Ja, es ist eine typische McCartney-Platte. Der erste Track "Fine Line" war ja durch Internet und Co schon bekannt. Nette Nummer im typischen Stil (hätte gut auf das Album "Flaming Pie" gepasst). Als Single-Auskopplung erlangt Paule damit aber bestimmt keinen Ruhm (brauch er natürlich auch nicht mehr!
). Der zweite Track "Comfort of love" kommt schon innovativer daher, interessant instrumentiert und spannungsgeladen. Leider mußte auch hier unbedingt ein kurzer Powerrefrain rein - was diesen Titel wieder runterdrückt - schade.
Wertvoll wird diese Maxi jedoch durch die dritte Nummer "Growing up falling down". Endlich zeigt Paul McCartney was er wirklich kann. Dieses Stück ist inspiriert, atmosphärisch und würde jeder CD zur Ehre gereichen. Super produziert lädt es ein, es immer wieder zu hören und sich darüber zu ärgern, dass es nur so kurz ist. Da blitz der Komponist auf, welcher nicht nur mit Beatlesnummern, Venus & Mars oder Tug of War immer wieder Meilensteine setzte, nein - hier erahnt man auch den genialen Künstler, welcher Standing Stone und das Liverpool-Oratorio schuf (beide leider viel zu wenig beachtet). Er hat offensichtlich bis heute nichts von seiner irren Kreativität eingebüsst - so sind ihm die häufigen seichten Popnummern verziehen - die Freude an der Musik ist bei Ihm immer durchzuhören. Deshalb: Geht in seine Konzerte - Wahnsinn!!! Ich freu mich auf das "Chaos-Album".