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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen197
4,2 von 5 Sternen
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Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Die 16jährige Sky zieht mit ihren Adoptiveltern von England in die USA. Dort muss sich sich mit ihrer neuen Umgebung, der neuen Schule und deren Schülern zurecht finden. Dabei fällt ihr Hauptaugenmerk auf Zed, der sich unfreundlich und unnahbar gibt. Doch die zwei scheint ein übernatürliches Band zu verbinden, dessen sie sich nicht entziehen können. Sky muss sich plötzlich nicht nur mit neuen Facetten ihrer selbst, sondern auch mit ihrer Vergangenheit auseinander setzen...

Leider kann sich Finding Sky nicht von der Masse abheben. Zwei Jugendliche, die miteinander verbunden sind, zusammen gehören und sich dessen nicht wehren können. Viel Schmacht und Schmalz, Kitsch und dazu einfachste Ausdrucksweise. Die Idee vom Seelenspiegel, dem Gegenstück zu einem Menschen, ist nicht schlecht, doch für meinen Geschmack hätte man das Buch und die Idee sehr viel besser umsetzen können. Zwar liest sich das Buch flüssig und mittelmäßig spannend bis zum Schluss, ist aber von einige Ungereimtheiten durchsetzt. Ohne Spoilern zu wollen, man denkt sich immer wieder "das passt jetzt aber nicht". Dazu ist das Buch in einer für 14jährige vielleicht verständlichen und modernen Sprache geschrieben. Mich als (noch) junge Erwachsene nervt es allerdings unheimlich.

Alles in allem plätschert die Geschichte vor sich hin und kann sich weder durch Wortgewandheit noch durch Spannung besonders von der Masse abheben. Die Geschichte hat Potential, ist aber stellenweise immer wieder unlogisch, als wüsste der Autor selbst nicht mehr, was auf den voherigen Seiten geschehen ist. Drei Sterne gibts für die Idee und weil man das Buch trotz allem nicht schlecht nennen kann. Ich denke, es gibt durchaus (jugendliche) Leser, die begeistert sein werden. Für mich hat es jedoch zu mehr nicht gereicht.
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Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Die Handlung ist schnell umrissen: Waise Sky Bright zieht mit ihren etwas flippigen Adoptiveltern für ein Jahr von England nach Colorado. An ihrer neuen Schule lernt sie Zed Benedict kennen, den geheimnisvollen Rebellen der Schule. Sofort fühlt sie sich zu ihm hingezogen und spürt eine seltsame, fast übernatürliche Verbindung zu ihm...

Ich habe schon etliche Jugendbücher gelesen, die auch mir als Erwachsene gut gefallen haben; manche haben mich sogar richtig begeistert. "Finding Sky" gehört leider nicht dazu. Wäre es ein Buch für Erwachsene, würde ich nur zwei Sterne vergeben, denn es hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich fand die Geschichte unerträglich kitschig, die Charaktere unglaubwürdig, die Sprache oft peinlich und zu krampfhaft auf jugendlich getrimmt. Im Gegensatz zu fast allen anderen Rezensenten hier hatte ich wirklich Mühe, bis zum Ende durchzuhalten; die Lektüre war für mich eher Quälerei als Spaß.

Nur: Es wurde eben NICHT für Erwachsene geschrieben, und die Autorin hatte Leserinnen wie mich gar nicht im Sinn. "Finding Sky" ist ein Jugendbuch, und es wäre unfair, einem Jugendbuch vorzuwerfen, dass es so geschrieben wurde, dass Jugendliche es mögen. Von einem Schlageralbum kann man schließlich auch nicht erwarten, dass es Hardrockfans gefällt - muss es ja auch nicht. Ich werde deshalb versuchen, bei der Bewertung meinen eigenen Geschmack weitgehend außer Acht zu lassen und v.a. danach zu gehen, ob das Buch für die eigentliche Zielgruppe lesens- und empfehlenswert ist. Und das ist es meiner Meinung nach durchaus. Ich hätte keinerlei Bedenken, es einem 15-jährigen Mädchen in die Hand zu drücken und bin mir relativ sicher, dass es ihm gefallen würde.

"Finding Sky" wird aus unterschiedlichen Gründen viele weibliche Jugendliche ansprechen. Die Geschichte ist ein bisschen märchenhaft, aber nicht so abgehoben, dass sie überhaupt nicht mehr glaubhaft ist (weit und breit keine Vampire!). Die Sprache ist eindeutig auf diese Zielgruppe ausgerichtet. Dinge sind hier "hammermäßig" oder "voll krass" - ich denke, das soll den Dialogen so etwas wie Authentizität verleihen und tut es vermutlich auch (?). Die Protagonistin ist eine gute Identifikationsfigur für junge Leserinnen: sie ist schüchtern und ein wenig unsicher, will an der neuen Schule einfach nur dazugehören. Die Jungs sind ihr noch nicht so ganz geheuer, aber im Grunde sehnt sie sich nach der großen Liebe und einer einzigartigen Verbindung zu einem Seelenverwandten (der vorzugsweise gut aussehen sollte). In dieser Figur dürften sich viele Mädchen wiederfinden. Und natürlich ist Zed Benedict genau der Typ Junge, von dem die meisten insgeheim träumen: der geheimnisvolle und wahnsinnig attraktive Bad Boy der Schule, ausgestattet mit einem coolen Motorrad und einem goldenen Herzen. Das Ganze garniert mit viel Mystik, ein bisschen Schulalltag auf die amerikanische Art und einem ungewöhnlichen Familienleben mit einem lockeren, sympathischen Elternpaar.

Fazit: Für Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren ist das Buch empfehlenswert. Grundsätzlich könnten die Leserinnen auch noch jünger sein, denn der Roman ist absolut jugendfrei. Wer also auf der Suche nach einer Geschenkidee für einen weiblichen Teenager ist, ist damit gut beraten.
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am 28. April 2016
Vorerst einmal - ich werde mir jetzt die ausgelutschte Aussage sparen, dass wir "in einem freien Land leben und jeder seine Meinung vertreten darf". Der Sternbewertung kann man entnehmen, dass diese Rezension hier nicht allzu positiv sein wird, was in keinster Weise bedeutet, dass meine Meinung die Richtige oder Falsche ist. Geschmäcker sind (Gott sei Dank) verschieden, und wenn Kritiker das Lob eines Buches akzeptieren, sollte andererseits ebenso eine Kritik am Buch berücksichtigt werden!

