Der finnische Tango wurde während des Zweiten Weltkrieges und in den Nachkriegsjahren als eigenständiger Musikstil bekannt. Er wurde 1910 als ein exotischer, extravaganter Tanz vorgestellt, erreichte jedoch erst in den späten 1930er Jahren Popularität, als die ersten bedeutenden Tangos erschienen.
Das Tango Orchester Unto, das seinen Namen von dem Komponisten und Lyriker Unto Mononen hat, wurde gegründet, um finnische Tangos bei der EXPO '98 in Lissabon, Portugal zu spielen.
Das Sextett trat nur selten auf, da diese Musik ein ziemlich intimes Mileu erfordert. Außerdem sind die Musiker auch jeweils anderweitig engangiert, was es natürlich schwermacht, eine gemeinsame freie Zeit zu finden.
Wer den heißblütigen argentinischen Tango sucht, sollte die Finger von diesem Album lassen. Allen Freunden der Melancholie eines Aki Kaurismäki Filmes sei diese Aufnahme jedoch ans Herz gelegt, die jedoch hier und da Erinnerungen an Astor Piazolla wachruft. Vielleicht ist den Interpreten doch eine Synthese aus nordischer Melancholie und dosierter, südlicher Leidenschaft gelungen?