Zunächst war ich etwas skeptisch, als ich davon erfuhr, dass nicht Pixar-Spezi Randy Newman, sondern Cousin Thomas den Score zum neuen Werk des Studios komponierte. Vor allem aber dachte ich, Newmans`s in der Regel anspruchsvolle und melancholische Musik (Road to Perdition, The Green Mile) würde nicht zu einem Gag-Feuerwerk wie Findet Nemo passen. Ich hab mich getäuscht. Thomas Newman hat wunderbare Arbeit geleistet: Die Musik reflektiert immer passend die Stimung des Films. Wichtig dabei zu erwähnen dass Newman seinem Stil treu blieb, also nicht versuchte "kinderfreundliche", leichte Musik abzuliefern, wie es viellecht andere Komponisten getan hätten. Die meisten Titel sind ebenso komplex wie seine Kompositionen für andere Filme. Um die für Newman typische Melancholie zu entschärfen, gibt es lockere Stücke wie "The Turtle Lope" oder "Foolproof". Hervorzuheben ist auch, dass es Newman wie immer schafft den Film nicht in klanglicher Soße zu ertränken, sonderen sein Handwerk versteht die Szenen auch ruhig und einfach, abeR ebenso effektiv zu unterstützen. (ach ja, mit "nemo egg" hat er meiner ansicht nach eines der schönsten Filmthemen geliefert , die es gibt. )