Schon oft genug bin ich in meiner Stammbibliothek am Buch "Finding Sky" und seinen Fortsetzungsbänden vorbeigegangen, und jedes Mal hat es mich gejuckt, den ersten Teil doch einmal anzulesen. Also beschloss ich, das Buch jeden Freitag, wenn ich die Bibliothek besuche, weiterzulesen.

Eine Inhaltsangabe erspare ich mir jetzt, die kann man zur Genüge in anderen Rezensionen finden. Davon abgesehen, dass in der Inhaltsangabe wohl jedes bekannte Klischee der derzeitigen Jugendliteratur zu finden ist.
Mädchen zieht um in ein Kaff, Mädchen trifft auf den Bad Boy der Schule, Bad Boy ist anfangs abweisend, ehe er sich plötzlich als freundlichster Mensch auf Erden entpuppt, Bad Boy hat besondere Kräfte (SPOILER! Er ist kein Vampir!), Mädchen und Bad Boy fühlen sich zueinander hingezogen, jedoch versuchen dunkle Kräfte sie zu entzweien.
Hier mal einen kleinen Einschub - es heißt wenigstens nicht, dass sie nicht zusammen sein dürfen weil (Hier Gejammer unzähliger Waschlappen einfügen).

Mein erster Eindruck war: Hm. Ich wusste nicht ganz, was ich von diesem Prolog halten sollte. Ich fand ihn weder herausragend gut noch abgrundtief schlecht. Er war einfach ... okay. Mehr nicht.

In den nächsten Kapiteln lernen wir Sky Bright, die Protagonistin des Buches, kennen. Ein schüchternes *hust*, unscheinbares *hust*, bescheidenes Blondchen, dass offenbar den ganzen Tag nichts besseres zu tun hat, als ihre Mitmenschen in eine kindliche Comicmetapher zu stopfen, welche anfangs vielleicht noch niedlich, später aber einfach nur noch nervig war. Betonung auf "schüchtern", da sie innerhalb der ersten Schultage scheinbar Freunde für's Leben findest, Betonung auf "unscheinbar", weil sie ja doch total hübsch ist und ein Junge nach dem anderen sie bemuttern möchte.
Was ich damit sagen will ist - Ich fand Sky einfach nur blass. Aus ihrer Vergangenheit hätten sich so viele charakteristische Züge bilden lassen können, verschiedenste Phobien, Makel, Ticks, posttraumatische Belastungsstörungen, die von solchen Situationen eben verursacht werden. Stattdessen ist sie wie jedes anderen Mädchen auch, sondert sich nicht im Geringsten von den anderen Protagonistinnen in der derzeitigen Jugendliteratur ab. Dass sie auch als "gewieft" gilt ist mir ein vollkommenes Rätsel, aber später mehr dazu.
Was mich an ihr ja gewaltig gestört hat, war ihre Gehorsamkeit in völlig unpassenden Situationen. Vielleicht haben mich Charaktere mit schnippischen Antworten wie etwa Katy aus der Lux-Reihe verwöhnt, denn dort haben die Protagonistinnen ordentlich was auf dem Kasten. Aber Sky hingegen ist wie ein unterwürfiges Lämmchen. Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen bequemen Platz in einer Hütte gefunden, als der Trottel Ihrer Schule auftaucht, die Augen verdreht und sagt: "Das hat mir gerade noch gefehlt." Wäre der mir mit so etwas entgegengekommen, der hätte von mir ordentlich was aufs Maul gekriegt. Sky hingegen sagt ganz eingeschüchtert: "Ich geh ja schon." Was? Was?! Hier wollte ich das Mädel mal am Kragen packen und sie kräftig durchschütteln. Ihr ein wenig Sturheit beibringen oder so. Pustekuchen.

Unseren Love-Interest Zed fand ich ebenfalls so interessant wie ein Stück Toast. Alles, was mir irgendwie zu seinem "Charakter" einfällt, ist, dass er angeblich soooo böse ist, dass sich sogar die Lehrer vor ihm fürchten. Er sieht fantastisch aus und ist super sportlich. Er trägt eine Ledermontur zum Motorrad fahren. Er hat ein Motorrad. Und er hat übermenschliche Kräfte. Das war's. Mehr fällt mir zu Zed nicht ein. Außerdem mutiert er von einem Pseudo-Macho zum Babykätzchen, dass noch zusätzlich mit Watte ummantelt worden ist. Bad Boy? Wo?

Zu den anderen Charakteren kann ich nicht viel sagen. Sie waren eben präsent. Alle gutaussehend, alle freundlich, Ende. Einen tieferen Charakter als Sky, die so flach ist wie ein Brett, gibt es nicht. Von den "Bösen" fange ich jetzt mal gar nicht an.

Der oftmals gerühmte Schreibstil in der Ich-Form war ganz okay, aber auch nicht herausragend. Er war sehr einfach, manchmal fast zu kindlich und oft übertrieben blumig. Manche Metaphern waren ein derartiger Super-GAU, dass ich den Satz fünfmal durchlesen musste, bevor ich mir sicher war, dass dieser Satz auch abgedruckt war. Es ist schnell zu lesen und sehr, sehr einfach. Und nein, ein einfacher Schreibstil muss nicht schlecht sein! Gerade vor wenigen Tagen habe ich die Kurzgeschichte "Das Grab der Leuchtkäfer" von Akiyuki Nosaka gelesen (die ich übrigens jedem ans Herz legen möchte!), in der auf knapp 50 Seiten im einfachen und jedoch charakteristischen Schreibstil der Leidensweg zweier Kinder im Krieg beschrieben wird. Ein einfacher Schreibstil bedeutet nicht, dass es einfach nur anspruchslos zu lesen ist!

Und nun kommen wir zum Hauptpunkt, weshalb dieses Buch von mir nur zwei Sterne bekommt und auf den ich mich schon die ganze Zeit freue.

Die Handlung, sofern man es überhaupt als Handlung betiteln darf, ist schlicht und einfach dämlich! Oder vielmehr die Handlungen der Protagonisten!
Hier möchte ich nochmal auf die "gewiefte" Sky zurückkommen. So eine hohle Person ist mir schon lange nicht mehr untergekommen und ich lese durchaus viele Bücher. Bei dem gequirlten Rettich, denn das Fräulein uns da zeitweise vortischte, musste ich mir das Lachen oft genug verhalten - es wäre ein trauriges Lachen gewesen.
Oft war eine Freundin mit in der Bibliothek und ich habe ihr die besten Sachen immer vorgelesen, damit wir gemeinsam darüber lachen konnten.
Ein paar Beispiele, damit Sie sich vorstellen können, was ich meine (Bitte beachten Sie, dass ich nicht alles genau aus dem Buch zitieren kann, jedoch werde ich es so wiedergeben, wie ich es im Kopf habe):

1. Sie wissen, dass Ihr Freund übernatürliche Kräfte hat. Später als Sie bei ihm zuhause sind, beginnt Pseude-Badboy ein Wortgefecht(?) mit seinem Bruder. Kurzerhand fliegt eine Zitrone durch die Gegend. Wie erklären Sie sich das? Unsere Sky nämlich denkt: Huch, hier gibt's wohl einen Poltergeist. Daraufhin explodiert die Zitrone. Und Sky tut ihre hochintelligenten Gedanken kund: Poltergeist schlägt wieder zu!

