Da ist es also das zweite Album der zweiköpfigen Krachtruppe: Blood Red Shoes. Durch zahlreiche Konzerte und Festivalauftritte in den letzten drei Jahren haben sie ihre Fangemeinde kontinuierlich vergrößert und auf ihrem derzeitigen Höhepunkt erscheint nun Fire Like This. Bereits im Vorfeld hatten sie angekündigt, dass das Album düsterer als das Debüt klingen werde.
Das Album beginnt mit Don't Ask, das eine jaulende Gitarrenmelodie bietet und mit dem typischen Wechselgesang und einer immer breiter werdenden Wall Of Sound zum Ende hin richtig wild wird. Danach geht es vermeintlich ruhig weiter, mit der ersten Single Light It Up. Mit melodiösen Strophen und einem simplen aber krachenden Refrain zum Mitgröllen geht diese Nummer auf Anhieb ins Ohr. It Is Happening Again ist eine schön gesungene Rocknummer, die schnell ans Herz und in die Beine geht. Richtig gefühlvoll wird es aber dann erst mit When We Wake. Dieser Song setzt sich eindeutig von allen bisherigen Songs ab. Der Song beginnt mit Laura-Marys zuckersüßem Gesang und Gitarreneinsatz, bevor Steven mit seinen Drums den Song vorantreibt. Erst Richtung Ende wird die Nummer wieder etwas lauter. Ein absolutes Highlight, das zum Nachdenken anregt. Keeping It Close wird von Steven gesanglich eröffnet, bevor Laura-Mary die stimmliche Kontrolle übernimmt. In diesem Song wird sehr gut deutlich, wie gut die beiden mit ihren Instrumenten und Stimmen harmonieren. Ähnliches hört man bei Count Me Out. Heartsink beginnt unruhig und ist die dunkelste Nummer auf Fire Like This, die ausschließlich von Steven gesungen wird. Laura-Mary erzeugt hier mit ihrer Gitarre einen richtig breiten Gitarrensound. Wahnsinnsnummer!! Follow The Lines ist dann erneut eine etwas ruhigere Nummer, die nicht unbedingt durch ihren Text aber dafür umso mehr mit gefühlvollem Gesang punktet und ein weiteres Mal verdeutlicht, dass die Band nicht nur laut und schnell überzeugen kann. Auch One More Empty Chair zeigt sich anfangs sehr zerbrechlich, aber im Refrain zeigen die Zwei dann ihre gewohnte rockige Seite. Die letzten dreißig Sekunden leiten perfekt den Showdown des Albums ein: das siebenminutenlange Songmonster Colours Fade. Fünf Minuten wird nochmal alles ausgepackt, was Blood Red Shoes auszeichnet: zackige, melodiöse Strophen, kompromisslose Refrains zum Mitsingen, bevor das Album in eine andere Galaxie zu verschwinden scheint, in dem sie ein Art Herzschlag imitieren, der im Nichts endet. Gruselig!
Durch die düstere Stimmung hat das Album an Kompaktheit gewonnen, auch ist es deutlich gefühlsbetonter als das Debüt Box Of Secrets und spricht den Hörer durch anspruchsvolle Texte aus der Seele. Fire Like This ist ein klasse Album einer Band, die ihre Stärken ausnutzt und um einige sehr interessante und hörenswerte Nuancen erweitert und dadurch doppelt punktet. Wer sie noch nicht kennt, sollte spätestens jetzt zu schlagen!!!