Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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50 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Genau das, wonach ich gesucht habe, 4. Juli 2007
Dieses Buch richtet sich an Menschen jeden Alters, also nicht nur an Schulabgänger oder Berufsanfänger, sondern auch an Menschen, die schon längst arbeiten und ggf. ihren Traumjob schon gefunden haben. Frau Gulder hat verschiedene Aufgaben konzipiert, mit deren Hilfe man so simple Dinge herausfindet wie: Was sind meine 5 Lieblingstätigkeiten? Auch wer sich selbst schon als 'glücklich' berschreiben würde, wird hier noch fündig, entdeckt evtl. ein vergessenes Hobby wieder o.ä. Und für alle diejenigen, die auf der Suche nach ihrem Traumjob sind, ist dieses Buch ein wahrer Glücksgriff. Genau das, wonach ich gesucht habe! Frau Gulders Übungen lassen einen roten Faden im eigenen Leben erkennen. Umgekehrt rät sie aber nicht, dies dann auch zum Beruf zu machen oder überstürzt zu kündigen, sondern sie schlägt vor, evtl. einen Ausgleich zu schaffen. Wer also als Steuerberater auch eine künstlerische Ader hat, muß nicht gleich alles hinschmeißen, sondern könnte z.B. versuchen, nebenbei als Hobby etwas Kreatives zu machen.
Das Buch ist zudem leicht zu lesen, und es macht Spaß, die Übungen zu machen. Nebenbei erfährt man noch jede Menge über sich selbst und seine Beziehung zu anderen Menschen. Unbedingt kaufen oder verschenken!!!! Pflichtlektüre für alle Schulabgänger bzw. Absolventen!
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114 von 125 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
"Finde Dein Seelenheil" wäre als Titel passender, 4. Juli 2008
Ich habe dieses Buch zur Vorbereitung für ein Berufsfindungs-Seminar gekauft und gehofft, ihm einige Anregungen entnehmen zu können, wie man den Beruf findet, der den eigenen Fähigkeiten und Neigungen am ehesten entspricht. Zumindest hatte ich das - offenbar etwas leichtfertig - aus dem Titel geschlossen. Nun, nachdem ich das Buch gelesen und die Übungen absolviert habe, weiß ich, dass diese Einschätzung ein Irrtum war. Das primäre Ziel der Autorin ist es nämlich nicht, Menschen bei der Orientierung auf dem Arbeitsmarkt zu helfen. Sie möchte vielmehr diejenigen, die bereits im Beruf stehen, in diesem aber nicht glücklich sind, darin unterstützen, ihre Berufung zu entdecken. Aus meiner Sicht wäre daher der Untertitel 'vom Beruf zur Berufung' passender gewesen. Und ein weiteres Missverständnis beim Kauf war, dass ich dachte, mit dem Begriff 'Berufung' wäre berufliche Erfüllung gemeint. Mittlerweile weiß ich, dass der Begriff für die Autorin wohl eher 'Bestimmung' bedeutet ...
Das wäre jedoch egal, denn obwohl ich mit meinem derzeitigen Beruf durchaus zufrieden bin, kann ich mir vorstellen, in meinem Leben noch einmal etwas ganz anderes zu machen. Auch aus diesem Grund habe ich die im Buch beschriebenen 12 Übungen selbst ausprobiert. Sie dienen dazu, sich seines bisherigen Lebensweges, seiner Wünsche, Interessen, Lieblingstätigkeiten etc. bewusst zu werden, um daraus mögliche Ziele für die Zukunft abzuleiten. Eine wesentliche Rolle spielt nach Ansicht der Autorin dabei die Kindheit, weil man als Kind noch "am meisten man selbst" ist, doch wird man "von der ersten Sekunde seines Lebens an von seinem Umfeld beeinflusst und entfernt sich dadurch mehr und mehr von seinem Kern". Das ist in meinen Augen eine ziemlich gewagte These, weil sie unterstellt, es gäbe für jeden Menschen quasi mit der Geburt so etwas wie eine persönliche Bestimmung, die durch altersbedingte Reife- und Entwicklungsprozesse verschüttet werden kann. Ich würde glatt das Gegenteil behaupten.
Vielleicht liegt es ja an dieser Einstellung, dass die Übungen für mich wenig erhellend waren, oder daran, dass man in seiner augenblicklichen Situation tatsächlich unglücklich sein muss, um aus den Übungen der Autorin Gewinn ziehen zu können. Jedenfalls kam bei mir lediglich heraus, dass meine höchste Motivation die Unabhängigkeit ist, was mich als Freiberufler nicht wirklich verwunderte. Auch dass ich gern schreibe war mir nicht neu; das ist nicht zuletzt an der Zahl meiner Rezensionen erkennbar. Immerhin ist mir wieder eingefallen, dass ich in unterschiedlichen Abschnitten meiner Jugend gern mit der Modelleisenbahn gespielt und mit Begeisterung Briefmarken gesammelt habe. Neue Impulse für die Zukunft habe ich daraus allerdings nicht gewinnen können.