2. Pseudo-Badboy schafft es innerhalb von fünf Minuten, eine Pizza im Backrohr völlig zu verkohlen. Okay? Und ich dachte schon, ich wäre mit meinen Kochkünsten gestraft.

3. Sie turteln mit Pseudo-Badboy im Wald herum, als plötzlich zwei Schüsse unmittelbar neben Ihnen einschlagen. Sie erinnern sich, dass Pseudo-Badboy Sie vor einiger Zeit gewarnt hat, alleine nach draußen gehen, weil es zu gefährlich ist. Nun sagt er Ihnen, dass Sie ihm langsam folgen sollten um zu entkommen. Was schlagen Sie vor? Richtig! Gehen wir doch zu dem Typ hin und sagen ihm, dass er auf Menschen schießt!

4.Was wäre wohl eine sichere Methode, seine Freundin nachhause zu bringen, wenn man zuvor fast erschossen wurde? Genau. Bringen Sie das Mädel mit dem Motorrad zu ihren Eltern, auf einer schneebedeckten Straße. Aber vergessen Sie nicht, ihr den Sturzhelm aufzusetzen, dann stirbt sie wenigstens nicht an Kopfverletzungen oder einem Headshot!

5. Sie wissen, dass die Familie von Pseudo-Badboy die Polizei kontaktiert hat, um den Vorfall mit der Schießerei im Wald zu melden. Mitten in der Nacht klopft das FBI an Ihrer Haustür. Sie setzen sich mit den Beamten an den Tisch und diese holen auf Aufnehm-Gerät heraus um Ihre Zeugenaussage aufzunehmen. Was ist Ihre erste Frage? Richtig. Ob Sie irgendetwas falsch gemacht haben. Sky, dein einziger Fehler war, dich im Wald nicht erschießen zu lassen. (Ja, so weit bin ich inzwischen schon!)

Mein Lieblingssatz des ganzen Buches: "Mit explodierenden Zitronen kann ich ja noch leben, aber nicht wenn jemand im Wald auf mich schießt." So, ich pack dann mal die Vorurteilkiste aus und wage es, dreist zu behaupten, dass es in Amerika nicht sehr selten ist, wenn man auf dich schießt. Ganz zu schweigen davon, dass es viel normaler ist, wenn "Poltergeister" eine Zitrone zum explodieren bringen.

Ich nehme an, Sie erkennen worauf ich hinaus will?
Viele Aussagen des Buches waren einfach so bescheuert, dass es mich regelrecht geschüttelt hat. Sky ist beinahe schon unerträglich in ihrer Naivität, um nicht zu sagen Dummheit. Wie Zed es mit dem Mädel aushält? Aber ja, er ist ja ihr Seelenspiegel, der Gute hat sein ganzes Leben darauf gewartet. Übrigens unglaublich kitschig wie ich finde, so wie viele Sätze und Handlungen im Buch, neben den total hirnrissigen. Teilweise hatte ich echt das Gefühl, dass Sky wortwörtlich die rosarote Brille aufhat.

Die Frage, die sich mir bei so einem Werk stellt ist doch - Wieso?
Wieso werden solche Bücher zu Bestsellern und überall auf der Welt verkauft, während andere, unglaublich tolle Bücher mit genialen Charakteren, komplexer Story und schönem Schreibstil ungeachtet in der Ecke des Lagers irgendeines Buchladens verstauben müssen? Zählt heute nur noch die PR, mit der man das Buch bewirbt und nicht etwa die Geschichte an sich, wie uns Beispiele wie Shades of Grey zeigten? Macht ein schönes Cover bereits alles aus? Großartige Werke wie Herr der Ringe, Harry Potter und Das Lied von Eis und Feuer haben den Hype verdient, aber dieses Werk namens "Finding Sky" ganz bestimmt nicht! Ich versuche irgendetwas positives am Buch zu finden und kann dem Buch nun schlussendlich doch nicht eine gewisse Unterhaltung absagen, wenn diese auch gehörig ins Negative abgerutscht ist.

Fazit:
Weshalb ich dem Buch schlussendlich doch noch zwei von fünf Sternen gebe ist, weil ich mir den einen Stern für ein richtig, richtig schlechtes Buch aufbewahren möchte. Und sooo schlecht war das Buch nun auch nicht. Okay, meines Erachtens schon, aber es gibt immer noch Luft nach unten. Mit meinen siebzehn Jahren liege ich wahrscheinlich an der obersten Grenze der Altersempfehlung des Buches, wenn ich nicht sogar schon draußen bin - nichtsdestotrotz bin ich mir zu einhundertvier Prozent sicher, dass mir das Buch auch mit vierzehn nicht gefallen hätte.
Die blassen Charaktere, der nichtssagende Schreibstil und die teils einfach nur dämliche Handlung geben dem Buch schließlich diese Bewertung.

