Am Anfang fand ich es ja noch ganz lustig, diese lakonischen Beschreibungen und hier und da ein Tüpfelchen Humor. Aber auf die Dauer erschien mir die Gesamtlektüre des Buchs doch wie ein laanger finnischer Winter - nämlich laaaaangaaatmig und laaaangweilig, und meine Stimmung verdüsterte sich. Eigentlich eine beliebige Aneinanderreihung von Anekdoten, scheint sich gegen Mitte des Buchs doch so etwas wie eine chronologische Reihenfolge auszumachen, das Hinstreben auf die Hochzeit mit der Finnin, die nicht nur wegen der Beschreibung ihres Teints über das Buch hinweg farblos bleibt, doch dann versinkt das Ganze wieder in eine Aneinanderreihung von Belanglosigkeiten, weil es fast so wirkt, als wolle der Autor zwar erzählen, aber dann doch nicht zu viel von sich preisgeben. Irgendwie wirken die Geschichten abgehackt, immer wenn es ein bisschen interessanter wird (wie hat die Beamtin auf das Duzen reagiert? Wie hat er sich denn nun in sie verliebt? usw.) hört es schon auf. Alles in allem ein Buch wie der Weg eines jenen Saunabesuchers, der kurz vorm Hineinspringen in den See doch wieder umdreht. Eigentlich schade, so ein hübsch aufgemachtes Buch mit witzigem Titel.