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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Day after Day,
Von
Rezension bezieht sich auf: Finstere Orte (Gebundene Ausgabe)
Finstere Orte von Gillian Flynn ist der beste Thriller den ich seit langem gelesen habe.Kurz zum Inhalt: Es geht um eine Familientragödie, die vor vielen Jahren in Kansas City, Missouri geschehen ist. In einer Nacht verliert die damals sieben jährige Libby Day ihre zwei Schwestern und ihre Mutter auf grausame Weise. Nur durch Glück kann sie sich selbst retten, indem sie aus dem Haus flieht. Unterstützt durch Libbys Aussage geht ihr Bruder Ben als Täter lebenslänglich ins Gefängnis. Circa 25 Jahre später geht der nun erwachsenen Libby das Geld aus, und sie willigt ein die Vergangenheit, zumindest ein wenig, wieder aufzurollen, und nochmal über Bens Schuld nachzudenken. Libbys nicht wirklich richtig entwickeltes Sozialverhalten und allgemeine Entwicklung machen die Recherche und den Umgang mit ihr nicht wirklich einfacher. Und wie der Klappentext schon verspricht, so wie damals bringt die Vergangenheit sie wieder in tödliche Gefahr. Die Aufmachung des Buches ist ganz nach meinem Geschmack, ein nicht zu dünner (über 500 Seiten), schöner Festeinband, mit einem sehr geschmackvollen und geheimnisvoll gestalteten Schutzumschlag. Zur absoluten Perfektion fehlte für mich nur noch das Lesebändchen! Die Gliederung der Geschichte ist Gillian Flynn sehr gut gelungen, im Wechsel wird aus der Perspektive von Libby Day im Jetzt erzählt und von Patty (Libbys Mutter) und Ben Day in der Vergangenheit um und am Tag der Morde. So wird Stück für Stück aufgedeckt, was in jener Nacht wirklich passiert ist, ohne jedoch zu viel zu verraten. Die Spannung bleibt vom ersten bis zum letzten Kapitel erhalten und der Spannungsbogen ist super aufgebaut, die letzten hundert Seiten musste ich in einem Rutsch weg lesen und konnte das Buch nicht aus der Hand legen (was schon von Anfang an sehr schwer war). Gillian Flynn hat ihren eigenen Stil (was meiner Meinung nach nicht sehr viele Autoren von sich behaupten können) und schreibt flüssig und trotzdem nachdenklich. Sie kommt ohne allzu blutrünstige Schilderungen aus, und das finde ich sehr befreiend. Die Charaktere sind sehr liebevoll beschrieben und ich konnte mich wunderbar in sie rein versetzen (selbst in die etwas schwierige Libby), man fühlte richtig mit allen mit, und die wichtigen Personen blieben nicht nur oberflächlich. Ich habe mir von Anfang an gewünscht, dass Gillian Flynn diese Geschichte mit einem guten, realistischen und befriedigendem Ende versieht, und ich wurde nicht enttäuscht, ihr Roman ist von vorne bis hinten durchdacht und mit viel Liebe konstruiert und das merkt man auch. Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass ich sehr froh bin so eine tolle Autorin entdeckt zu haben, die ihren eigen Stil verfolgt, und das aber so konsequent und liebevoll, dass das Lesen ein Genuss war. Wie schon einleitend gesagt, eines der besten Bücher die ich je gelesen habe! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das dunkle Herz Amerikas,
Rezension bezieht sich auf: Finstere Orte (Gebundene Ausgabe)
Eine verschlafene Gemeinde in Kansas, eine hochverschuldete Farm, eine liebevolle aber überforderte Mutter, ein nichtsnutziger Vater, drei quirlige Töchter und ein sonderbarer, stiller, in sich gekehrter Sohn: Das sind die Zutaten, die Gillian Flynn für ihren neuen Thriller bereitstellt.Erzählt wird in zwei Handlungssträngen. Der eine beschränkt sich in aristotelischer Schlichtheit auf 24 Stunden und die Farm und ihre nähere Umgebung. Es geht um die letzten Stunden im Leben der Farmersfrau und ihrer ältesten beiden Töchter. In leisen Schritten nähert sich das Verhängnis der Familie, um zum Schluß in einer mächtigen Volte alles zu ersticken. Nur Libby, die jüngste Tochter, überlebt das Massaker - und Ben, der ältere Bruder, der nach der schwer belastenden Aussage seiner kleinen Schwester ein Lebenslänglicher wird. Eingesperrt wegen des Mordes an Mutter und Schwestern. Doch mehr als zwanzig Jahre nach der Tat (und das ist der zweite Handlungsstrang) kommen Libby Zweifel an ihrer damaligen Aussage, worauf sie den Kontakt zu den damlas offen und verdeckt Beteiligten sucht. Und schon beginnen sich ganz langsam die Gewichte von Schuld und Unschuld zu verschieben. Angst und Feigheit, Wut und Hass gehen ganz neue Verbindungen in den Köpfen der Beteiligten ein. Seinen Lesern beschert dieser Thriller eine doppelte Spannungskurve, denn sowohl die gegenwärtige als auch die vergangene Handlung münden in einen atemberaubenden Show Down, bei dem jeweils noch einmal kräftig an der Grenzlinie zwischen Gut und Böse gerüttelt wird. So muss perfekte Spannungsliteratur sein! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Amerikanische Depression,
Rezension bezieht sich auf: Finstere Orte (Gebundene Ausgabe)
Gillian Flynn hat mit ihrem ersten Buch Cry Baby" (orig. Sharp Objects) bereits einige Preise bekommen. Damit hat sie für ihr zweites Buch Finstere Orte" (orig. Dark Places) eine hohe Latte zu überspringen und sie meistert diese souverän. Der jungen Journalistin aus Chicago gelingt es eindrucksvoll die Geschichte einer der negativsten Personen, die mir in einem Roman jemals untergekommen ist, zu schildern.Libby Day lebt seit dem grausamen Ritualmord an ihrer Familie von Spenden. Mit 7 Jahren war sie Ohrenzeuge wie ihr Bruder ihre Mutter und die beiden Schwestern getötet hat. Dieses Erlebnis hat in ihr einen Hass auf alle Menschen hervorgebracht. Sie möchte oder kann nicht mit Menschen zusammenleben und will doch bedauert werden. Leider ist ihr Spendenkonto beinahe leer und sie muss sich neue Einkommensquellen erschließen. Sie trifft auf eine Gruppe von Fanatikern, die sich für alte Morde interessieren und lässt sich von ihnen dafür bezahlen die Tat zu schildern. Sie erhält - gegen weitere Bezahlung - den Auftrag die überlebenden Beteiligten zu suchen und dabei entstehen Zweifel an der Schuld ihres Bruders. Auf dieser Reise lernt sie sich selbst besser kennen und tatsächlich kommen auch neue Tatsachen ans Licht. Der Autorin gelingt es vortrefflich die 80iger darzustellen. Satanskult, Angst vor Heavy Metal Musik, Armut und tiefste Provinzialität prägen die Jugend der Day-Kinder. Die Reiseschilderung der Libby Day ist eine Art Entwicklungsroman in welchem wir ihren Zorn und ihre Angst näher kennenlernen. Gleichzeitig wird der Tag der Tat in Rückblenden aus der Sicht der Mutter und des Bruders vor dem Leser aufgerollt. Ein spannender Thriller, der den Leser die bekannte Tatsachen in neuem Kontext präsentiert und so das Interesse bis zur letzten Seite aufrechterhalten bleibt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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