Zwei von fünf Sternen!
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am 18. Juli 2015
Inhaltsangabe:
Sky Bright ist ein 16-jähriges Mädchen, das eine ziemlich schwere Vergangenheit hinter sich hat. Sie wurde als Kind ausgesetzt und kann sich an nichts mehr vor der Zeit erinnern. Letztendlich wurde sie von Sally und Simon, einem Künstlerpaar, adoptiert und wuchs in England auf.
Als ihre Eltern die Gelegenheit erhalten, für ein Jahr in einer kleinen Stadt in den Rockies in den USA eine Kunstgalerie zu eröffnen, steht fest, dass sie nach Amerika ziehen. Und hier beginnt die Geschichte.
Sky muss sich nicht nur mit einer redefreudigen, aber netten Nachbarin rumschlagen, sondern auch damit, die Neue in der Highschool zu sein' und mit Zed. Sie findet schnell genug Anschluss und Freunde, aber Zed scheint irgendetwas gegen sie zu haben. Er verhält sich ihr gegenüber höchst merkwürdig; mal arrogant und unausstehlich, und dann hilft er ihr wieder. Sky weiß nicht, was sie davon halten soll, bestimmt aber für sich, dass sie ihn nicht leiden kann, trotz der Anziehung, die sie ihm gegenüber spürt.
Das alles ändert sich schlagartig, als sie ihm mehr oder weniger versehentlich telepathisch antwortet und Zed schlagartig erkennt, was Sky für ihn ist: sie ist sein Seelenspiegel, dazu bestimmt, seine große Liebe zu sein und für immer an seiner Seite zu bleiben.
Zeds ganzes Verhalten ihr und auch anderen gegenüber ändert sich schlagartig. Auf einmal bringt er ihr Blumen vorbei, wirbt um sie und pocht auf einen Neuanfang. Natürlich kann Sky nicht widerstehen, auch wenn sie Angst davor hat, dass Zed sein Interesse nur spielt oder das Interesse an ihr verliert' immerhin hat er den Ruf eines Bad Boys.
Komplizierend dazu erzählt Zed ihr von den Savant, Menschen mit besonderen Fähigkeiten wie Telepathie (von Geist zu Geist sprechen), Telekinese (Gegenstände durch Gedankenkraft bewegen), und in die Zukunft sehen, unter anderem. Und Sky soll ebenfalls einer sein. Aber das ist unmöglich! Sie besitzt keine besonderen Fähigkeiten! Oder?
Während Sky noch mit der ganzen Situation ringt, wird auf sie und Zed geschossen und auf einmal wird der Frieden der Stadt gestört, mit gefährlichen Folgen für Sky und alle Beteiligten'

Oberflächliche Meinung:
Reicht es zu sagen, dass ich um Mitternacht herum angefangen habe zu lesen und sechseinhalb Stunden später in den frühen Morgenstunden fertig war? Ich habe es verschlungen und jede Minute genossen! Müdigkeit, was ist das?
Wahrscheinlich das, was ich jetzt bin, aber wen kümmert's, nicht wahr?
Die Geschichte hat mich einfach gepackt und in sich reingesogen. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Es war das sprichwörtliche 'Nur noch ein Kapitel!' Szenario, nur habe ich irgendwann nachts um drei eingesehen, dass ich eh nicht aufhören würde zu lesen'

Charaktere:
Sky und Zed waren mir ziemlich sympathisch. Nicht die besten Hauptcharaktere, die ich je gelesen habe, dafür' fehlte irgendwie was, aber sie waren mir sympathisch genug und ich konnte mich gut in sie einfühlen.
Sky ist ein ziemlich schüchternes Mäuschen, das aber auch die Krallen ausfahren kann, wenn es sein muss. Es war sehr amüsant, die Geschichte aus ihrer Perspektive zu erleben, denn einige ihrer Gedankengänge waren wirklich sehr lustig.
Etwas genervt haben mich ihre Selbstzweifel und die Zweifel an Zeds Liebe, wo er doch so offensichtlich in sie verschossen ist, aber im Anbetracht ihrer Vergangenheit ist das wohl verständlich und sei ihr verziehen.
Andere finden es unrealistisch, wie wenig sie eigentlich mit der ganzen neuen Welt hapert und es einfach akzeptiert; ich selbst fand es eher befreiend, mich da nicht durchkämpfen zu müssen. Zu oft finde ich es einfach nur noch nervig, wenn der Hauptcharakter die Hälfte des Buches braucht, um erstmal an alles zu glauben und die andere Hälfte damit verbringt, es zu akzeptieren' Das ist hier zwar auch so, aber ich empfand den Vorgang als sehr angenehm, weil er nicht so aufdringlich in den Vordergrund gerückt wurde, als würde der Autor versuchen, um jeden Umstand hervorzuheben, wie sehr der Prota zu kämpfen hat.
Zed ist zum dahinschmelzen. Ein Traum für jedes Mädchen! Er war fast schon zu süß, zu viel des Guten. Und seinen plötzlichen Wandel von 'arrogantes A*sch' zur Zuckertüte war mir persönlich zu' plötzlich. Praktisch über Nacht. Er erkennt Sky als seinen Seelenspiegel und auf einmal ist sein ganzes Gehabe einfach weg. Schade irgendwie, ich hätte gerne die Entwicklung gesehen, wie Sky ihn langsam auftaut; diese schlagartige Entwicklung empfand ich als nicht wirklich realistisch, auch wenn Gründe geliefert werden.
Versteht mich nicht falsch, wäre ich Sky, ich würde sofort zuschlagen und zu einem verliebten Teeniesüppchen werden. Welches Mädchen will schon nicht mit Blumen und süßen Worten umworben werden? Aber es ging mir selbst für einen Jugendroman mit Liebe auf den ersten Blick zu schnell.
Beiden hat mir irgendwas gefehlt, das sie zu etwas Besonderem gemacht hätte' Mehr als 'Sympatisch' ist (fürs erste) nicht drin.
Die Nebencharaktere fand ich ebenfalls sehr liebenswert. Von Skys Eltern über ihre kleine Clique in der Schule, bis hin zu Zeds Familie. Ich bin darauf gespannt, wie sich Zeds Brüder in ihren eigenen Büchern darstellen werden ' besonders Xav und Yves haben es mir bis jetzt angetan.

Handlung:
Naja, die Handlung ist nicht besonders originell und auch nicht durch irgendwelche Kunstgriffe zu etwas Besonderem gemacht worden. Das Augenmerk der Geschichte liegt eher auf der Romanze zwischen Sky und Zed und auf den Handlungen, die benötigt werden, um diese voranzutreiben.
Es ist in gewisser Weise vorhersehbar, was mich aber persönlich nicht gestört hat. Ich wollte eine schöne Romanze, keinen Krimi, und das habe ich bekommen und bin 100% zufrieden und glücklich damit.
Ich bin kein Fan vom ganzen 'Gut vs. Böse' Getue. Ich mag es lieber, wenn die Grenzen verschwimmen und Weiß vs. Schwarz zu Grau wird. Niemand ist ausschließlich gut oder ausschließlich böse. Von mir aus soll der Böse seine Katze abgöttisch lieben und ihr jeden Tag persönlich das lange Fell bürsten, aber diese 'die sind die Bösen, wir die Guten' Fronten finde ich immer etwas schwach.
Aber es war akzeptabel. Keine herausragende Handlung, aber unterhaltend und fügte sich gut in die Geschichte ein.

