"Finja und das kalte Feuer" ist der zweite Roman aus der Finja-Reihe. Die Autorin Meike Haas hat aber auch hier noch nicht komplett mit der Erzählung abgeschlossen, so dass man auf eine Fortsetzung hoffen darf. Jeder Band erzählt jedoch eine eigene, in sich abgeschlossene, Geschichte. Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich trotzdem, die Bücher vom ersten Band an und in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Mit Aramsi hat Meike Haas eine eigene Fantasy-Welt geschaffen, in der zwar Anlehnungen an viele Bücher aus dem Genre zu finden sind, die aber trotzdem ihre eigene Dynamik entwickelt. Gerade die Wesen, die sich die Autorin ausgedacht hat, sind einzigartig. Auch die Idee der magischen Gewänder, die jeder Aramsier trägt ist gelungen. Diese Kleider geben den Wesen ihre ganz besonderen Eigenschaften. Doch nicht alle gehen damit sorgsam um oder geben sich mit dem zufrieden, was sie haben. Es gibt durchaus Unruhestifter, wie den Weißbartgnom Bardur, dem man schon im ersten Band begegnet ist.
In der Fortsetzung gibt es einige interessanteneue Aspekte, wie zum Beispiel Kati, die nun mit nach Aramsi reist. Sie verhält sich dort so ganz anders als Finja und fürchtet sich zuerst sehr, lernt aber mit ihrer Angst umzugehen und so ihren Teil zur Rettung des Landes beizutragen.
Einzig das Ende kommt sehr abrupt und man hat das Gefühl plötzlich aus der Handlung gerissen zu werden. Gerade sehr junge Leser werden hier sicherlich enttäuscht sein, wenn sie die Geschichte so schnell verlassen müssen und dabei auch noch einige Fragen offen bleiben. Dafür lässt der Abschluss aber viel Raum für eine Weiterführung der Handlung.