Wer mehr als Kinderlieder begleiten möchte und ein wenig Ehrgeiz hat, tut sich mit diesem Buch sicher etwas Gutes an. Aufgegliedert in Übungen für Anfänger und Fortgeschrittene ist das Training gut beschrieben. Ein Anfänger sollte allerdings zumindest schon eine Gitarre in der Hand gehalten haben und Noten lesen können. Nach den ersten Versuchen bekommt gerade ein Anfänger das Bedürfnis, das Buch wieder wegzulegen, das sollte er aber nicht tun. Nach zwei, drei Wochen merkt man schon, was man mit konsequentem Training möglicherweise erreichen kann. Teilweise sind die Übungen nicht sofort zu verstehen, jedenfalls ging es mir als Fast-Anfänger so, dann bleibt nur, einfach stur das zu versuchen was dort angegeben ist. Auch hier kommt nach einigen Tagen das "Aha-Erlebnis", was noch lange nicht heißt dass man die Übung dann kann. Es gibt eben keinen Lohn ohne Arbeit. Aber das verspricht der Autor auch nicht. Er will gerade technisch schwierigere Stellen, die in vielen Musikstücken vorkommen, separat trainieren. "Eine gute Technik gibt es nicht zum Nulltarif". Mit einem Wochen-Übungsprogramm, abgestimmt auf das jeweilige Können, das täglich zehn Minuten Arbeit erfordert (mehr muss man auch gar nicht machen), wird ein fundiertes Fingertraining für bessere Spieltechnik geboten.