Schreibstil:
Die Geschichte kann noch so gut sein, ein schlechter Schreibstil ruiniert alles.
Umgekehrt kann eine Handlung schwach sein, wenn der Schreibstil stimmt, ist es wie Magie.
Und Joss Stirlings ist Magie. Ich kann nur sagen, ich liebe ihren Schreibstil. Es hat sich unglaublich flüssig lesen lassen, nie bin ich gestolpert. Ich habe mich sofort gefesselt gefühlt.
Man merkt, dass sie es auf eine jüngere Gruppe abgesehen hatte, denn die Dialoge sind oft mit Abkürzungen wie '`ne' etc. gestaltet. Das hat mich nicht gestört, ich fand es sogar ziemlich authentisch (auch wenn einige Begriffe nicht mehr ganz der momentanen Jugend entsprechen ;D). Ich nehme an, das war besonders, weil ich selbst in die Jugendgruppe passe und so spreche ' für ältere Personen, die die geschliffenere Sprachweise bevorzugen, mag es störender wirken.
Aber für mich? Spitze. Hat mir sehr gut gefallen.
Auch herausgehoben werden sollte der sarkastische Humor, der mehr als einmal zu Tage tritt. Ich musste mir sehr oft ein herzliches Lachen verkneifen und habe oft innerlich vor mich hin gekichert. Herrlich, hat genau meinen Geschmack getroffen.

Das Cover:
*seufz* Ist es nicht schön? Das hat man doch gerne in seinem Regal stehen und betrachtet es mit einem gewissen Besitzerstolz' Einfach wunderschön und aus der Masse herausstechend.
Das Cover ist der Grund, warum ich es erst in die Hand genommen habe. Definitiv ein Blickfänger. Es hat jetzt zwar nicht unbedingt meine Lieblingsfarbe, aber es ist in sich stimmig und die vielen Schnörkel lassen mich an einen verwunschenen Garten denken'
Es schreit fast ein wenig Kitsch und Klischee, aber ich antworte da nur, her damit. Die Welt hat genug Grausamkeiten, da darf es in Büchern schon mal romantisch-mit-Stich-ins-Kitschige zugehen ;)

Bewertung:
Volle fünf Sterne für eine sehr vergnügliche durchgemachte Nacht, die viel zu schnell vorbei war. Ein paar kleiner Wehmutstropfen gab es, wie die zu schnelle Entwicklung von Zed, aber das trübt nicht meinen Spaß, den ich beim Lesen hatte.
Jetzt warte ich sehnsüchtig darauf, mir den nächsten Band in der Bücherei ausleihen zu können'

Weitere Bücher & Reihenfolge:
2. Saving Phoenix
3. Calling Crystel
4. Misty Falls (erscheint am 24. Juli 2015 auf Deutsch)
5. Angel Dares (englischer Titel, Deutsch unbekannt)
6. Unbekannt
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TOP 500 REZENSENTam 22. Juni 2012
"Finding Sky" ist der erste Teil einer Trilogie von Joss Stirling um die übernatürlich begabte Familie Benedict. Während mich das pinke Cover mit silbernen Ranken und babyblauer Schrift leider nur wenig ansprach, hat mich der Klappentext und anschließend auch die Leseprobe doch schnell davon überzeugt, dass es sich hierbei um einen lesenswerten Romantic-Fantasy-Roman aus dem Jugendbuchsektor handeln könnte - und das ist es auch.

Und darum geht's: Die 16jährige Sky Bright zieht mit ihren Adoptiveltern von England in die USA. An ihre Kindheit vor der Adoption hat sie kaum Erinnerungen und sie galt lange als psychisch labil. Auch an der neuen High-School fürchtet Sky durch ihre Schüchternheit keinen Anschluss zu finden, doch sie freundet sich schnell mit ein paar Mitschülern an. Nur der düstere Zed, der in der Schule immer wieder unangenehm auffällt, irritiert sie. Erst ist er ihr gegenüber vollkommen ablehnend - dann redet er plötzlich mit ihr in ihren Gedanken und als sie antwortet, ändert sich alles. Zed ist überzeugt davon, dass sie wie er ein Savant ist und noch dazu sein Seelenspiegel, der dazu bestimmt ist, sein Leben mit ihm zu verbringen. Sky will das alles nicht glauben und der Kontakt zu Zeds Familie, den Benedicts, bringt sie außerdem in große Gefahr...

Zu weiten Teilen hat mir "Finding Sky" wirklich gut gefallen. Der Plot ist gelungen. Es gibt ruhigere und spannungsgeladene Abschnitte, die eine abwechslungsreiche Lektüre ergeben, die man ungern aus der Hand legen möchte. Der Begriff "Savant", in unserer realen Welt auch eine Bezeichung für sogenannte Inselbegabte, wird hier als zusätzliche Begabung im phantastischen Sinne interpretiert. Jedes Mitglied der Benedicts hat andere Fähigkeiten, alle Savants können sich aber anscheinend über Telepathie unterhalten und über Telekinese Dinge bewegen. Das führt zu einigen witzigen Passagen im Buch, über die man wirklich schmunzeln kann.

Auch die Charaktere sind an sich gut gelungen - besonders Zed, der vom Rüpel und zum perfekten Freund und fast schon zu einer Klette wird, was Sky zurecht irritiert. Diese Änderung des Charakters Zed und die Liebesgeschichte, die sich daraus entwickelt, mit einer sehr interessanten und abwechslungreichen Dynamik aus Skepsis und Romantik, war wirklich süß und sehr schön zu lesen. Ein wenig kitschig ist es zwar auch, aber insgesamt hat es mir einfach gefallen, besonders weil Zed plötzlich so anhänglich und nahezu von Sky besessen ist, während sie und vor allem ihre Eltern nicht so ganz wissen, was sie davon halten sollen. Das so häufig auftauchende Konzept von Liebe auf den ersten Blick - beziehungsweise auf den ersten Gedankenaustausch - bekommt dadurch in "Finding Sky" mal eine etwas andere Entwicklung, mit viel Charme, Witz und Situationskomik.

