Lukas ist 16 und Einzelgänger, als er nachts die Urne von Violet Park in einer Taxizentrale findet. Irgendwer hat sie vor ein paar Monaten in einem Taxi stehen lassen und nicht abgeholt. Das lässt ihn nicht los. Er holt die Urne ab und forscht nach, wer diese Violet Park eigentlich gewesen ist. Es überrascht ihn sehr, dass offenbar viele in seiner Umgebung diese Frau gekannt haben, unter ihnen sein Vater, der kurz nach dem Tod von Violet spurlos verschwunden ist. Seine Suche nach Violet wandelt sich zu einer Suche nach seinem Vater. Denn Lukas kann sich nicht davon freisprechen, dass er sein Bild von ihm in den Jahren der Abwesenheit glorifiziert hat. Durch Violet geht ihm auf, wie sein Vater wirklich gewesen ist. Und diese Erkenntnis hilft ihm, sich selbst, seine Familie und seine Freunde besser zu akzeptieren.
Wie "Broken Soup" so ist auch "Finding Violet Park" sehr ungewöhnlich geschrieben. Der Roman ist alles andere als vorhersehbar, selbst wenn er von Problemen handelt, mit denen viele Jugendliche zu kämpfen haben. Vielmehr steckt das Buch voller Überraschungen und bleibt bis zum Ende faszinierend. Sehr überzeugend und zu empfehlen ab 12.