Finnischer Tango hat eine sehr abgedrehte Rahmenhandlung, die sich unglaublich spannend erzählen lässt. Drei in ihren Augen völlig grundlos erfolglose Musiker verlassen abends nach ihrem letzten Auftritt eine Kneipe. Dort sehen sie den Tourbus einer Metal-Band, die mit wenig Können vor einer vollen Halle spielt. Wütend klauen die Drei den Bus. Der Schlagzeuger ist lebensmüde und depressiv, tritt aufs Gas und nimmt sich in einem Unfall das Leben. Ich will nicht zuviel vorwegnehmen, doch muss noch erwähnt werden, dass ein Behindertentheater in der folgenden Geschichte noch eine große Rolle spielen wird....
So vielversprechend dieser absurde Handlungsstrang auch klingen mag, so fade wird er erzählt. Der Regisseur ist leider nicht in der Lage den Witz der Situation ausreichend einzufangen, da er sich wenig Zeit für einzelne Episoden lässt. Zwar wird klar, dass die Drei aus einer Kneipe kommen, doch es fehlte schon in diesen ersten Szenen - dem Diebstahl des Busses - an Ausarbeitung dieser "Schnapsidee." Daher wirkt der Film sehr künstlich und man nimmt den Schauspielern ihre Rollen nur schwer ab. Schade eigentlich, denn diese sind garnicht schlecht. Alle Darsteller verstehen ihr Handwerk, doch wurde hier von Seiten der Regie gründlich Mist gebaut. Auch später bietet die Handlung reichlich Gelegenheit für Humor, doch auch hier werden die meisten Pointen versaut. Ganz selten schafft es der Film wirkliche Begeisterung aufkommen zu lassen...Schade eigentlich!
Fazit: Man sollte den Film mit neuem Regisseur und selbem Team, evtl. auch mit einem neuen Kameramann neu aufnehmen. Hier braucht es eine glücklichere Hand in der Erzählweise. Die zwei Sterne gehören den Schauspielern. Die waren größtenteils gut, für den Regisseur gibt es Null...