Allerdings bedient der Roman was Sky angeht wirklich jedes erdenkliche Kindchenschema. Die Ich-Erzählerin ist psychisch ganz furchtbar labil, schüchtern, hat eine schlimme Vergangenheit und weckt zudem auch noch äußerlich den Beschützerinstinkt. Sie wird beschrieben als winzig klein, super zierlich, mit blonden Locken und großen blaunen Augen. Zwischendurch war sie mir einfach zu mitleidserregend und ich fand die Ausbreitung ihres Schicksals und ihre Hilflosigkeit teilweise einfach zu stark überreizt. Außerdem finde ich, dass bei aller Spannung, die Entwicklung des Charakters Sky zu kurz kam. Ihre eigenen Fähigkeiten, die Erkenntnis ein Savant zu sein, das alles bleibt am Rande und konnte mich zum Schluss nicht überzeugen.
Zwar wird es eine Fortsetzung geben, in dieser werden Sky und Zed aber nicht mehr die Hauptrolle spielen, sondern Yves, einer von Zeds insgesamt sechs Brüdern, wird seine eigene Geschichte bekommen. Daher hätte ich mir am Ende etwas weniger Kitsch für die Liebesgeschichte und etwas mehr Struktur im Fantasy-Teil der Geschichte gewünscht. Ganz ausgereift erschien es mir nicht.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, er liest sich flüssig, ist aber für ein Jugendroman schon sehr ausgefeilt und macht daher auch im fortgeschritteneren Alter noch Freude. Gleich mit dem sehr starken ersten Kapitel fängt die Autorin den Leser emotional ein und fesselt ihn an ihre Geschichte.
Auch das Cover finde ich mittlerweile passender als vor dem Lesen - wenn das auch nicht gerade einen besonders positiven Grund hat. Ich finde nämlich, pink und babyblau passen hervorragend zum Kindchenschema...

Fazit: Schöner Vertreter der Jugendbuch-Romantic-Fantasy. Ein bisschen kitschig, aber auch spannend. Die Ich-Erzählerin hat mich in ihrer Darstellung als armes kleines Mädchen nicht ganz überzeugen können und auch der Fantasy-Anteil hätte etwas mehr Aufmerksamkeit vertragen können, aber insgesamt habe ich es gern gelesen und kann es auch weiter empfehlen. 4 Sterne.
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Das Leben der 16-jährigen Sky war bislang alles andere als ein Spaziergang: Ausgesetzt als Kind verfiel sie aus Selbstschutz in beharrliches Schweigen. Mit 10 wurde sie doch noch adoptiert, von den (Lebens)Künstlern Sally und Simon, liebenswerten, aber auch etwas verrückten Menschen, die ganz anders sind als die schüchterne Sky. Sie hat das Gefühl, nie so wirklich dazu zu gehören, nimmt die Unterschiede zwischen sich und ihren Adoptiveltern nur zu deutlich wahr. Überhaupt ist vieles für sie eine Frage der Wahrnehmung, denn sie merkt schnell, dass sie anders sieht, spürt, ja eben wahrnimmt als der Rest der Menschheit. Beziehungen machen ihr Angst, denn sie verursachen Leid und Schmerz, und sie gehen nicht gut.

Eigentlich möchte sie vor allem sein wie alle anderen. Eben nicht auffallen. Nicht anders sein. Nicht psychisch krank. Gleichzeitig spürt sie in sich den tiefen Wunsch, verstanden und erkannt zu werden. So, wie sie in Wirklichkeit ist. Die Sehnsucht nach Liebe, Geliebt- und Akzeptiertwerden sind hier besonders nachvollziehbar, da sie als Kind von ihren leiblichen Eltern verlassen wurde. Das verletzt das Selbstwertgefühl, tut weh und bedeutet eine sehr viel stärkere Auseinandersetzung mit Unsicherheit, Ängsten. Über allem schwebt zudem das Gefühl, es nicht wert zu sein.

Als Sally und Simon mit ihr aus dem heimischen England für ein Jahr in die USA ziehen, nach Colorado, steht ein Schulwechsel an. Wieder neue Situationen, aber es bedeutet auch neue Möglichkeiten, einen Neustart. Sky versucht, sich einzugliedern - und es gelingt. Sie findet schnell Zugang zu Mitschülern.

Doch Zed Benedict, einer der Jungen dort, verwirrt sie. Er ist auf seine Art mindestens ebenso wenig angepasst wie Sky. Während sie sich allerdings nach außen hin um Unauffälligkeit bemüht, zeigt er sein Anderssein, seine Abwehr, offen. Ein recht stereotypes Verhalten: Das eher stille Mädchen, der rebellische, laute Junge. Er stammt aus einer Großfamilie, ist einer von insgesamt sieben, alphabetisch benannten Brüdern. Sie alle besitzen paranormale Fähigkeiten mit denen sie offen umgehen, ganz im Gegensatz zu Sky. Der fehlt jegliche Anleitung in dieser Hinsicht. Es handelt sich um Savanten, also Menschen mit übersinnlicher Inselbegabung. Für jeden von ihnen gibt es nur einen perfekten Partner, der als Seelenspiegel die Person komplettiert.

Es ist im Grunde unvermeidbar, dass sich beide zueinander hingezogen fühlen, denn Zed erkennt in Sky sofort sein Gegenstück. Was jetzt fürchterlich schmalzig klingt, ist es leider auch. Sehr viel interessanter als die vorhersehbare Liebesgeschichte ist die Beschäftigung mit der Vergangenheit der jungen Sky.

Alles in allem legt Joss Stirling ein flüssig geschriebenes Jugendbuch vor, das inhaltlich und stilistisch auf weibliche Jugendliche zugeschnitten ist. Besonders Sky ist mit ihrer Schüchternheit und dem Gefühl, anders zu sein, ein vielschichtiger und plastisch gestalteter Charakter, in den man sich mit all den echten Problemen, die das Teenagersein mit sich bringt, gut hinein versetzen kann. Neugierig machen all die Anspielungen auf ihre Vergangenheit. Auch die Situation, neu in eine fremde Schule zu kommen, bietet Identifikationsmöglichkeiten. Interessant ist die Idee, die Hauptfiguren mit paranormalen Inselbegabungen auszustatten.

Dass gerade der betont und bemüht rebellisch und aufmüpfig auftretende Junge besonders interessant für die Heldin ist, findet sich jedoch als Motiv häufig in Büchern und Filmen. Harte Schale, weicher Kern - das beliebte Klischee trifft auf Zed voll und ganz zu. Natürlich umgibt auch ihn bei aller zur Schau gestellten Coolness auch ein Geheimnis. Er hat eine Geschichte, die ihn zu dem macht, was er ist. Typische Wünsche nach dem Einen, dem perfekten, idealen Partner, der einen komplettiert, werden ebenfalls bedient.