Das wäre aber nicht weiter tragisch, einen Versuch war es zumindest wert. Stellenweise schwer erträglich waren für mich dagegen die philosophisch-religiösen Ansichten der Autorin. Das liest sich z.B. so: "Auf Dauer bringt die Natur nur hervor, was sinnvoll für das Überleben ist, sonst wäre sie längst untergegangen." Auf Dauer? Und wie könnte die Natur überhaupt untergehen? Klar, dass da ayurvedische Massagen und Feng Shui-Einrichtungen nicht fehlen dürfen. Am meisten hat mich allerdings die häufige Nennung des Wortes Gott gestört, der das Fundament für die Botschaften der Autorin bildet. Im Sinne des Haupttitels, in dem man das Wort 'glücklich' problemlos durch 'selig' ersetzen kann, sieht sie sich selbst offenbar als Prophetin, deren Berufung es ist, orientierungslose Schäfchen auf den richtigen Weg zu bringen: "Gott ruft alle Menschen auf einen persönlichen Weg." Nein, mich nicht. Ich höre keine Stimmen, und mich ruft auch nicht 'das Ganze' oder 'das Universum', Begriffe, die ich nach ihrer Ansicht alternativ einsetzen kann. Ich wollte lediglich ein paar Anregungen zur Berufsfindung bekommen, sonst nichts. Und genau die habe ich leider nicht bekommen.
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64 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Besser als andere , 28. Juni 2007
Gegenüber Karriere-Ratgebern skeptischer werdend, richtet sich mein Fokus zunehmend auf die Einhaltung von Versprechen. Und wenn die Verfasser eines Rezeptbuches auch noch etwas über ihren eigenen Werdegang preisgeben, suche ich nach den Wirkungskräften für Richtungsänderungen. Denn ich möchte erfahren, wie Lebensratgeber mit der Behauptung der Neurologen zurechtkommen, unser Verhalten werde zum grössten Teil vom Unbewussten beeinflusst. Wenn dem tatsächlich so ist, und ich persönlich glaube felsenfest daran, wie und womit können wir dann in die eigene Biografie eingreifen?
Angelika Gulder legt zwar ihr Glaubensbekenntnis nicht offen, verfolgt aber ein Konzept, das ihren Lesern und Kursteilnehmern letztlich das Navigieren erleichtern soll. Lese ich jedoch ihre eigene Reisebeschreibung, so komme ich zur Ansicht, auch ihr Leben sei primär von Zufällen bestimmt worden. Und trotzdem hat mir ihr Buch weit besser gefallen als andere Navigationshilfen in Buchform. Das liegt an ihrem Ton, an ihren Beispielen, und vor allem an ihren Übungen. Denn was sie den Lesern empfiehlt, aktiviert oft Areale, die dem Bewussten nicht zugänglich sind. Sich Feen vorstellen, sich an Geschichten der Kindheit erinnern, sich in Tätigkeiten verlieben. Ob das Resultat solcher Übungen schliesslich von der Vernunft oder von der Intuition ausgerechnet wird, ist nebensächlich. Wichtig ist nur, dass es einigermassen stimmt.
Unter den wenigen Büchern, die im Literaturverzeichnis aufgeführt sind, finde ich auch eines von Richard Nelson Bolles. Es unter den elf Titeln nicht entdeckt zu haben, hätte ich als Unterschlagung empfunden. Denn es war schliesslich Bolles, der als erster brauchbare Navigationsinstrumente entwickelte, um sich auf dem Flug zum eigenen Planeten nicht zu verirren. Angelika kopiert jedoch nicht, sondern lässt sich inspirieren. Zu wertvollen Inspirationen verleitet auch ihr Buch. Daher empfehle ich es wärmstens, obwohl einiges nicht zu meinem Glaubenssystem passt.
Mein Fazit: Unter den vielen Karriere-Ratgebern eine Version, die nun zum Glück neu aufgelegt wird. Denn die Autorin wählt Vorgehensweisen und Übungen, die zu einer Stärkung der eigenen Intuition führen. Damit wächst die Wahrscheinlichkeit, sich auf dem Weg zum Glück weniger zu verirren. Viel mehr kann ein Buch nicht leisten, auch wenn das die meisten Lebensratgeber anders sehen wollen.
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