Fi-Wiedergabe. Die Band betont aber auch selbst, dass man ihre Musik nicht durch Laptop-Boxen jagen dürfe, sondern direkt auf der großen Stereoanlage auflegen muss. Erst dann könne sich das breite Rockklangbild richtig entfalten, was man vor allem bei "Count On Me" beachten soll.
Mit diesem Track offenbart sich dann übrigens auch zunehmend das einziges Manko der Platte – Steigerung oder weitere Überraschungen bleiben aus. Sicher sind auch die letzten Titel kein Reinfall, stehen jedoch etwas im Schatten ihrer Vorgänger. Das finale „Colours Fade“ bildet mit seinen stolzen sechs Minuten zumindest ein ausgiebiges, wenn auch düsteres Finale. Fazit: Die Blood Red Shoes bringen ihren knackigen Rocksound auch auf "Fire Like This" wieder auf den Punkt, wissen mit Mehrstimmigkeit zu überzeugen und eine mächtige Wall Of Sound aufzubauen. So erfindet das britische Duo das Indierock-Rad zwar nicht neu, hält es aber tanzbeinfreudig am laufen.
Kurzbeschreibung
Mit ihrem Debütalbum „Box Of Secrets“ aus dem Jahr 2008 haben es Blood Red Shoes geschafft, das so mancher Kritiker freudig in die Hände klatschte und eben jenes Erstlingswerk schnell Anklang bei den Hörern fand, die sich kurze Zeit danach schon als richtige Fans offenbarten.
Jetzt legt das Brightoner Duo aus Laura-Mary Carter und Steven Ansell nach. Es ist höchste Zeit die Tanzschuhe fester zu schnüren, denn Blood Red Shoes machen ihrem Namen alle Ehre. Getreu dem Motto „Never Change A Winning Team, arbeiteten die Beiden auf „Fire Like This“ abermals mit Produzent Mike Crossey (u.a. Arctic Monkeys, Razorlight, Tommy Sparks) zusammen. Dabei besinnen sich die Blood Red Shoes auf ihrem zweiten Album auf ihre Wurzeln, der DIY-Szene der sie entspringen und brauchen so nicht viel mehr als ein Schlagzeug und eine Gitarre, um einen eigenständigen, kraftvollen und rohen Sound zu kreieren - Intensität durch Simplizität.
Jetzt legt das Brightoner Duo aus Laura-Mary Carter und Steven Ansell nach. Es ist höchste Zeit die Tanzschuhe fester zu schnüren, denn Blood Red Shoes machen ihrem Namen alle Ehre. Getreu dem Motto „Never Change A Winning Team, arbeiteten die Beiden auf „Fire Like This“ abermals mit Produzent Mike Crossey (u.a. Arctic Monkeys, Razorlight, Tommy Sparks) zusammen. Dabei besinnen sich die Blood Red Shoes auf ihrem zweiten Album auf ihre Wurzeln, der DIY-Szene der sie entspringen und brauchen so nicht viel mehr als ein Schlagzeug und eine Gitarre, um einen eigenständigen, kraftvollen und rohen Sound zu kreieren - Intensität durch Simplizität.
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Es ist kein Ende des Grungerevivals in Sicht: 2010 müssen sogar die alten Doc Martens wieder herhalten. Nur gut, dass die Blood Red Shoes ihr zweites Album parat haben - sonst hätten wir ganz ohne passenden Sound dagestanden. Aber auf Laura-Mary Carter und Steven Ansell ist Verlass: Wie schon der erste Vorbote "Colours Fade" ahnen ließ, hat sich das Duo aus Brighton nicht nennenswert verändert. Die Wut, das knüppelnde Schlagzeug und die zornigen Gitarren, ein rauer Sound, gut verpackt in hitverdächtige Melodien - alles noch da. Diesmal heißen die Hits "Don't ask", "Light it up" oder "Count me out". Wie schon auf dem Debüt gibt es ein paar Songs, die diesem Level hinterherhinken, doch es sind weniger geworden. Überhaupt ist "Fire like this" vielseitiger: Seinen Namen verdankt es David Lynchs 90er-Seriendrama "Twin Peaks"; diese eigenartig düstere Grundstimmung ist hier auch zu spüren. Und in "When we wake" darf Carter sogar mal ganz sanft und zart sein, bevor die beiden uns wieder lautstark daran erinnern, wie sich der Teen Spirit angefühlt hat, damals. (kat)