Abschließend bleibt zu sagen, dass es ein durchschnittliches Werk ist: Es fängt überaus stark an, lässt dann jedoch nicht minder stark nach. Trotzdem bleibt der Roman insgesamt gut und locker lesbar, auch durchaus spannend, mit beliebten, paranormalen Elementen und genügend Realitätskontakt, um Identifikationsmöglichkeiten zu bieten. Was die Lesefreude (zumindest für Erwachsene) trübt, ist der Fokus auf der langweiligen Liebesgeschichte. Wirklich herausragend ist 'Finding Sky' trotz der interessanten Prämisse und der guten Charakterzeichnung der Hauptfigur nicht. Dafür wurde zu tief in der üblichen Klischeekiste gekramt. Mädchen zwischen 12 und 16 Jahren könnte das Buch aber dennoch gefallen. Sprachlich und inhaltlich ist es an ihre Lebenswelt angelehnt, und vielleicht vermag die Liebesgeschichte Angehörige der Zielgruppe zu verzaubern.
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TOP 1000 REZENSENTam 20. Mai 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
"Finding Sky" ist die Geschichte der 16-jährigen Sky Bright, die mit ihren Adoptiveltern von England in die USA zieht. Doch Sky ist kein gewöhnliches Mädchen mit einer gewöhnlichen Geschichte, sie wurde als kleines Kind auf der Straße ausgesetzt und ist dadurch noch immer traumatisiert. Als sie auf ihre neue Schule kommt, begegnet sie dem gutaussehenden Zed, der ziemlich fies zu ihr sein kann und von dem sie trotzdem wie magisch angezogen wird. Schnell stellen die beiden so unterschiedlichen Teenager fest, dass sie etwas gemeinsam haben, dass sie zu etwas ganz besonders Außergewöhlichem macht...

Dieser Roman fesselt mit seinem Schreibstil. Er gewährt tiefe Einblicke in Skys Gefühle und Gedanken, was diese Geschichte so authentisch macht und einem das Gefühl gibt, Sky zu kennen. So muss man dieses ungewöhnliche Mädchen einfach mögen, denn ihre Gedanken sind manchmal recht skuril und etwas schräg, was ziemlich komisch ist. Dennoch fehlt es hier auch nicht an der nötigen Tiefe, ohne die diese Geschichte ins Mittelmaß abdriften würde. Denn man kann seinem Protagonisten nicht eine derart traumatisierende Kindheit schreiben und dann nicht auf die verletzte Seele eingehen.

Auch Zed hat mir gut gefallen, er ist den Romanhelden anderer Jugendbücher sehr ähnlich, da er verschlossen ist und anfangs grob reagiert. Er hat mich also ein bisschen an "Lucian" von Abedi oder "Der Kuss des Dämons" von Raven erinnert. Das verblasst allerdings schnell, da die Geschichte sich ganz anders entwickelt. Und ich finde es sehr lobens- und erwähnenswert, dass hier niemand lange Eckzähne hat oder tot ist....

Die Story hat eine spannende Handlung, die mich durchaus fesseln konnte. Im Mittelpunkt allerdings steht hier ganz klar die Liebesgeschichte der beiden Protagonisten.

Ich fand dieses Buch unterhaltend und abwechslungsreich und hatte keine Probleme es in einem Rutsch durchzulesen. Ab und zu ist die Handlung nicht ganz schlüssig. So fand ich gerade zum Schluss hin manches etwas an den Haaren herbei gezogen. Auch Zed wird zu schnell vom Grobian zum Softie. All das tut dem Lesespaß allerdings keinen Abbruch. Deshalb 4,5 Punkte von mir.
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Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Sky Bright, 16 Jahre jung, Adoptivkind zweiter britischer Künstler, zieht mit ihrer Familie für ein Jahr in die Staaten. An der Schule findet sie schnell
gute Freunde, macht das, was andere Teenies auch so tun in einem kleinen amerikanischen Kaff. Doch dann trifft sie auf Zed Benedict, den Rüpel der Schule. Zwischen den beiden scheint ein besonderes Band zu bestehen. Es stellt sich heraus, dass der eine im Kopf des anderen steckt, sie wenden Telepathie an, können via Gedanken miteinander kommunizieren. Dadurch weiß Zed auch, dass Sky sein sogenannter Seelenspiegel ist.
Doch es folgt keine klassische Liebesgeschichte. Das wäre wohl zu langweilig, jedenfalls dachte sich das die Autorin. Stattdessen kommen böse Menschen aus Las Vegas, schießen auf die beiden, entführen Sky, nehmen eine Gehirnwäsche an ihr vor, um sich an der Benedict-Familie zu rächen. Denn die Benedictfamilie besteht aus Menschen, die als Savants bezeichnet werden. Sie haben übersinnliche Fähigkeiten, wie etwa Wunden schneller heilen lassen, in die Zukunft oder alternativ in die Vergangenheit schauen u.a. Die Benedicts sind die Guten in dieser Story. Sie jagen böse Savants und böse Menschen, bringen diese hinter Gitter und haben deshalb gaaanz viele Feinde. Natürlich wird am Ende alles gut. Wie dieses Ende aussieht, überlasse ich gerne dem interessierten Leser.

Es gibt so etliche Kritikpunkte an diesem Buch, was allerdings auch mit meiner subjektiven Sichtweise als auch Erfahrung in Bezug auf Literatur und deren Auswirkung auf das reale Leben zu tun hat. Skys Charakter ist in sich nicht schlüssig. Einerseits wird sie als Willensstark beschrieben, dann wieder ist sie zu schwach und wartet darauf, gerettet zu werden, alternativ von ihrem Freund, deren Familie oder ihrer eigenen Familie. Zed ist der Typ, den die Liebe umkrempelt (was ich grundsätzlich als Frau natürlich klasse finde) der aber, und ja, jetzt kommt der grausame Vergleich, zu einem langweiligen Liebesmutanten alle Edward verkommt. Sky hier, Sky da, ich bin immer für dich da etc.pp.
Es ist aber nicht nur Skys Charakter, der in sich unlogische Züge aufweise. Es sind auch ihre Eltern, Simon und Sally, die ziemlich smart und liebenswert beschrieben werden, dann aber nicht stutzig werden, als man sie nach Las Vegas einlädt (der Ort, an den Sky verschleppt wurde) und ihnen ein unglaubliches Jobangebot zu unterbreiten. Das ist leider nur ein Beispiel von sehr vielen anderen.
Der Schreibstil ist Eingangs anstrengend. Die Sätze wirken gekünstelt, doch dann gibt es einen Ruck, alles liest sich flüssig. Zwischendurch denkt die Autorin dann aber wieder zu viel nach, die Handlung wird wirrig, gegen Ende unfassbar einfallslos.
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TOP 1000 REZENSENTam 14. Mai 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Sky wurde als Kind ausgesetzt und später adoptiert. Sie weiß leider gar nichts über ihre Vergangenheit, nicht ihren richtigen Namen, auch nicht wer ihre Eltern sind...in ihr ist Leere. Irgendwann ziehen sie nach Colorado, weil die Adoptiveltern an einem Kunstprojekt teilnehmen. Die 16jährige Sky wird zwar freundlich in der neuen Schule aufgenommen und findet auch schnell Freunde, aber unter Zed, den Schultyrannen hat auch sie erst mal zu leiden. Doch das ändert sich schnell, die beiden fühlen sich zueinander hingezogen und irgendwann hört sie seine Stimme im Kopf. Zed behauptet dass Sky sein Seelenspiegel und ein Savant ist.

Der Auftakt dieser Reihe ist recht gut gelungen. Es ist zwar ein Jugendbuch über eine Liebesgeschichte, aber durch Skys und Zeds Fähigkeiten und ihre Seelenverwandschaft ist es auch erfrischend anders.
Die Charaktere sind alle sehr gut gelungen, vor allem Sky entwickelt sich richtig gut. Erst ist sie sehr verschlossen und schüchtern und wird dann wirklich taff und stark. Sie ist überhaupt sehr ironisch und ihr Sarkasmus hat mir recht gut gefallen. Zed gibt sich als Bad Boy, doch eigentlich ist er tiefgründig, beschützend und liebevoll. Besonders Sky gegenüber gibt er sich sehr viel Mühe um ihr den Eintritt die Welt der Savanten zu erleichtern. Auch die Nebencharaktere sind nicht zu kurz gekommen hat, z.B. die Benedict-Familie, von denen jeder eine andere Gabe hat...es ist alles sehr gut beschrieben, man kann sich die Personen und Orte richtig gut vorstellen, auch ihre Gefühle kommen gut rüber.
Den Schreibstil finde ich gut, locker und jugendlich. Es liest sich flüssig und leicht, die Geschichte ist fesselnd, so dass das Buch viel zu schnell zu Ende ist. Ich hatte eigentlich keine großen Erwartungen an das Buch und muss sagen, dass es mich wirklich überrascht hat. Dieses Buch macht wirklich Lust auf mehr, ich kann es also empfehlen.
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am 12. Mai 2012
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Kurz zum Inhalt

Sky Bright, als kleines Mädchen ausgesetzt und im Alter von 10 Jahren durch das Künstlerehepaar Sally und Simon adoptiert, verschlägt es von London nach Colorado (Amerika), wo ihre Adoptiveltern für längere Zeit an einem Kunstprojekt teilnehmen. Für Sky bedeutet das: neue Stadt, neues Lebensumfeld, neue Schule, neue Freunde. Mit dem klassischen Teenagerstress - Jungs, Pubertät, erste Liebe - muss die 16-jährige Sky auch noch klarkommen.

An der neuen Schule herrschen die üblichen Hierarchien. Zed Benedict, ein scheinbar cooler Typ, vor dem sich alle in acht nehmen, zieht Sky in seinen Bann. Im Verlaufe der Geschichte kommt heraus, dass Zed über geheimnisvolle Fähigkeiten verfügt, wie auch Sky, die das allerdings seit ihrer Kindheit verdrängt hat. Da Sky mit Zed telepathisch kommunizieren kann, scheint für Zed klar, dass er und das Mädchen füreinander bestimmt sind.

Sky wird in die Auseinandersetzungen zwischen mächtigen Verbrechern und der Familie Benedict hineingezogen. Für Sky und letztlich auch für ihre Beziehung mit Zed bleibt das alles nicht ohne Folgen.

Bewertung

Der Roman ist vergleichsweise einfach gestrickt. Waise hat schreckliche frühe Kindheit, wird ausgesetzt, von guten Menschen adoptiert, findet zufällig die ihr vorbestimmte große und einzige Liebe und erkennt dadurch die eigenen Kräfte und Potenziale. Bevor das Kind, das Mädchen, die junge 16-jährige Frau sich aber für ihren Prinzen entscheiden kann, muss sie einige missliche Situationen (über-)bestehen und die in ihr wurzelnden Ängste vor Verletzung überwinden. Das gelingt dem guten Kind und Kraft der wahren Liebe bricht am Ende alles, was verschüttet lag, hervor.

Unabhängig davon, dass diese simple Story im Segment fantastischer Jugendbücher vielfach schon erzählt wurde, kann "Finding Sky" mit der Konkurrenz auf dem Buchmarkt durchaus mithalten. Junge Mädchen im Alter von 12 bis 18 Jahre kommen bei diesem Buch durchaus auf ihre Kosten. Auch wenn es vergleichbare Literatur schon massenweise gibt, es scheint doch immer wieder toll, eine neue Variante der ganzen Romeo-Julia-Heranwachsenden-Geschichte zu lesen.

Die Autorin übertreibt allerdings etwas die emotionale Zerrissenheit von Sky, die wegen ihrer streckenweise zu viel und zu sehr zelebrierten Unentschlossenheit und backfischenen Zauderei nervt. (Teenager können wirklich unerträglich sein im Hin und Her ihrer Gefühlswelt!) Doch Gott sei Dank kriegt die Autorin dann doch noch die Kurve und lässt die Leserschaft an der emotionalen Emanzipation und am Erwachen des tatsächlichen Potenzials von Sky teilhaben, die am Ende in jeder Hinsicht stärker geworden zu sein scheint.

Das alles klingt nach Kitsch. Doch es ist im Falle dieses Buches von der Autorin recht gut verpackter Kitsch, aufgepeppt mit glaubhaftem Drama, ernster Gefahr, Liebe natürlich und einer durchaus guten Darstellung der handelnden Protagonisten. Sky, die Hauptfigur, entwickelt sich im Verlaufe des Romans auf recht glaubwürdige Art und Weise - nicht trotz, sondern wegen der Genrewahl "Fantasy".

Wer seine Vorbehalte gegen die Gefühlsduselei (end-)pubertierender Jugendlicher im Zaume halten kann, wird schnell feststellen, dass "Finding Sky" eine durchaus sympathisch erzählte spannende Geschichte über das Erwachsenwerden einer Teenagerin ist.

Lob verdient die bemerkenswerte deutsche Übersetzung von Michaela Kolodziejcok. "Finding Sky" lässt sich flüssig lesen. Es ist der Übersetzerin gelungen, den Sprach- und Verständnisgewohnheiten deutscher Jugendlicher gerecht zu werden.

Dieses Buch ist durchaus ein passendes Geburtstagsgeschenk für lesefreudige Mädchen zwischen 12 und 18 Jahre. Lesenswert ist das Buch auch für jeden anderen, der auch gern mal einen Jugend-Fantasy-Roman lesen möchte, der zunächst ohne Werwölfe und Vampire auskommt.

Eine Kaufempfehlung gebe ich ruhigen Gewissens wie auch komplette Sternenzahl trotz der kleinen erwähnten Schwächen. Die Fortsetzung der Geschichte dürfte jedenfalls interessant sein.
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